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Bielefeld Graduate School
in History and Sociology
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Anna Lucia Jocham

Individuelle Einstellungen zu arbeitslosen Menschen im Kontext der Verarbeitung der subjektiven Wahrnehmung von Arbeitswelt und arbeitsweltlichen Veränderungen

Infolge der fordistischen Krise und der Transformation des Kapitalismus vom Fordismus zu einem "flexiblen Kapitalismus" (Sennett 2006) bzw. "Finanzmarkt-Kapitalismus" (Windolf 2005) hat sich nicht nur die Arbeitswelt sehr verändert, sondern auch eine Verschärfung der Diskurse über Arbeitslosigkeit und arbeitslose Menschen stattgefunden. Vor allem die seit Mitte der 1970er Jahre immer wiederkehrenden "Faulheitsdebatten" (vgl. Oschmiansky u.a. 2001) liefern dabei Deutungsmuster "von oben", die eine Spaltung zwischen Arbeitenden und Arbeitslosen implizieren. Zugleich verstärkt sich für viele lohabhängig Beschäftigte mit der "Wiederkehr der sozialen Unsicherheit" (Castel 2009) das subjektiv empfundene als auch das objektive Risiko, selbst arbeitslos zu werden. Innerhalb des Spannungsverhältnisses zwischen negativ konnotierten Arbeitslosenbildern auf der gesellschaftlichen Ebene und der potentiellen Betroffenheit von Arbeitslosigkeit unter den Lohnabhängigen widmet sich mein Dissertationsprojekt den individuellen Einstellungen gegenüber arbeitslosen Menschen und fragt danach, wie Arbeitslose von nicht-arbeitslosen Menschen wahrgenommen werden - und zwar in einer Zeit, in der die Arbeitswelt durch gut dreißig Jahre Deregulierung, Flexibilisierung, Privatisierung, fortschreitender Individualisierung und Sozialstaatsumbau geprägt ist. Dazu werden mittels problemzentrierter-biographischer Interviews (Witzel 1985) verschiedene erwerbsbiografische Verläufe, arbeitsweltliche Erfahrungen und Wahrnehmungen der Arbeitsbedingungen und der Arbeitswelt erfasst, um in diesem Kontext verschiedene Einstellungen zu arbeitslosen Menschen zu beleuchten und zu erklären.




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