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| Jahrgang 29 Nr. 8 | Bielefeld, 17. Februar 2000 |
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Ordnung zur Feststellung der erfolgreichen Teilnahme am Studium der Russischen Rechtssprache an der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Bielefeld vom 17. Februar 2000
Aufgrund des § 2 Abs. 4 und des § 91 Abs. 1 des Gesetzes über die Universitäten des Landes Nordrhein-Westfalen (Universitätsgesetz - UG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 03. August 1993 (GV. NW. S. 532), zuletzt geändert durch Gesetz vom 14. Dezember 1999 (GV. NRW. S. 670), hat die Universität Bielefeld die folgende Satzung erlassen:
Inhaltsübersicht:
§ 1 Bezeichnung und Zweck der Prüfung
§ 2 Anzahl der Semesterwochenstunden
§ 3 Prüfungsausschuss
§ 4 Zulassung zur Prüfung
§ 5 Termine und Meldung zur Prüfung
§ 6 Rücktritt
§ 7 Gegenstand der Prüfung
§ 8 Bewertung der Prüfungsleistungen
§ 9 Bestehen der Prüfung
§ 10 Wiederholung der Prüfung
§ 11 Zeugnis
§ 12 Inkrafttreten und Veröffentlichung
(1) Von der Fakultät für Rechtswissenschaft ist in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft ein viersemestriges Studium der Russischen Rechtssprache eingerichtet worden. Als Abschluss dieses Studiums kann an der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Bielefeld eine Prüfung in der Russischen Rechtssprache abgelegt werden.
(2) In dieser Prüfung sollen die Kandidatinnen und Kandidaten ihre Kenntnisse der Russischen Rechtssprache und ihre Fähigkeit nachweisen, schriftliche und mündliche Fachtexte zu verstehen und sich über Themen aus diesem Bereich in der Fremdsprache schriftlich und mündlich auszudrücken. Weiterhin sollen sie Grundkenntnisse des russischen Rechts nachweisen.
Der Lehrgang erstreckt sich über vier Semester zu je vier Semesterwochenstunden.
(1) Zur Durchführung der Prüfung wird ein Prüfungsausschuss gebildet. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses müssen gemäß § 92 Absatz 1 UG prüfungsbefugt sein.
(2) Vorsitzende oder Vorsitzender
des Prüfungsausschusses ist die Dekanin oder der Dekan der Fakultät
für Rechtswissenschaft. Sie bzw. er kann sich durch eine andere Universitätsprofessorin
oder einen anderen Universitätsprofessor, eine wissenschaftliche Mitarbeiterin
oder einen wissenschaftlichen Mitarbeiter, eine Lehrbeauftragte oder einen
Lehrbeauftragten der Fakultät für Rechtswissenschaft vertreten
lassen. Dem Prüfungsausschuss gehören ferner an:
(1) Soweit sie den Anforderungen des folgenden Absatzes genügen, werden zur Prüfung zugelassen:
(3) Über die Zulassung zur Prüfung entscheidet der Prüfungsausschuss, in Zweifelsfällen nach Anhörung der Lehrgangsleiterin oder des Lehrgangsleiters.
(4) Die Zulassung wird den Kandidatinnen oder den Kandidaten schriftlich bekannt gegeben. Soweit sie nicht zugelassen werden, erhalten sie einen schriftlichen Bescheid mit Begründung und Rechtsbehelfsbelehrung.
(1) Die Prüfung findet am Ende eines jeden Sommersemesters statt. Die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses legt zu Beginn des Semesters den Termin der Prüfung fest.
(2) Die Meldungen zur Prüfung sind bis spätestens vierzehn Tage vor dem Prüfungstermin mit den erforderlichen Unterlagen bei der Dekanin bzw. dem Dekan der Fakultät für Rechtswissenschaft schriftlich einzureichen.
(3) Der Meldung zur Prüfung sind beizufügen:
b) gegebenenfalls Nachweise über
die nach § 90 Abs. 5 UG erbrachten Leistungen.
Ein Rücktritt von der Prüfung ist nur vor Beginn der schriftlichen Prüfung zulässig.
Er ist der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses schriftlich anzuzeigen.
(1) Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Die schriftliche Prüfung wird zuerst abgelegt. Aufgrund der Prüfung muss die Kandidatin oder der Kandidat den Nachweis erbringen, dass sie oder er schriftliche und mündliche Fachtexte des russischen Sprachraumes versteht und sich über Themen aus diesem Bereich in der Fremdsprache adäquat auszudrücken vermag und dass sie oder er über Grundkenntnisse des russischen Rechts verfügt.
(2) Die schriftliche Prüfung umfasst folgende Einzelleistungen:
(3) Die mündliche Prüfung
wird als Gruppenprüfung abgenommen. Die Prüfungszeit beträgt
dreißig Minuten. Die Prüfung ist vor dem Prüfungsausschuss
(§ 3 Abs. 2) abzulegen, dessen Mitglieder gemeinschaftlich über
die Bewertung der Prüfungsleistungen entscheiden.
(1) Die Einzelleistungen werden mit folgenden Noten bewertet
16 - 18 Punkte = sehr gut
13 - 15 Punkte = gut
10 - 12 Punkte = vollbefriedigend
7 - 9 Punkte = befriedigend
4 - 6 Punkte = ausreichend
0 - 3 Punkte = nicht ausreichend
(2) Aus den Noten der zwei schriftlichen Prüfungsleistungen und der mündlichen Prüfung (§ 7 Abs. 2 Buchstaben a und b und Abs. 3) wird aufgrund des gewichteten Mittels im Verhältnis 2:1:2 eine Gesamtnote gebildet. Sie lautet bei einem Durchschnitt:
14.0 - 18,0 Punkte = sehr gut
11,5 - 13,9 Punkte = gut
9,0 - 11,49 Punkte = vollbefriedigend
6,5 - 8,9 Punkte = befriedigend
4,0 - 6,49 Punkte = ausreichend
unter 4,0 Punkte = nicht ausreichend
(1) Die Prüfung ist bestanden, wenn die Gesamtnote mindestens "ausreichend" lautet. Der Prüfungsausschuss stellt die Gesamtnote fest.
(2) Die Prüfung gilt als nicht bestanden, wenn
(1) Wer die Prüfung nicht besteht, kann sie frühestens nach einem Semester wiederholen. In diesen Fällen hat die Kandidatin oder der Kandidat nachzuweisen, dass sie bzw. er zwischenzeitlich an den Kursen des laufenden Semesters (4 Semesterwochenstunden) erneut teilgenommen hat.
(2) Bei der Wiederholung hat die Kandidatin oder der Kandidat alle Einzelprüfungen abzulegen.
(1) Aufgrund der bestandenen Prüfung wird ein Zeugnis erteilt.
(2) Das Zeugnis wird von der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses und dem für die Prüfungssprache beauftragten Mitglied der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaften unterzeichnet.
Die Prüfungsordnung tritt am
Tage nach ihrer Veröffentlichung im Mitteilungsblatt der Universität
Bielefeld - Amtliche Bekanntmachungen - in Kraft.
Genehmigt und ausgefertigt aufgrund der Beschlüsse der Fakultätskonferenz der Fakultät für Rechtswissenschaft vom 27.10.1999 und des Senats der Universität Bielefeld vom 02. Februar 2000.
Bielefeld, den 17. Februar 2000
Gemäß § 1 der Bekanntmachungsordnung der Universität Bielefeld mache ich die vorstehende Ordnung bekannt.
Bielefeld, den 17. Februar 2000