Interviews & Features    

 
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Das Fünf- Faktoren- Modell der Persönlichkeits- beschreibung
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In einer Studie zur Erblichkeit von Persönlichkeit, durchgeführt 1995 an der Universität Bielefeld, wurden daher Einschätzungen von Bekannten als zusätzliche Datenquelle einbezogen. Ihre Ergebnisse bestätigen die Befunde aus Selbsteinschätzungen. Darüber hinaus weist auch diese Studie darauf hin, dass die Wirkung genetischer und Umweltfaktoren auf psychische Merkmale weitgehend gleich ist. Als Rahmenmodell der Persönlichkeitbeschreibungen diente in dieser Studie das sogenannte Fünf-Faktoren-Modell. Dabei handelt es sich um einen deskriptiven Ansatz zur Beschreibung der Persönlichkeitsstruktur, der als wissenschaftlich gut abgesichert angesehen werden kann und inzwischen breite Anerkennung gefunden hat.

Traditionelle Bezeichnungen dieser fünf Faktoren sind Extraversion, Neurotizismus (mit dem Gegenpol Emotionale Stabilität), Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit und Offenheit für Erfahrungen: Eine extravertierte Person ist im Allgemeinen gesellig, aktiv und gesprächig. Eine Person mit hoher Ausprägung auf dem Faktor Neurotizismus neigt dazu, nervös, unsicher, ängstlich und emotional eher labil zu sein. Verträgliche Personen lassen sich durch Begriffe wie altruistisch, mitfühlend, verständnisvoll und wohlwollend beschreiben. Gewissenhaftigkeit bezeichnet Personen, die ordentlich, zuverlässig, hart arbeitend und diszipliniert sind. Personen mit hoher Ausprägung des Faktors Offenheit für Erfahrungen schließlich bevorzugen Abwechslung, sind wissbegierig, kreativ und haben vielfältige kulturelle Interessen.



pictureVerantwortlich für den Inhalt dieser Seite: Prof. Dr. Alois Angleitner,
Prof. Dr. Frank Spinath und Dr. HeikeWolf