Gesprächsergebnis und Nachbereitung


Einigen Sie sich gemeinsam auf die Punkte, die Sie als Gesprächsergebnis für das kommende Jahr (oder auch für kürzere Zeiträume) abschließen wollen. Die im Rahmen des Mitarbeitergesprächs erarbeiteten Vereinbarungen können schriftlich in dem dafür vorgesehenen Formblatt festgehalten werden. Sie können sich ggf. auch absprechen, die Vereinbarung erst nach einer Bedenkzeit zu unterschreiben.

Auf den letzten Seiten des Leitfadens finden Sie ein Muster für ein Gesprächsprotokoll.

Sinn der schriftlichen Vereinbarung ist es, für beide Beteiligten einen verbindlichen Handlungsrahmen für das kommende Jahr oder den jeweils festgelegten, maßgeblichen Zeitraum zu formulieren. Dieser Handlungsrahmen gibt Ihnen Sicherheit und Orientierung im alltäglichen Handeln. Das Unterschreiben der Vereinbarungen soll dokumentieren, daß die Vereinbarungen gemeinsam getroffen worden sind und von beiden Beteiligten getragen werden.

Jeder Gesprächspartner erhält je eine Ausfertigung der Vereinbarungen. Sie sind von den Gesprächspartnern grundsätzlich vertraulich zu behandeln.

Die Vereinbarungen werden nicht zur Personalakte gegeben, sondern bleiben bei den Beteiligten unter Verschluß.

Schützen Sie die Vereinbarungen, die zwischen Ihnen und Ihrem Gesprächspartner verbleiben sollen, unbedingt vor Dritten. Verletzen Sie den Grundsatz der Vertraulichkeit, so verlieren Sie in Ihrer Funktion als Führungskraft die Möglichkeit, eines der wichtigsten Führungsinstrumente einzusetzen.

Einvernehmlich können jedoch einzelne Informationen an Dritte weitergegeben werden, wenn sie beiderseits getragene Wünsche nach konkreten Veränderungen des Arbeitsumfeldes oder der Personalentwicklung (z.B. Fortbildungsbedarf oder -wünsche) enthalten. Dies ist entsprechend im Gesprächsergebnis zu vermerken.

Ergeben sich zwischen Vorgesetzten und Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern in den Mitarbeitergesprächen Probleme bzw. Konflikte, über die kein Einvernehmen hergestellt werden kann bzw. unterschiedliche Bewertungen nicht ausgeräumt werden können, so haben beide die Möglichkeit sich an die bzw. den nächst höhere/n Vorgesetzte/n zu wenden.

// Nachbereitung


Ebenso wichtig wie die Vorbereitung ist die Nachbereitung des Gesprächs. Beide Gesprächspartner sollten den Gesprächsverlauf reflektieren und persönlich überdenken, was sie zukünftig positiv ändern können.

Wichtig ist, im folgenden Zeitraum immer wieder auf die im Mitarbeitergespräch getroffenen Vereinbarungen zurückzukommen, die verabredeten Aufgaben und Maßnahmen einzuleiten und den Stand der Umsetzung sachlich und zeitlich angemessen zu prüfen und zu besprechen. Nur dadurch wird das Mitarbeitergespräch dazu beitragen, dass Ihre Arbeit noch erfolgreicher und die Zusammenarbeit im Alltag erleichtert wird.

Bei der Umsetzung geplanter Weiterentwicklungsmöglichkeiten, die gemeinsam im Mitarbeitergespräch vereinbart wurden, bietet die Abteilung Personalentwicklung Ihnen gern fachliche Unterstützung an. Sie können die Ansprechpartner über den bestehenden Qualifizierungs- und Entwicklungsbedarf informieren und sich bezüglich geeigneter Maßnahmen und Anbieter beraten lassen.

Im Anhang dieses Leitfadens befindet sich ein Vordruck, mit dem Sie Ihren konkreten Qualifizierungs- und Fortbildungsbedarf der Abteilung Personalentwicklung schriftlich mitteilen können.

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Dezernat III, Stand: 14. Juni 2006