Zentrum für interdisziplinäre Forschung
 
 

Was sind Begriffe?

Termin: 9. - 11. Juli 2009

Leitung: Hans-Johann Glock (Zürich), Dietmar von der Pfordten (Göttingen)

Begriffe werden als wichtige Werkzeuge unserer Welterkenntnis angesehen. Zugleich sind sie für einige Disziplinen ein zentraler Untersuchungsgegenstand. Begriffe spielen also in den Wissenschaften eine bedeutsame Rolle sowohl als Instrument als auch als Thema. Die Philosophie hat eine zentrale Aufgabe in der Analyse abstrakter Begriffe - paradigmatisch genannt sei die Analyse der Begriffe Wissen, Wahrheit, Sprache und Bedeutung, Gerechtigkeit oder Freiheit. Die Philosophie erfüllt mit ihren Begriffsanalysen eine nicht zu unterschätzende, unterschiedlich bedeutsame Servicefunktion für die Einzelwissenschaften und tritt damit zu diesen gleichzeitig in einen interdisziplinären Austausch. Beispiele wären etwa die Analysen von Begriffen wie Gerechtigkeit, Norm, Wohlergehen, Qualität des Lebens, Eigentum und Kompetenz durch die politische Philosophie, Rechtsphilosophie und Wirtschaftsphilosophie, die für die Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft und Ökonomie wichtig sind.

Auch die Geschichtswissenschaft hat ein großes Interesse an der Reflexion zentraler Begriffe in historischer Perspektive. Und eine Theorie der Begriffe steht ebenfalls im Zentrum der wichtigsten Probleme, mit denen sich die Philosophie des Geistes, die Sprachphilosophie und nicht zuletzt die Kognitionswissenschaften konfrontiert sehen. Die Tagung soll dem Ziel dienen, in Auseinandersetzung mit der aktuellen Diskussion in der Philosophie sowie ausgewählten Einzelwissenschaften verschiedene Verständnisse von Begriffen möglichst präzise und innovativ zu formulieren und einander gegenüberzustellen. Sie soll dabei zugleich die Frage nach der Rolle und Relevanz von Begriffen in verschiedenen Disziplinen, Forschungsprogrammen und Theorieansätzen zu beleuchten.



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