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Gefährliche Menschenbilder

Biowissenschaften, Gesellschaft und Kriminalität

Titelbild

Herausgegeben von Lorenz Böllinger

Baden-Baden: Nomos Verlag 2010, 441 Seiten, ISBN 978-3-8329-4662-3

Hervorgegangen aus der ZiF-AG: Gefährliche Menschenbilder - Bio-Wissenschaften, Gesellschaft und Kriminalität

Inhalt

Einleitung

  • L. Böllinger: Können Menschenbilder von 'gefährlichen Menschen' selbst gefährlich werden?


1. Lebenswissenschaften
  • M. Piefke, H.J. Markowitsch: Psychobiologische Grundlagen von Gewalt und Aggression
  • H. Dreßing: Welche Bedeutung hat die neurobiologische Forschung für die Rechtswissenschaften und die Forensische Psychiatrie?
  • J. B. Asendorpf: Langfristige Konsequenzen früher Aggressivität auf antisoziales Verhalten im frühen Erwachsenenalter
  • B. Prainsack: Kriminelle Körper: Über Bio(a)soziale und uns, die wir über sie schreiben
  • S. Eifler: Sind die Neurowissenschaften eine Herausforderung für den Reasoning Criminal? — Einige methodologische Vorüberlegungen
  • D. Fabricius: Ist Biologie reduktionistisch und was ist sie noch? Komplexität, Emergenz und ...
  • K. L. Kunz: Lebenswissenschaft und Biorenaissance in der Kriminologie
  • F. Pfein, F. Lamott: Von tierischen und menschlichen Raubtieren
  • L. Böllinger: Psychoanalyse, Kriminologie und Neuro-Imaging


2. Soziale Dimensionen
  • R. Kreissl, H. Steinert: Neuro-soziale Hybride. Überlegungen zur nicht-reduktionistischen Integration von neuro- und sozialwissenschaftlichen Erklärungsansätzen
  • O. Deutschbein, S. Frerichs: Homo neurooeconomicus und homo neurosociologicus: Das Ich im Spannungsfeld von Natur und Kultur
  • R. Lautmann: Die Biologie enthärten, die Natur zivilisieren
  • D. Klimke: Postmoderne Leibeigenschaften
  • S. Krauth: Der Körper an der Grenze des Strafrechts — zur normativen Bedingung lebenswissenschaftlichen Wissens


3. Kulturelle Dimensionen
  • K. Bartels: Zecken, Monstren, nacktes Leben — Bilder vom gefährlichen Menschen und Biowissenschaften in Patrick Süskinds Roman 'Das Parfum'
  • C. Künzel: Wer hat Angst vor den Bio-Wissenschaften? - Anmerkungen zur Darstellung von Gewaltkriminalität in aktuellen Theaterstücken
  • M. Walter: Kommentar zur Arbeitsgruppe 'Lebenswissenschaften und mediale Thematisierung'
  • M. Altmeyer: Öffentliche Inszenierung von Bedeutsamkeit. Zur performativen Struktur des 'Amoklaufs'
  • C. Besozzi: Die Säkularisierung des Schicksals. Zur sozialen Bedeutung von biogenetischen Theorien der Kriminalität


4. Historische Dimensionen
  • R. F. Wetzell: Bio-Wissenschaften und Kriminalität: Eine historische Perspektive
  • I. Baumann: 'Angeborene Minderwertigkeit'. Zum kriminalbiologischen Paradigma in der westdeutschen Kriminalwissenschaft der 1950er Jahre
  • A. Pilgram: Gefährliche 'Fremde' und 'Eigene', Kulturalisierung und Naturalisierung in Kriminalitätsdiskursen
  • H. Reinke, S. Schierz : Konjunkturen der Gefährlichkeit? Gefährdete Zukunft? Das wissenschaftliche und praxisbezogene Sprechen kriminelle Jugendliche in den 1970er Jahren in der Bundesrepublik
  • J. Bung: Geschichte und Gegenwart von Ausgrenzungspolitik. Ein Kommentar.


5. Politische und kriminalpolitische Dimensionen
  • H. Giehring: Konsequenzen: Lebenswissenschaften und Kriminalpolitik
  • H. Pollähne: Die ‚neue' psychopathy im Recht der Sicherungsverwahrung
  • H. Peters: Kommentar zu den Vorträgen der AG 'Reduzieren die Lebenswissenschaften die Kriminologie?'
  • H. Hess: Mögliche Konsequenzen neurowissenschaftlicher Aussagen für die Kriminalpolitik
  • M. Althoff: Dilemmas der Lebenswissenschaften aus Perspektive einer interaktionistischen Kriminologie


6. Ausblick
  • K. F. Schumann: Fünf Thesen zum Thema ,Konsequenzen: Lebenswissenschaften und Kriminalpolitik'
  • R. Lautmann: Kulturalistische vs. biologische Kriminalitätserklärungen — wie sich die Bilder gleichen!


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