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Universität Bielefeld    

 
· Einleitung
Umwelteinflüsse
· Das Fünf- Faktoren- Modell der Persönlichkeits- beschreibung
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Verhaltensgenetische Studien haben in der Vergangenheit wiederholt gezeigt, dass das Gewicht der geteilten Umwelt gering ausfällt, die spezifische Umwelt hingegen einen erheblichen Einfluss auf psychische Merkmale hat. Eine Vielzahl von Studien aus dem Bereich der Persönlichkeitsforschung legt nahe, dass 40 Prozent der Verschiedenheit von Persönlichkeitsmerkmalen durch genetische Effekte erklärt werden können und 60 Prozent durch den Einfluss der spezifischen Umwelt. Schwieriger gestaltet sich die Identifikation einzelner spezifischer Umwelteinflüsse.

Aus dem Gesagten lässt sich ein Befund ableiten, der vielfach mit Überraschung aufgenommen wurde: Umwelteinflüsse tragen kaum zur Ähnlichkeit von Personen bei, die in derselben Familie aufwachsen. Die Reaktionen auf diese Ergebnisse sind äußerst unterschiedlich. So schließen einige Autoren, dass Kinder hauptsächlich durch den Freundeskreis und nicht durch Eltern sozialisiert werden, während andere Autoren auf mögliche Unzulänglichkeiten der Untersuchungsmethode hinweisen. Die meisten Ergebnisse zur Erblichkeit von Persönlichkeitsmerkmalen beruhen nämlich auf Fragebogendaten, insbesondere Selbstbeurteilungen.Werden interessierende Merkmale ausschließlich über Selbstbeurteilungen erfasst, so lässt sich die Güte dieser Einschätzungen schlechter beurteilen. Mögliche Wahrnehmungsverzerrungen oder sonstige Störeinflüsse können nur unzureichend kontrolliert werden.




picture Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite: Prof. Dr. Alois Angleitner,
Prof. Dr. Frank Spinath und Dr. Heike Wolf