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Kommunikation bei geringer Hörminderung im Anfangsstadium. Eine Studie in Dänemark, Deutschland, Finnland und den USA

Termin: 29. Juli - 1. August 2009

Leitung: Maria Egbert (Sønderborg), Elizabeth Keating (Austin)

Ca. 20% der Erwachsenen im Arbeitsmarkt sind laut Schätzungen von Hörverlust betroffen. Es gibt keine Heilung, jedoch verbessert der richtige Gebrauch eines gut eingestellten Hörgerätes das Hören signifikant. Trotz des Vorhandenseins dieses technologischen Hilfsmittels verwenden weniger als 20% der Erwachsenen mit Hörminderung ein Hörgerät, wahrscheinlich aufgrund gesellschaftlicher, interaktioneller, audiologischer und individueller Faktoren wie Stigma, Mangel an Informationen und Problemen bei der Einstellung von Hörgeräten.

In der geplanten Studie werden Videoaufnahmen von authentischer Interaktion in Kontexten analysiert, insbesondere audiologische Settings (Diagnose, ohrenärztliche Untersuchung, Einstellung des Hörgerätes), Mentor-Interaktionen mit routinierten und neuen Verwendern von Hörgeräten, sowie Interaktionen am Arbeitsplatz, zu Hause und in anderen Alltagssituationen. Forschungsgegenstand ist die kommunikative und interaktionelle Darstellung von geringem Hörverlust und der Verwendung eines Hörgerätes. Die Ergebnisse aus dem empirischen Teil der Studie dienen als Grundlage für Innovation in der Hörgerätetechnologie, für die Einstellung von Hörgeräten, für die Ausbildung von Hörgeräteakustikern sowie für Informationsmaterial für Menschen mit Hörschädigung, Menschen in deren Umfeld und der Öffentlichkeit im Allgemeinen.







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