AMMMa AG

AMMMa AG: Experten bei der Entwicklung von Lernsoftware

„Ich hätte nie gedacht, dass wir innerhalb eines Jahres so viel Software herausbringen können“, sagt Volker Wittenbröker, Vorstandsvorsitzender der AMMMa AG in Bielefeld. 2009 stellte die Akademie für Medienpädagogik, Medienforschung und Multimedia, wie die AMMMa mit vollem Namen heißt, zwölf Produkte fertig – darunter ein Abitur-Übungsprogramm für Mathematik, eine Selbstlernsoftware für angehende Industriemechaniker sowie eine DVD-Rom für Erdkundelehrer, mit der sie ihren Unterricht vorbereiten können. „Das war ein extremes Jahr. Normalerweise bringen wir pro Jahr nicht mehr als acht Produkte heraus“, resümiert Wittenbröker.

Firma begann als Projekt der Fakultät für Pädagogik

Wittenbröker fing 1997 bei dem Vorläufer der heutigen Aktiengesellschaft an. Er war Pädagogik-Student an der Universität Bielefeld und hatte zuvor in Paderborn Informatik studiert. Die Firma war zu der Zeit ein Projekt der Fakultät für Pädagogik (heute Erziehungswissenschaft) der Universität Bielefeld, initiiert von den Wissenschaftlern Dieter Baacke, Norbert Meder, Klaus Treumann und Ingrid Volkmer. Sie erprobten die AMMMa als Profitcenter innerhalb der universitätsnahen IIT GmbH – dem Institut für Innovationstransfer an der Universität Bielefeld. Studierende und Doktoranden arbeiteten auf Honorarbasis mit. Schwerpunkte der AMMMa waren schon damals E-Learning und Informationsmanagement. Die Firma beriet Unternehmen bei der Einführung von E-Learning und erstellte Lernmodule, die via Computer in Unternehmen und anderen Organisationen eingesetzt wurden.

Angespornt durch ihren Erfolg investierten 13 Absolventen, Doktoranden und Studierende der Universität Bielefeld – unter ihnen auch Wittenbröker – im Jahr 2000 ihr Geld in die AMMMa, um sie zu einer Aktiengesellschaft umzuformen. „Damals herrschten sehr gute Rahmenbedingungen“, sagt Wittenbröker. „Die Entwicklung von E-Learning an den Universitäten wurde stark gefördert. Weil wir zunächst noch Teil des Instituts für Innovationstransfer waren, hatten wir ideale Rahmenbedingungen. Wir hatten gedacht, dass das in dem Stil weitergeht.“

Erstes Produkt der neuen AG war das Lernprogramm „Texte. Medien – Literatur des 20. Jahrhunderts“, das vom Schroedel-Verlag in Auftrag gegeben worden war. Die Inhalte wurden geliefert, die AMMMa kümmerte sich um die didaktische Aufbereitung und die Programmierung der Software. Doch Ende 2000 kämpfte das Unternehmen mit einer Krise. Die Aktiengesellschaft war mit 14 Angestellten gestartet – das trieb die Ausgaben in die Höhe. „Wir mussten die Personalkosten radikal senken“, so Wittenbröker. Das sei schwer gewesen. „Ich musste Freunden, mit denen ich jahrelang das Unternehmen aufgebaut hatte, sagen: Du kannst weiter mitarbeiten – aber nur noch als freiberuflicher Mitarbeiter.“

Unternehmen produziert heute auch die Inhalte für Lernsoftware

Heute hat die AMMMa ein halbes Dutzend Angestellte, unter ihnen die drei Vorstandsmitglieder Volker Wittenbröker, Olaf Schneider und Robert von Donop.  Seit 2005 erstellt die AMMMa AG neben der Lernsoftware auch Contents: Damit entwickelt die Firma nun außer Programmierung und Didaktik ebenfalls Lerninhalte. Diese werden von Angestellten oder freien Mitarbeitern der Firma ausgearbeitet. So war Olaf Schneider als studierter Diplom-Biologe für den jüngst erschienenen Abitur- und Klausurentrainer Biologie zuständig. Auf einen eigenen Vertrieb verzichtet das Unternehmen: Verkauft werden die Produkte weiterhin von Schulbuchverlagen wie Cornelsen, Schroedel, Schöningh und Westermann.

Zu den Kunden der Lernsoftware zählen heute nicht nur Schüler und Lehrer. Auch Hochschulen kaufen das Produkt. So können Bielefelder Studierende dank einer Campuslizenz auf die von der AMMMa produzierte Biologie-Selbstlernsoftware zugreifen.

 

 

 

Firmenname:


Die Dienstleistungen: Konzeption, Beratung und Realisierung von Lernsoftware-Lösungen

Branche: IT-Unternehmen
Start: Februar 2000

Gründer: Volker Wittenbröker,
Olaf Schneider, Robert von Donop