Zentrum für interdisziplinäre Forschung
 
 

Kunst am ZiF

In the Same City, Under the Same Sky...

2011-2015 / Video-Installation

Ausstellung: 1. - 31. August 2016

Finissage: 31. August, 18:00 Uhr

Künstlerin: Anna Konik (Warschau, POL/Berlin, GER)

Bild Anna Konik


Wenngleich die Frauen, die in Anna Koniks bewegendem und provokantem Video In the Same City, Under the Same Sky... in denselben physischen Räumen leben wie die Frauen, deren Geschichten sie erzählen, so bewohnen sie doch völlig andere soziale Räume. Grenzen – konstruiert und verfestigt durch Nationalitäten, Rasse und Sprache – schaffen Barrieren zu Zugehörigkeit, Bedeutung und Empathie und stellen den Anderen in Frage, den Flüchtling, den Migranten, den Illegalen, den Unerwünschten. In Koniks monumentalem Werk erzählen 35 Frauen aus Stockholm, Nantes, Istanbul, Bukarest und Bialystok die Lebensgeschichten von 35 Frauen aus Afghanistan, Burma, Kamerun, dem Kongo, Tschechien, Ecuador, Inguschetien, Irak, Kurdistan, Nigeria, Palästina, Rumänien, Somalia, Syrien und der Türkei, die geflohen sind vor Krieg, Diskriminierung oder Armut, um ein neues Leben zu beginnen. Die Stimmen und Bilder in den Videos konfrontieren uns mit den Fragen: "Wer zählt als Mensch? Wessen Leben zählt als Leben? Was gilt als beklagenswertes Leben?" (Judith Butler, Precarious Life, 2004).

Auszug aus einem Text von Judy Fudge in: In the Same City, Under the Same Sky..., Anna Konik (ed.), CCA Ujazdowski Castle, Warsaw 2015, 9f. (übersetzt von Britta Padberg)


In the same city, under the same sky ist der Titel der Videoarbeit von Anna Konik, die die Situation von Migrantinnen in verschiedenen europäischen Ländern thematisiert. Ihre Arbeit wurde bereits in einer Reihe von Museen für zeitgenössische Kunst, aber auch im schwedischen Parlament gezeigt. Anna Konik trägt mit diesem Projekt zum zweiten Teil der Intercontinental Academia über Menschenwürde bei, die das ZiF gemeinsam mit dem Israel Institute for Advanced Studies (IIAS/Jerusalem) veranstaltet. Der erste Teil fand im März in Jerusalem statt und versammelte unter der wissenschaftlichen Leitung von Ulrike Davy (Bielefeld) und Michal Linial (Jerusalem) 19 Postdocs aus einer Vielzahl von Ländern und Disziplinen.

Die Ausstellung wurde unterstützt von der Firma Beverungen Communication Systems und der Universitätsgesellschaft Bielefeld



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