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Transfer und
Gründung
 
 

EWAS-Institut

Übersichtliche Statistiken mit Handlungsempfehlungen

Namhafte Unternehmen wie BMW, die Commerzbank oder die Norddeutsche Landesbank arbeiten mit dem EWAS-Institut in Hannover zusammen, um bei der Erhebung und Auswertung von Daten von dessen wissenschaftlicher Außensicht zu profitieren. „Wir werten Daten und Informationen mit besonderer Qualität aus. Die hohe Prägnanz bei der Darstellung der Ergebnisse lässt direkt erkennen, wo Handlungsbedarf ist“, sagt Ute Niermann. Die Diplom-Volkswirtin gründete das Institut für empirische Wirtschaftsforschung und angewandte Statistik, wie es mit vollem Namen heißt, 2002 in Bielefeld gemeinsam mit ihrem Mann Dr. Stefan Niermann und Professor Dr. Joachim Frohn von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Bielefeld. Für Unternehmen holt das Institut unter anderem Befragungen zu internen Weiterbildungskursen sowie zu Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit ein und analysiert diese. Auch für Städte und Verbände ist die Firma im Einsatz – wenn es um regionalökomische Projekte zu Standortzufriedenheit oder auch Gründungsförderung geht. Spezialisiert ist das Institut auf die übersichtliche Aufbereitung von großen Datensätzen.

Firmengeschichte begann mit Diplomarbeit der Gründerin

Mit Wirtschaftsentwicklung befasste sich Ute Niermann schon Mitte der 1990er Jahre in ihrer Diplomarbeit. Darin untersuchte sie, welche Rolle die Universität als Wirtschaftsfaktor in Bielefeld spielte. Ihre Studie floss in das Projekt Bielefeld 2000plus ein, in dem sich Forscher mit der Vernetzung von Stadt und Hochschule auseinandersetzen, und Ute Niermann wurde Projektmitarbeiterin. In Gesprächen mit Professor Frohn, der das Projekt Bielefeld 2000plus leitete, und Stefan Niermann, der zu der Zeit an seiner Habilitationsschrift arbeitete, entstand die Idee, das spätere EWAS-Institut zu gründen. Kontakte zu ersten Kunden kamen vor allem über das Projekt zustande. Für die Bielefelder Wirtschaftsförderung WEGE mbH erarbeitete das Institut ein Wirtschaftsentwicklungskonzept für den Standort Bielefeld, für die Industrie- und Handelskammer in Bielefeld untersuchte die Firma die Zufriedenheit von Unternehmen mit dem Wirtschaftsstandort Ostwestfalen-Lippe, zudem erstellte sie eine Studie zur Stadt Gütersloh als Standort der Medien- und IT-Branche.

„Für mich stand schon weit vor der Gründung fest, dass ich selbstständig arbeiten will, weil sich Familie und Beruf auf diese Weise gut verbinden lassen. Man kann die Zeit flexibler einteilen“, sagt Ute Niermann, die Mutter von zwei Kindern ist und die Firma heute von Zuhause aus führt. Ihr Mann und Mit-Gründer Stefan Niermann arbeitet hauptberuflich als Referatsleiter für das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur. Neben dem Ehepaar Niermann sind heute noch zwei weitere Mitarbeiter für das Unternehmen tätig.

Mentor als Unterstützer für die Gründung

Bald nach dem Start der Firma wandte sich Ute Niermann an den Mentoren-Experten-Service Ostwestfalen, der ihr einen Berater vermittelte, eine ehemalige Führungskraft, die jetzt im Ruhestand ist. Der Mentor gab Hinweise für die Unternehmensführung und die Kundenakquise. „Ohne ihn wäre ich zum Beispiel nicht auf die Idee gekommen, ein großes Unternehmen wie BMW anzuschreiben, um dort unsere Arbeit anzubieten“, sagt Ute Niermann. Der Mentor unterstützte sie auch bei der Vorbereitung von Verhandlungen mit Kunden. „Da habe ich gelernt, bei den Geschäftspartnern stärker auf die zwischenmenschliche Dinge zu achten“, erzählt die Gründerin. Oft werde vergessen, dass etwa ein Projekt-Leiter bei Verhandlungen andere Interessen hat als dessen Mitarbeiter, dem es eher darauf ankommt, gegenüber dem Chef gut dazustehen und der womöglich Hinweise von Außenstehenden als Kritik an seiner Arbeit empfindet. Gut zu wissen sei auch, dass Entscheidungsprozesse in Unternehmen mitunter lange dauern können. „Das ist wichtig bei der Planung von Anschlussprojekten“, sagt Ute Niermann. Gewöhnlich werde über externe Aufträge innerhalb von zwei bis drei Monaten entschieden. Sie habe es aber auch schon mal erlebt, dass eine Idee, die sie einem Unternehmen vorgestellt hatte, erst nach zwei Jahren zustande kam. „Da ist Geduld nötig“, sagt Ute Niermann.

Institut arbeitet mit Experten-Netzwerk zusammen

Mit einem Netzwerk unterschiedlicher Spezialisten kann das Institut auch Aufträge annehmen, die über sein eigentliches Angebot hinausgehen. „Für mich persönlich hat dieses Netzwerk natürlich auch den Vorteil, dass ich mit anderen Gründern und Selbstständigen über meine Erfahrungen reden kann“, sagt Ute Niermann, die heute sehr zufrieden auf die Entwicklung ihres Instituts blickt. Die Firma habe sich einen festen Stamm an Kunden erarbeitet. Inzwischen ist die Firma auch zunehmend außerhalb von Ostwestfalen und Hannover tätig. So steht demnächst eine Erhebung für eine Industrie- und Handelskammer in Baden-Württemberg an. Niermanns Devise für die Zukunft: „Wir machen so erfolgreich weiter wie bisher“.

 

Firmenname:
Institut für empirische Wirtschaftsforschung und angewandte Statistik


Die Dienstleistungen: Wirtschafts- und Datenanalysen sowie Durchführung und Auswertung von Befragungen

Branche: Wirtschaftsforschung
Start: März 2002

Gründer_innen: Ute Niermann, Dr. Stefan Niermann,
Professor Dr. Joachim Frohn