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Die offenen Videoaufzeichnungen wurden in 15 experimentellen Situationen
durchgeführt. Dabei sollten sich die Zwillinge beispielsweise vor laufender
Videokamera vorstellen, einen möglichst hohen und stabilen Papierturm basteln
oder pantomimisch möglichst viele Nutzungsmöglichkeiten für einen Ziegelstein
darstellen. Sieben dieser 15 Situationen wurden mit der vermeintlichen zweiten
Versuchsperson durchgeführt. So wurde zum Beispiel die Aufgabe gestellt, eine
Nachbarin telefonisch davon zu überzeugen, ihre Musik nach 23 Uhr
leiser zu stellen. Eine andere Aufgabe umfasste ein zehnminütiges Gespräch über
Vorlieben und Hobbys, das in Abwesenheit des Versuchsleiters geführt
wurde.
Die Videoaufzeichnungen erlaubten es, die Persönlichkeit der Zwillinge
in einer späteren Projektphase durch Außenstehende beurteilen zu lassen.
Diese Beurteilungen erfolgten anhand von 35 Persönlichkeitsskalen,
die das Fünf-Faktoren-Modell repräsentieren.
Zusätzlich wurden die Attraktivität und Sympathieausstrahlung der Zwillinge
mit Hilfe weiterer Skalen beurteilt. Jeweils vier unabhängige Beurteiler,
die keinen Kontakt zu den Zwillingen hatten, schätzten deren Verhalten anhand der
Videoaufzeichnungen ein. Um jegliche Einflüsse aufgrund vergleichenden Beurteilens zu vermeiden,
wurden unterschiedliche Prüfer für die verschiedenen Situationsanalysen herangezogen.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite:
Prof. Dr. Alois Angleitner,
Prof. Dr. Frank Spinath und Dr. Heike Wolf
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