ZiF-Arbeitsgemeinschaft
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Die Überwindung von Raum und Zeit - Fremde Meere und Neue Welten in Antike und Früher Neuzeit



Termin: 7. - 8. Juni 2018
Leitung: Raimund Schulz (Bielefeld, GER)

Die europäische Geschichte kennt mehrere große Explorations- und Expansionsbewegungen von Staaten und Bevölkerungsgruppen in unbekannte Meere und an ferne Küsten. Bereits in der Antike stießen Seefahrer vom Mittelmeer aus über den Indischen Ozean bis ins Chinesische Meer vor, erschlossen weite Teile der west- und ostafrikanischen Küsten und umrundeten möglicherweise vom Osten aus den gesamten afrikanischen Kontinent, während man im Atlantik bis zu den Kanaren und wahrscheinlich Island kam. Die unter den Intellektuellen und geographischen Experten weithin akzeptierte Vorstellung von der Kugelgestalt der Erde ließen auch eine Westfahrt von Spanien über den Atlantik nach Indien möglich erscheinen. Das sog. Entdeckungszeitalter der frühen Neuzeit knüpfte in vielfacher Weise an die Erfahrungen und das Wissen an, das die Antike bereitgestellt hatte und, angereichert durch christliches Denken, über das Mittelalter tradiert wurde. Die Rezeption der Antike trug zu einer Explorationsdynamik bei, die in der Folge zur Erschließung aller Weltmeere und Kontinente führte. Die Konferenz möchte zum einen die historischen Verbindungen zwischen antiken und frühneuzeitlichen Entdeckungen herausarbeiten; zum Zweiten will sie in komparativer Weise Voraussetzungen und Folgen der beiden Phasen globaler Exploration untersuchen, um deren Funktion als Katalysator geographischer und ethnographischer Welterklärungen sowie mögliche Kontinuitäten explorativer Mentalitäten zu bestimmen.

Tagungsprogramm
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