Zentrum für interdisziplinäre Forschung
 
 

Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden

ZiF-Public Lecture mit Harald Welzer

Termin: 21. November 2007, 18.30h

Der Vernichtungskrieg und der Holocaust benötigten, wie andere Völkermorde auch, eine Menge Menschen, die sich für das Töten von anderen entscheiden mussten. Die bis heute noch ungeklärte Frage ist, wie es möglich ist, dass Menschen zu Massenmördern werden können, die selbst noch wenige Monate zuvor selber nicht geglaubt hätten, dass sie jemals zu so etwas in der Lage wären. Der Vortrag untersucht, wie Tötungsbereitschaft erzeugt wird, welche soziale und professionelle Dynamik arbeitsteiliges Morden entfaltet und wie das Töten innerhalb weniger Wochen zu einer Arbeit werden kann, die erledigt wird wie jede andere auch.

Harald Welzer

Prof. Dr. Harald Welzer, geb. 1958, ist Direktor des Center for Interdisciplinary Memory Research am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen sowie Forschungsprofessor für Sozialpsychologie an der Universität Witten/Herdecke und forscht über Erinnerung, Tradierung und Gewalt.

Veröffentlichungen u.a.

After Nine: Der Abend wird mit Blues und Jazz, präsentiert von der Bertelsmann-Stiftungs-Band um das ZiF-Kuratoriumsmitglied Johannes Meier, ausklingen. After Nine



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