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Änderungen bleiben vorbehalten! Stand: 16.12.2011
Sechs Studierende organisieren die erste Uni-Zumba-Fitnessparty mit über 300 Teilnehmern
VON HANNA IRABI
Bielefeld. Lateinamerikanische Rhythmen schallen laut aus den Lautsprecherboxen. Scheinwerfer tauchen die Halle der Universität in rotes, blaues und grünes Licht. Auf einer kleinen Bühne direkt unter der Lichtanlage zeigt Zumba-Trainerin Regina (22) den rund 300 Besuchern, wie man fit wird und gleichzeitig ordentlich Party machen kann.

Denn darum geht es heute Abend. Luisa Uhlemeier, Milan Beversdorff, Vincent Heismann, Michael James Baxter, Dominic Essmeier und Jasmin Beermann vom Seminar "Eventmanagement 2" haben die erste Uni-Zumba-Fitnessparty Deutschlands ins Leben gerufen. "Wir haben uns gefragt, was ist angesagt? Und was wäre möglich?", erklärt Beermann. Da Gruppenmitglied Baxter selber ein "Instructor", also ein ausgebildeter Zumbatrainer ist, lag die Idee für die sechs Studierenden auf der Hand.
Sechs Wochen lang traf das Team sich zweimal wöchentlich anlässlich des Seminars unter der Leitung von Dr. Stefan Pfaff, kümmerte sich um die Organisation von Lichtanlage und Werbeplakaten und nahm Kontakt zu den Instruktoren auf. Außerdem suchten die Studierenden Sponsoren, um zusätzlich eine Verlosung anzubieten. Um dem Trendsport einen weiteren Schuss Party zu verpassen, gibt es anstelle von einem gleich vier Instruktoren, die sich wie Discjockeys auf einer Party abwechseln und die Stimmung durch ihren individuellen Stil - etwa Kreuzungen von Zumba mit Fitness- oder Hip-Hop-Elementen - zusätzlich anheizen. Auch die Lichteffekte tragen zur Partystimmung bei. Außerdem dauert die erste Uni-Zumba-Party Bielefelds mit zwei Stunden doppelt so lange wie der reguläre Zumbakurs.
"Als Ziel haben wir uns 300 Teilnehmer gesetzt", erklärt Jasmin Beermann. 300 hin oder her - fest steht, dass die Party in vollem Gange ist. Mittlerweile hat Mitorganisator Michael Instruktorin Regina auf der Bühne abgelöst. Per Mikrofon heizt er den Tanzwütigen ein: "Jetzt geht’s los". Die ersten Reihen antworten mit lautem Jubel. Synchron ahmen sie die Bewegungen nach, die Michael ihnen vormacht: Eine Körperwelle, dann ein rhythmisches Stampfen, gefolgt von einem kreisenden Hüftschwung.
Wirtschaftsrechtstudent Andreas Kües hat ganz vorne mitgetanzt und ist begeistert: "Zumba ist einfach super zum Entspannen nach langen Unitagen, auch wenn es anstrengend ist", erklärt der 28-jährige. Seine Kommilitonin Mine (22) ergänzt: "Die Party ist eine tolle Idee, weil alle im Moment im Lernstress sind. Ich blühe hier richtig auf, ich will gar nicht nach Hause". Ähnlich geht es vielen: Zumba ist Fitness, fühlt sich aber nicht so an.
Auch Jasmin Beermann und ihr Team sind zufrieden mit der Resonanz, wollen die Party im nächsten Jahr wiederholen. Mittlerweile wurde auch die Besucher gezählt: 323 Studis schwitzen zu den lateinamerikanischen Rhythmen. Im nächsten Jahr soll die 400 geknackt werden - vielleicht gibt es dann auch alkoholfreie Caipirinhas.
Quelle: Neue Westfälische