Zentrum für interdisziplinäre Forschung
 
 

Kunst am ZiF

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Vernissage: 11. September, 11:30 Uhr

Ausstellung: 11. September - 25. November 2016

Künstlerin: Constanze Vogt (Kiel, GER)

Die Objekte von Constanze Vogt sind Materialtransformationen. Ihr künstlerisches Verfahren ist medienreflexiv. Sie verwandelt Papier mit einer Nähmaschine in etwas Stoffgleiches. Webt einen Teppich aus Heftstreifen. Überträgt das Schnittmuster einer Jacke in körpergroße Linoldrucke. In konzentrierten, zeitlich extensiven und monotonen Arbeitsprozessen werden Übergangsphänomene sichtbar, die die Künstlerin selbst mit Übersetzungen vergleicht. So zerstanzt sie meterweise Papier, bis es sich in ein gardinenhaftes Objekt verwandelt. Von beiden Seiten sichtbar, kann es umschritten werden wie etwas Skulpturales, das Licht einfängt. Als verdichtete Setzung im Raum erzeugt es einen Hauch von Körperlichkeit, der sich in der Durchsicht sogleich wieder transformiert. Bis an die Grenze des Unsichtbaren. Zeitlich parallel dazu entsteht im Atelier der Künstlerin eine Art künstlerisches Protokoll. Darin versucht Constanze Vogt Möglichkeiten poetischer Verfahren zwischen Text und Bild auszuloten. Hier werden Denkprozesse festgehalten, die sich entlang den materialen und medialen Verwandlungen entfalten, verdichten, auflösen und transformieren.

(Text: Verena Voigt)

Bild Constanze Vogt

stanze #1, stanze #2, 2012-2015. Zeichenpapier, gestanzt, je 500x150cm.



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