
Wissenschaft prägt unser Leben. Immer schneller wandelt sich die Wissenschaft, immer kürzer werden ihre Innovationszyklen, immer stärker verpflichten sich Wissenschaft und Gesellschaft gegenseitig auf diese Dynamik. Nur jeweils wenige Experten verstehen Methoden, Forschungsgegenstände und Ergebnisse der hoch spezialisierten Fachbereiche und doch müssen wir alle mit den Auswirkungen der Wissenschaft umgehen. Der feiner werdenden Verästelung des Expertenwissens steht die Notwendigkeit gegenüber, eine breite und informierte gesellschaftliche Basis zu schaffen, um dieses Wissen politisch und ethisch angemessen nutzbar zu machen.
Bei diesen Vermittlungs- und Transformationsvorgängen von Wissen spielen Bilder mehr denn je eine zentrale Rolle. Aus dem wissenschaftlichen Umfeld entlassen, kursieren sie in der breiten Öffentlichkeit, zwischen politischen und ökonomischen Entscheidungsträgern, mischen sich unter Laien und Expertenzirkel. Bilder agieren als visuelle Botschafter im gesellschaftlichen Umfeld, sie fordern auf zur Solidarisierung und zum Gleichschritt mit der technologischen Entwicklung.
Bilder fordern aber auch heraus den Machtanspruch hinter ihrer Hochglanzoberfläche zu hinterfragen: Was bedeuten all diese fantastischen Landschaften, ob vom Mars oder einem Wassertropfen, von Sternennebeln oder Molekülketten, von aktiven Hirnarealen oder toten Körperwelten? Präsentiert jedes neue Bild Fortschritt?
Doch die ästhetische Gewalt der Bilder hat ihre Wirkung auch ohne ein Verstehen der zugrunde liegenden Erkenntnisse und Methoden. Die Hochglanzbilder aus der Wissenschaft sind höchst präsent – sie begegnen uns tagtäglich und überall: auf Werbeplakaten und in Zeitschriften, auf Haushaltsprodukten oder im Fernsehen.
Was uns fehlt, sind solche Bilder, die uns die Augen dafür öffnen, was diese Bilderflut aus der Wissenschaft mit uns anstellt:
Der ZiFPhotoAward 2007 sucht nach Bildern, die Antworten auf diese und angrenzende Fragen geben.
Professionelle Fotografen, Studierende der Fotografie, des Fotodesigns und der Kunst sowie Amateurfotografen sind aufgerufen am ZiFPhotoAward 2007 teilzunehmen.
Bitte drucken und füllen Sie das Teilnahmeformular (pdf-Datei) aus und reichen Sie dieses zusammen mit den Fotografien ein.
Einsendeschluss ist der 30. Juni 2007.
Es können bis zu 5 Fotografien im Format 20 cm x 30 cm gedruckt auf hochwertigem Fotopapier, sowohl in Farbe als auch in Schwarz-Weiß, eingesandt werden. Die Bilder sollen nicht aufgezogen, ohne Passepartout und Kaschierung eingereicht werden. Nach Eingang der Anmeldung erhalten die Teilnehmer eine Bestätigung. Das eingereichte Material kann nicht zurückgesandt werden. Die Teilnehmer erklären sich einverstanden, dass mit der Einsendung der Besitz der Bilder an das ZiF übergeht. Die Preisvergabe wird von einer unabhängigen Jury getroffen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Urheberrechte und Rechte am Bild
Jeder Teilnehmer versichert mit seiner Unterschrift, dass er alleiniger
Urheber der eingereichten Arbeiten ist, dass er über die Arbeiten und die
daran bestehenden Nutzungsrechte frei verfügen darf und dass die Bilder
frei sind von Rechten Dritter. Ansprüche Dritter erfüllt der Einsender.
Nutzungsrechte
Alle eingereichten Arbeiten dürfen für den Wettbewerb und publizistische
Auswertung genutzt werden. Das ZiF hat insbesondere das Recht, die von
der Jury zu diesem Zwecke ausgewählten Arbeiten auszustellen sowie in Zeitungen,
Zeitschriften und anderen Publikationen zu veröffentlichen. Für diese
Nutzung können die Teilnehmer keinen Anspruch auf ein Nutzungshonorar geltend
machen.
Prämiert werden Arbeiten, die das Wettbewerbsthema besonders prägnant aufgreifen.
1. Preis: 1000 EUR
2. Preis: 350 EUR
3. Preis: 250 EUR
Für die Bewertung der Wettbewerbsbeiträge und zur Ermittlung der Preisträger wird eine professionelle Jury eingesetzt. Dieser gehören Fachleute verschiedener Richtungen an:
Prof. Dr. Wolfgang Krohn
Soziologe, Universität Bielefeld
Dr. Johannes Roggenhofer
Philosoph, Zentrum für Interdisziplinäre Forschung
Nele Heitmeyer
Bildredakteurin, ZeitOnline Hamburg
Dr. Gottfried Jäger
Künstler und Medientheoretiker, Bielefeld
Cord Vogelsänger
Fotograf, Vogelsänger Studiogruppe, Bielefeld
Die Arbeiten der Preisträger und eine Auswahl der besten Wettbewerbsbeiträge werden vom 7. August 2007 bis zum 30. September 2007 im ZiF und in der Universität Bielefeld ausgestellt. Darüber hinaus erfolgt eine Publikation in der Zeit-Online Galerie. Die offizielle Preisverleihung findet am 27. September um 19 Uhr am Zentrum für interdisziplinäre Forschung statt.
Ansprechpartnerin: Andrea Nehring
Telefon 0521 106-2787
zifphotoaward@uni-bielefeld.de
Senden Sie Ihre Bilder an das:
Zentrum für Interdisziplinäre Forschung
Universität Bielefeld
Stichwort: ZIFPhotoAward 2007
Andrea Nehring
Wellenberg 1
33615 Bielefeld
Das Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld schreibt erstmals in diesem Jahr im gesamten deutschsprachigem Raum den ZiFPhotoAward 2007 aus.
Das Zentrum für interdisziplinäre Forschung ist eine Einrichtung der Universität Bielefeld und steht seit 1968 Wissenschaftlerinnen & Wissenschaftlern aller Disziplinen und aus aller Welt für interdisziplinäre Forschungsvorhaben offen.
Ausgerichtet wird der Fotowettbewerb von der in diesem Jahr am ZiF arbeitenden internationalen Forschungsgruppe Wissenschaft im Anwendungskontext. Die Forschungsgruppe untersucht den Wandel des Wissenschaftssystems durch die zunehmende Anwendungsorientierung in der Grundlagenforschung. Sie analysiert dabei insbesondere auch die Ursachen und Wirkungen der Zirkulation von Bildern zwischen der Welt der Wissenschaft (z.B. Labore, Kongresse, Bibliotheken) und der Gesellschaft.