|
Redaktion MONOKEL
Im Herbst 1993 hatte ein junger Bielefelder Verleger die Idee, eine Zeitung für ältere Menschen herauszugeben.
Seine Mitarbeiter waren alle unter 30 und hatten sich nie mit Senioren und deren Interessen beschäftigt. So lag es nahe, bei STUDIEREN AB 50 anzufragen. Schon bald fand sich eine Gruppe hoch motivierter Studentinnen und Studenten zusammen, von denen allerdings keiner über journalistische Erfahrungen verfügte. Mit Elan und Begeisterung ging man die neue Aufgabe an, eine Zeitung für Menschen ’ab 50’ zu machen. Auch zwei junge Studenten wurden in die Redaktion aufgenommen - ein erfolgreicher Versuch, in eine AG von STUDIEREN AB 50 auch Erstsemester zu integrieren. Beide sind übrigens auch heute noch im Team.
Schon im November 1993 erschien die erste Ausgabe des neuen Magazins unter dem Namen AKTIV (Aufl.:10.000 Expl., Umfang 24 Seiten). Der Verlag sorgte für die technischen Belange und unsere AG übernahm die Verantwortung für den redaktionellen Teil. Finanzieren musste sich das für den Leser kostenlose Blatt durch Anzeigen.
Prof. Dr. Dieter Baacke, Medienpädagoge an der Universität Bielefeld, hat den Plan, eine Seniorenzeitung zu machen, von Beginn an unterstützt. Das Team besuchte seine Vorlesungen über Medienthematik, und im Wintersemester 1993/1994 wurde die Redaktion offiziell als Arbeitsgemeinschaft in das Veranstaltungsverzeichnis von STUDIEREN AB 50 aufgenommen.
Seit dem Sommer 1995 ist aus AKTIV im Zuge eines erforderlichen Verlagswechsels das Magazin „Monokel“ geworden. Das war ein Neubeginn: Name, Titel, Logo, Konzept, Ressorts und manches mehr mussten erdacht, geplant, entworfen und entwickelt werden. „Monokel“ Nr. 1 erschien im August 1995 (Auflage 14.000 Exemplare), und seitdem erscheint unser Magazin regelmäßig alle zwei Monate. Der Untertitel ’Magazin für ein aktives Leben’ macht das Konzept deutlich: für ältere Menschen eine Zeitschrift anzubieten, die mit anspruchsvollen, interessanten Beiträgen gleichermaßen motiviert, informiert und unterhält, wie es bei einem Magazin der Fall sein sollte. Nach wie vor erarbeiten z.Zt. sieben Redaktionsmitglieder die Beiträge für ’ihr’ Ressort (Feuilleton, Nachdenkliches, Wissenswertes, Ausflugsziele, Aus der Universität, Psychologie, Unterhaltung usw.). Daneben haben sich externe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefunden, die regelmäßig fachbezogene Texte sowie sonstiges Lesenswerte beisteuern. Alle arbeiten ohne Honorar - ’just for fun’.
Weitere Verlagswechsel folgten. Die Redaktion hat sogar mit einer neu gegründeten GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) 1998 eine Zeitlang die Herausgabe selbst in die Hand genommen - aber eine Pause hat es nie gegeben. Seit 1999 wird Monokel in einer Auflage von 18.000 Stück gedruckt.
In den wöchentlichen Redaktionssitzungen werden Textbeiträge und Seitenbelegung diskutiert, Themen für die verschiedenen Ressorts abgesprochen, Bild- und Fotomaterial ausgesucht, aber es werden auch Redakteure anderer Zeitungen eingeladen.
Zur 50. Monokel-Ausgabe drehte das WDR-Fernsehen einen informativen Film über unsere Redaktionsarbeit. Die Glückwunsche des damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau haben uns besonders gefreut, und „Welt am Sonntag“ brachte ein Interview zu diesem Jubiläum. Im November 2009 war die Monokel-Redaktion in der Fernsehsendung „10 um 10“ beim WDR zu Gast.
Der Redaktion macht die Arbeit an Monokel nach wie vor viel Freude. Ihr Ziel ist es, durch informative und unterhaltsame Beiträge älteren Menschen Wege aufzuzeigen, wie sie ihre Zeit für vielerlei Anregendes und Sinnvolles nutzen können.
| Die Internetseite von Monokel mit der aktuellen Ausgabe (und älteren Ausgaben im Archiv) finden Sie unter www.monokel.eu |
 |
|