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Geschichte des PunktUm-Projekts

1998 wurde das PunktUm-Projekt - Beratung und Training für internationale Studierende an der Universität Bielefeld gegründet.

Hintergrund waren die bildungspolitische Debatte um die Steigerung der Attraktivität des Studienstandortes Deutschland für internationale Studierende und die in diesem Zusammenhang diskutierte Kritik am Betreuungssystem deutscher Hochschulen: Bereitete dies schon deutschen Studierenden Probleme, potenzierten sich die Schwierigkeiten bei ausländischen Studierenden noch durch die Rahmenbedingungen des Auslandsstudiums, die Andersartigkeit der Bildungssysteme und die Fremdsprachigkeit des Studiums.

Seit den Anfängen geht es dem PunktUm-Projekt deshalb darum, internationalen Studierenden eine feste Anlauf- und (Sprach-)Beratungsstelle zu bieten. Fächerübergreifend und fachspezifisch, in Gruppen oder individuellen Beratungen werden die in Deutschland üblichen Standards des wissenschaftlichen Arbeiten und Schreibens im „geschützten Raum“ vermittelt und eingeübt.

Anfänglich orientierte sich das PunktUm-Projekt dabei an dem erfolgreichen Modell des Bielefelder Schreiblabors (Schreiblabor). Teile des Konzepts wurden für die Belange nichtmuttersprachlicher Studierender adaptiert. Im Lauf der Jahre wurden darüber hinaus eine Vielzahl weiterer Formate entwickelt und den sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst, die sich aus der zunehmenden Internationalisierung von Studium und Lehre (Bologna-Prozess, englischsprachige Lehre etc.) ergaben.

So steht internationalen Studierenden, Graduierten, Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern der Universität Bielefeld heute ein breit gefächertes Angebot zur Verfügung:

  • Zielgruppenspezifische Deutschkurse für Promovierende, Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in englischsprachigen ‚Graduate Schools’
  • Spezielle Angebote für Austauschstudierende im Rahmen internationaler Hochschulkooperationen
  • Workshops und Kurse zum akademischen Schreiben und wissenschaftlichen Arbeiten in der Fremdsprache Deutsch - differenziert nach fachlichen und sprachlichen Voraussetzungen bzw. Anforderungen für internationale Studierende in Bachelor-, Master-, Magister-, Diplom- und Promotionsstudiengängen
  • Fortbildungen für Multiplikatoren zu Teilbereichen der Projektarbeit
Dozenten werden bei folgenden Anliegen unterstützt: in Bezug auf die sprachliche Betreuung internationaler Studierender und hinsichtlich der Planung internationaler Kooperationen mit Studierenden- und Dozentenaustausch. PunktUm klärt z.B. sprachlich notwendige Voraussetzungen zur Teilnahme an deutschsprachigen Fachveranstaltungen und unterstützt die Fächer bei der Planung und Durchführung passgenauer Deutschlernangebote.

Finanziert wurde und wird das PunktUm-Projekt von verschiedenen Drittmittelgebern (z.B. Land NRW, DAAD) bzw. durch universitätsinterne Umlagen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von PunktUm stehen universitätsintern und -extern mit einschlägigen Beratungseinrichtungen und Sprachenzentren in Kontakt (z.B. FaDaF - Fachverband Deutsch als Fremdsprache, KUSS - Kooperation zur universitären Sprech- und Schreibförderung für internationale Studierende, der European Association for the teaching of Academic Writing), um Erfahrungen und Angebote auszutauschen und weiterzuentwickeln.
 
Die Darstellung des PunktUm-Konzepts auf einschlägigen Fachveranstaltungen sowie die  Auszeichnungen des Projekts als Good-Practice-Modell bei GATE Germany als auch auf der Kommunikationsplattform der Akademischen Auslandsämter / International Offices haben dazu beigetragen, dass das innovative Bielefelder Modell eines studienintegrierten Sprachbegleitprogramms für internationale Studierende deutschlandweit anerkannt ist und vielerorts als Vorbild zum Aufbau ähnlicher Betreuungsstrukturen dient.