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Profilschwerpunkte

In fünf Profilfeldern wird im Rahmen hochkarätiger Verbundforschungsprojekte und zentraler wissenschaftlicher Einrichtungen, aber auch gezielter Drittmitteleinzelförderung Forschung und Nachwuchsförderung auf internationalem Spitzenniveau betrieben.

+ Theories and Methodologies in the Humanities and Social Sciences

Schon die Gründergeneration der Universität hatte die Vision einer engen Zusammenarbeit zwischen der Geschichtswissenschaft und der Soziologie. Ein Fokus auf theoretische und methodologische Fragen hat die Disziplinen seither einander nahe gebracht. Die Bielefelder Sozialgeschichte, Forschungen zur Historischen Semantik sowie die Systemtheorie sind dabei zu Markenzeichen geworden. Die Einrichtung der gemeinsamen Bielefeld Graduate School in History and Sociology (BGHS) war 2007 ein wichtiger Schritt zur nachhaltigen Intensivierung des interdisziplinären Zusammenwirkens. Mit der Exzellenzcluster-Initiative Communicating Comparisons: From the Onset of Modernity to World Society geben sich Geschichte und Soziologie ein gemeinsames Forschungsprogramm und erweitern die interdisziplinäre Zusammenarbeit um eine Kooperation mit der Rechtswissenschaft und der Philosophie.

+ Human Development, Conflict and Violence

An dem Profilschwerpunkt sind neben den Erziehungswissenschaften und der Psychologie noch Geschichtswissenschaft, Literaturwissenschaft, Rechtswissenschaft, Gesundheitswissenschaften, Philosophie und Theologie sowie das international renommierte interdisziplinäre Institut für Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) beteiligt. Er befasst sich mit den komplexen Vorgängen menschlicher Entwicklung und umfasst dabei die Entwicklung des Kindes, aber auch die sozialer Zusammenhänge und Institutionen, die menschliches Dasein in verschiedenen Gesellschaften und Kontexten prägen. Die komplexe Struktur des Schwerpunkts macht Ursachen und Folgen individueller Schädigung und Zerstörung in privaten wie öffentlichen Institutionen durch kollektive ethnisch-kulturelle, religiöse, politische und institutionelle Gewalt der interdisziplinären und international orientierten Forschung zugänglich.

+ Interactive Intelligent Systems

Hier geht es um ein besseres Verständnis der Mechanismen, die es Menschen, Tieren und künstlichen Systemen erlauben, sich autonom in komplexen Umwelten zu verhalten und miteinander zu kommunizieren. Im Zentrum der Forschung, die von der Informatik, Biologie, Psychologie, Sportwissenschaft, Linguistik und Physik getragen wird, stehen derzeit vier Schlüsselfelder: Bewegungsintelligenz, Aufmerksamkeit, situierte Kommunikation sowie Gedächtnis und Lernen. Primär geht es um Grundlagenforschung, die jedoch die Anwendung im Blick hat und zur Entwicklung von Prototypen führen soll. Es finden intensive Kooperationen mit nationalen und internationalen Industriepartnern (z.B. Miele, Bertelsmann, Honda), aber auch mit starken Partnern im Gesundheitsbereich statt. Im Zentrum dieses Forschungsschwerpunkts steht der 2007 bewilligte Exzellenzcluster Cognitive Interaction Technology (CITEC).

+ Molecular and Nano Sciences

In diesem breiten Feld hat sich die Universität mit einem fokussierten Profil an den Schnittstellen zwischen Physik, Chemie, Biologie und Bioinformatik national und international deutlich sichtbar positioniert. Die aktuellen Forschungsschwerpunkte reichen von Nanoschichten und Einzelmolekülprozessen bis hin zu bakteriellen, pflanzlichen und tierischen Zellen. Sie werden durch interdisziplinäre Kooperationen getragen und sind teilweise am Center for Biotechnology (CeBiTec) angesiedelt. Auch wenn es in diesem Profilfeld v.a. um grundlagenorientierte Spitzenforschung geht, führte diese immer auch zu hochkarätigen Industriekooperationen, z.B mit den Unternehmen E.ON, Miele, Schüco International und Siemens.

+ Theoretical Sciences

Enge Kooperationen zwischen Mathematik, theoretischer Physik und Wirtschaftswissenschaften (insbesondere das Institut für Mathematische Wirtschaftsforschung, IMW) haben in Bielefeld eine lange Tradition, die sich in einer Reihe von großen Kooperationsprojekten manifestiert. Darüber hinaus arbeiten – und das ist deutschlandweit wohl einmalig – „reine“ und „angewandte“ Mathematiker im Rahmen eines DFG-Sonderforschungsbereichs intensiv zusammen. Wichtige gegenwärtige Forschungsfelder der Theoretical Sciences sind spektrale Strukturen und topologische Methoden, Stochastik und Modellierung realer Systeme, ökonomisches Verhalten und Interaktionsmodelle sowie die Theorie von Quantenfeldern und stark interagierender Materie.

Die Strategie der interdisziplinären Vernetzung in und zwischen den Forschungsschwerpunkten hat zu dynamischen, integrativen Forschungsstrukturen geführt. Kein Bereich, auch nicht die in Bielefeld kleinen Fächer, ist per se von solchen zukunftsweisenden Entwicklungen abgekoppelt.



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