Mitarbeiterinnen- und Mitarbeitergespräche- Wieso, weshalb, warum?


Das regelmäßige Mitarbeiterinnen- und Mitarbeitergespräch als Führungs- und Personalentwicklungsinstrument wurde in den letzten Jahren sukzessive in der Verwaltung der Universität Bielefeld eingeführt.

Die Mitarbeiterinnen- und Mitarbeitergespräche sind grundsätzlich mit allen Beschäftigten der Universitätsverwaltung zu führen. Die Führungskräfte sind verpflichtet, dieses Gespräch mindestens einmal jährlich ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern anzubieten. Gesprächspartner sind die unmittelbaren Vorgesetzten und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Durchführung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitergespräche* basiert auf folgenden Grundsätzen:

Das Mitarbeitergespräch soll als strukturierter, offener und vertraulicher Dialog geführt werden. Dadurch haben Vorgesetzte und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit, sich gemeinsam über Ziele und Arbeitsbedingungen zu verständigen, Arbeitsziele zu vereinbaren und einvernehmlich die künftige Zusammenarbeit zu gestalten.

Das Mitarbeitergespräch soll Klarheit und Sicherheit in der Arbeitssituation schaffen, die Motivation verbessern, die Arbeitszufriedenheit erhöhen und somit zu einem besseren Arbeitsergebnis beitragen.

Es unterscheidet sich grundlegend von alltäglichen Gesprächen oder Dienstbesprechungen. Mitarbeitergespräche sind nicht mit anlassbezogenen Konflikt- oder Beurteilungsgesprächen zu verwechseln.

Im Mitarbeitergespräch geht es nicht darum, Arbeitsaufgaben anzuweisen oder Lösungsmöglichkeiten für Probleme durchzusetzen. Vielmehr sollen die Gesprächsergebnisse gemeinsam erarbeitet werden.

Das Mitarbeitergespräch dient der Reflexion und Verbesserung der Zusammenarbeit, dem Austausch über Arbeitssituation und Rahmenbedingungen. Durch eine umfassende Analyse der Arbeitssituation können Reibungsverluste frühzeitig erkannt und abgebaut werden. Das Gespräch unterscheidet sich durch seine Ziele, die notwendige Vorbereitung und durch die strukturierte Form der Durchführung von den Gesprächen, die Mitarbeiterinnen/ Mitarbeiter und Vorgesetzte spontan und zwischendurch miteinander führen.

Das Mitarbeitergespräch ist ein Reflexions- und Orientierungsgespräch im Hinblick auf die gemeinsame Arbeit und die Vereinbarung von Zielen. Es findet regelmäßig zu einem festgelegten Zeitpunkt in einer offenen, vertraulichen Atmosphäre statt. Die Mitarbeiterin/der Mitarbeiter steht hierbei im Mittelpunkt.

Das Mitarbeitergespräch ist kein Beurteilungsgespräch. Es ist völlig unabhängig von den im Rahmen der beamtenrechtlichen Beurteilungen durchzuführenden Gespräche.

Der vorliegende Leitfaden soll den Führungskräften, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Universität eine Hilfestellung bei der Vorbereitung und Durchführung dieser Gespräche geben.

// Das Wichtigste in Kürze


  • Die Basis für das Mitarbeitergespräch ist eine offene Gesprächskultur, die von Vertrauenund Fairness geprägt ist.
  • Das Mitarbeitergespräch als vertraulicher Dialog dient dazu, die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern zu verbessern.
  • Das Mitarbeitergespräch ist kein Beurteilungsgespräch, sondern dient der Verbesserungdes Arbeitsklimas, der Kommunikation und Zusammenarbeit.
  • Die Inhalte des Mitarbeitergesprächs sind ohne Ausnahme vertraulich zu behandeln, es sei denn, beide Gesprächspartner vereinbaren gemeinsam die Weitergabe von Informationen.
  • Das gemeinsam angefertigte Gesprächsprotokoll verbleibt bei den beiden Gesprächspartnern und wird nicht an Dritte weitergegeben.


* Das Mitarbeiterinnen- und Mitarbeitergespräch wird im nachfolgenden Text – aus Gründen der Übersichtlichkeit und Lesbarkeit – vereinfacht Mitarbeitergepräch genannt.
 
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Dezernat III, Stand: 14. Juni 2006