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Projekt Mehrsprachigkeit



Projektlaufzeit: 01.04.2010 bis 30.09.2012

Die Universität Bielefeld vermittelt zur Erhöhung der Studienerfolgsquote aller Studierender dazu erforderliche Schlüsselkompetenzen, so auch für die Studierendengruppe derjenigen mit Migrationsgeschichte.

Durch die studienbegleitende Förderung in der Zweitsprache Deutsch bei gleichzeitiger Förderung der Erstsprache auf akademischem Niveau leistet das Angebot einen Beitrag zur fachlichen Integration und individuellen Profilbildung der Studierenden. Darüber hinaus stärkt das Projekt das besondere Potenzial der Studierenden mit Migrationshintergrund, die ihre Sprachkenntnisse und Kommunikationsfähigkeiten in beiden (bzw. auch weiteren modernen) Sprachen in Studium und Beruf einsetzen können.

Hintergrund des Projekts

An der Universität Bielefeld sind derzeit über 400 ausländische Studierende eingeschrieben, die über eine inländische Hochschulzugangsberechtigung verfügen, die deutsche Sprache jedoch erst in fortgeschrittenem Alter als Zweitsprache gelernt haben. Letzteres trifft darüber hinaus auf eine statistisch nicht feststellbare Gruppe von Studierenden zu, die zwar die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, Deutsch aber ebenfalls als Zweitsprache gelernt hat, weil ein oder beide Elternteil/e ausländischer Herkunft ist / sind.

In der schulischen Ausbildung haben die jetzigen Studierenden wenig explizites Regelwissen über die deutsche Sprache erworben. Sie sind wie viele Muttersprachler ungeübt in der Verwendung entsprechender Terminologie, in der Nutzung einschlägiger Nachschlagewerke und somit in der gezielten Überarbeitung akademischer Textprodukte. Bei Vermittlung entsprechender Kenntnisse und Fähigkeiten verbessert sich unseren bisherigen Erfahrungen nach die Textproduktionskompetenz jedoch deutlich und Studienleistungen werden erfolgreich erbracht.

In Bezug auf die sprachlichen Kompetenzen in der Muttersprache ist festzustellen, dass diese auf einem sehr hohen Niveau vorhanden sind. Balancierte Zweisprachigkeit, die das Wechseln von einer in die andere Sprache in allen sprachlichen Bereichen ermöglicht, ohne an Ausdrucksgrenzen zu stoßen, liegt in zahlreichen Fällen vor allem für wissenschaftliche Domänen nicht vor. Aus diesem Grund fördert das Projekt auch die Weiterentwicklung der Erstsprachen der Studierenden (insbesondere des Türkischen) auf akademischem Niveau. Vorgespräche mit betroffenen Studierenden ergaben, dass dies für die eigene weitere wissenschaftliche wie berufliche Profilbildung sehr gewünscht wird.

Beschreibung des Projekts

Umgesetzt werden die o.g. Ziele durch

1. Entwicklung und Evaluation eines Konzeptes zur studienbegleitenden Förderung wissenschaftssprachlicher Kompetenzen in der Zweitsprache Deutsch (DaZ) bei gleichzeitiger

2. Entwicklung und Evaluation eines Konzeptes zur Förderung der Erstsprache (hier insbesondere Türkisch) auf dem Niveau der cognitive / academic language proficiency.

3. Ergänzend werden für Studium und Beruf relevante Schlüsselkompetenzen vermittelt.

4. Der Erwerb weiterer Fremdsprachen mit Zertifikatsabschluss wird ebenfalls gefördert.

5. Verschiedenen Informations- und Kooperationsmaßnahmen ergänzen die inhaltliche Arbeit.

Kooperationspartner: International Office, Servicebereich SL_K5, Fachsprachenzentrum

Ansprechpartner

Bei Interesse und Fragen können Sie sich gern ab sofort an

Elke Langelahn (Deutsch als Zweitsprache)

Emre Arslan (Türkisch)

Heike Brandl (Projektleitung)
wenden.