ZiF-Arbeitsgemeinschaft
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Horst Bredekamps Theorie des Bildaktes

Autorenkolloquium mit Horst Bredekamp
Termin: 5.- 6. April 2018

Leitung: Karlheinz Lüdeking (Berlin, GER), Johannes Grave (Bielefeld, GER)

Weit über die Grenzen seines Faches hinaus bekannt, ist Horst Bredekamp gegenwärtig einer der renommiertesten Kunsthistoriker des deutschsprachigen Raumes und zieht immer wieder auch das Interesse der allgemeinen Öffentlichkeit auf sich. Bredekamp entwickelt grundlegende Überlegungen zu der Frage, wie sich die bürgerliche Institution des Museums unter den neuen Bedingungen globaler und post-kolonialer Verantwortung weiterentwickeln kann.

In der Theorie des Bildakts kondensiert und kulminiert Horst Bredekamps lebenslange intensive Erfahrung mit Bildern in allen ihren vielfältigen Erscheinungsformen. Die grundlegende Einsicht dieser Theorie, die bereits durch die Bezeichnung Bildakt angedeutet wird, besteht darin, dass man Bilder nicht auf den Status von passiven Objekten reduzieren sollte. Die rätselhafte Macht der Bilder beschäftigte Bredekamp schon in seiner 1975 publizierten Dissertation; und auch in seinen weiteren Werken beweist Bredekamp immer wieder ein ausgeprägtes Sensorium dafür, dass Bilder mehr sein können als tote Materie. 2015 erschien die Neufassung seiner Frankfurter Adorno-Vorlesungen unter dem Titel Der Bildakt - dieses Buch liefert das Thema dieses Autorenkolloquiums. Bredekamps fundamentale Fragestellung bringt es mit sich, dass sie ein breites Spektrum verschiedener Wissensgebiete betrifft. Einige seiner Intuitionen konnten durch empirische Forschungen überprüft und bestätigt oder zumindest konkretisiert werden - dabei waren so verschiedene Disziplinen wie die Archäologie und sogar die Primatenforschung beteiligt.

Organisatorische Fragen beantwortet Marina Hoffmann im Tagungsbüro. Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte direkt an die Veranstaltungsleitung.


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