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Bielefeld Graduate School
in History and Sociology
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Berit Bethke

Bildungs- und Berufsweg

seit 10/2007
Promotionsstudium an Bielefeld Graduate School in History and Sociology, Universität Bielefeld
09/2007
Magistra Artium Kulturwissenschaften, Universität Leipzig
09/2004 - 02/2005
Kulturgeschichte und Soziologie, University of Aberdeen (UK)
10/2001 - 09/2007
Magisterstudium der Kulturwissenschaften und der Theaterwissenschaft, Universität Leipzig
07/2000 - 10/2007
tätig als freie Redakteurin, Mediengestalterin und Theaterschaffende in Karlsruhe, Düsseldorf, Magdeburg, Leipzig und Berlin
04/1999 - 06/2000
Redaktionsassistentin, Klambt-Verlag, Baden-Baden
08/1996 - 10/1998
Ausbildung zur staatlich geprüften Kommunikationswirtin, Mitteldeutschen Akademie für Marketing und Kommunikation, Magdeburg
10/1995 - 07/1996
Magisterstudium der Germanistik und Politikwissenschaft, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
08/1991 - 06/1995
Integrierte Gesamtschule Willy Brandt, Magdeburg

Stipendien

11/2010 - 02/2011
Doktorandenstipendium, Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte; Arbeitsgruppe »Historicizing Knowledge about Human Biological Diversity«, Berlin
10/2007 - 09/2010
DFG-Stipendiatin am Graduiertenkolleg »Weltgesellschaft - Herstellung und Repräsentation von Globalität«, Universität Bielefeld
09/2004 - 02/2005
SOCRATES-Stipendium, University of Aberdeen
05/2001 - 07/2001
Stipendiatin der Carl-Duisburg-Gesellschaft, Praktikum in New York/USA

Veröffentlichungen

Berit Bethke (2010): BODIES ON DISPLAY. Eine Fallstudie zur Aufbereitung von Körperwissen in transkulturellen Ausstellungsmedien. In: Reiner Keller; Michael Meuser (Hg.): Körperwissen, Wiesbaden: VS-Verlag.

Berit Bethke (2008): Sichtbare Spuren|Spuren der Sichtbarkeit - Betrachtungen zur hygienischen Volksbelehrung in der Weimarer Republik anhand von Lichtbildreihen des Deutschen Hygiene Museums, Norderstedt: GRIN-Verlag.

Tagungsvorträge

April 2010
Anleitungen zur Gesundheitsvorsorge - Ausstellungen des Deutschen Hygiene Museums Dresden in Entwicklungsländern, Rationalitäten der Medizin, Nachwuchswissenschaftlertagung, Universität Halle/Saale
April 2010
Displaying bodies, making politics. The diffusion of a »bio-political dispositif of health« by the »German Hygiene Museum in Dresden« in developing countries in Asia und Africa in the Era of the Cold War, »Biopolitics Across Borders: Ideas and Practices - A Graduate Student Conference«, Columbia University, Department of International History, New York City/USA
Juni 2009
Gesundheitserziehung via Bildmedien. Die Ausstellungstätigkeit des Deutschen Hygiene Museums Dresden in Entwicklungsländern (1950 bis 1980, »Geschichte deutscher Entwicklungszusammenarbeit im Gesundheitssektor», Interdisziplinäre Tagung des Medizinhistorischen Instituts der Universität Bonn
März 2009
Bodies on Display. Die Aufbereitung von Körperwissen in internationalen Ausstellungen zur Gesundheitserziehung des Deutschen Hygiene Museums Dresden, »Körperwissen«, Internationales Symposium der Deutsche Gesellschaft für Soziologie, Universität Landau
Februar 2009
Global Views in Local Exhibition Media. A Historical Case-Study on »Visual Communication«, Annual Seminar »End of Messages? - The State of the Dialogue between History and Sociology« of the Bielefeld Graduate School of History and Sociology, Universität Bielefeld
November 2008
Workshop Visualität und Wissen. Forum für den Forschungsnachwuchs, Pullach
Oktober 2008
Globale Ansichten in lokalen Ausstellungen. Wie erreichen Bildmedien zur Gesundheitserziehung Anschlussfähigkeit in diversen kulturellen Räumen?, Das Konkrete als Zeichen ? Globalisierte Bilder zwischen Kunst, Kommerz und Medien, 12. Internationaler Kongress der Deutschen Gesellschaft für Semiotik, Sektion Kulturwissenschaft, Universität Stuttgart

Lehrerfahrungen

  • SS 2010 Sozialwissenschaftliche Bildanalyse, Fakultät für Soziologie, Universität Bielefeld
  • WS 2008/09 Wie kam die Soziologie zum Körper? Eine Einführung in die Körpersoziologie, Fakultät für Soziologie, Universität Bielefeld

Dissertation:<br> GLOBALES WISSEN & LOKALE ANSICHTEN

Eine historische Fallstudie zur Kommunikation von Körperwissen in der Weltgesellschaft. In einer historischen Fallstudie untersuche ich, wie ein modernes bio-medizinisches Wissen über den Körper sowie Praktiken der Gesundheitsvorsorge in unterschiedlichen Weltregionen durch Ausstellungsmedien generiert und vermittelt wurde. Das Forschungsinteresse richtet sich vor allem auf bestimmten Formen und Strategien der Sinnerzeugung durch visuelle Medien.

Empirisches Material der Studie bilden Fotodokumentationen von Schautafeln und Objekte, die vom Deutschen Hygiene Museum Dresden (DHMD) zwischen 1954 und 1980 für je spezifische Ausstellungen zur »Gesundheitserziehung« in afrikanischen und asiatischen Entwicklungsländern konzipiert und angefertigt wurden. Die Exponate wurden vom DHMD, in Kooperation mit lokalen Institutionen hergestellt. Sie präsentieren populärwissenschaftlich aufbereitete Ansichten vom menschlichen Körper sowie von Gesundheit und Krankheit. Dabei rekurrieren sie nicht nur auf »Bilddiskurse« aus den Lebenswissenschaften, sondern verdeutlichen auch, dass das DHMD (lebens-)wissenschaftliche Visualisierungsformen mit ästhetischen, didaktischen, technologischen, ökonomischen und politischen Überlegungen verbunden hat. In diesem Sinne transformieren die Exponate bestimmte kulturelle und soziale Vorstellungen bzw. Sichtweisen in materielle Bilder resp. Objekte.

Ein Vergleich der Ausstellungen, die u.a. in Kambodscha, Burma, Somalia, Giunea, Irak, Syrien, Sudan und Tansania präsentiert wurden, zeigt, dass in den einzelnen Schauen Bezug auf die charakteristischen Gegebenheiten und Anliegen des jeweiligen Ausstellerlandes genommen wurde. Zugleich sind die Ausstellungen darauf ausgerichtet gewesen, universelles Wissen über den menschlichen Körper und über eine gesundheitsförderliche Lebensweise zu konstruieren. Zudem korrespondieren die sich in den Medien niederschlagenden Visualisierungsstrategien mit einem gouvernementalen Staats- und Gesellschaftsverständnis, in dem der Einzelne selbstverantwortlich in kollektive Ziele eingebunden wird.

Die Ausstellungsdokumentationen bieten einen umfassenden Einblick, welche Themen auf dem Gebiet der Gesundheitserziehung in der Zeit des Kalten Krieges verhandelt und speziell vom DHMD behandelt wurden. Sie zeugen von einer erstaunlichen Bandbreite der Darstellungsweisen mittels der die verschiedenen Themen in den einzelnen Ausstellungen medial aufbereitet wurden. Bei dem Vergleich aller vorliegenden Fotodokumentationen überrascht allerdings die Feststellung, dass nahezu alle Schauen eine ähnliche formale Struktur aufweisen, obgleich sie für unterschiedliche Weltregionen produziert wurden.

In Rückgriff auf Niklas Luhmanns Prämisse von der »Unwahrscheinlichkeit der Kommunikation« frage ich nach Bedingungen und Formen, die es ermöglicht haben, dass ein nahezu prototypisches Ausstellungsformat, wie es vom DHMD angeboten wurde, in so unterschiedlichen Orten wie Bagdad und Rangoon erfolgreich präsentiert werden konnte.

In Anlehnung an das Vorgehen der »Dichten Beschreibung« werden die Ausstellungen eingehend beschrieben und analysiert. Um ein möglichst umfassendes Bild von den Ausstellungen zu re-konstruieren, ziehe ich vielfältige Dokumente und Berichte hinzu, die Auskunft über die Konzeption, Gestaltung, Herstellung, Präsentation und Rezeption der Schauen geben sowie über den Kontext ihrer Entstehungszeit.

Ein Schwerpunkt der Studie liegt auf der eingehenden Analyse von ausgewählten Bildtafeln mittels bildanalytischer Verfahren. Hierzu nutze ich Methoden der Kunstwissenschaft (insbesondere Panosfkys Ikonologie und Imdahls Ikonik) und erweitere diese, indem ich ausgehend von den Einzelanalysen Varianzen und Redundanzen in den Bildtafeln herausarbeite und die Ausstellungen nach verschiedenen Gesichtspunkten miteinander vergleiche. Bei dem Vergleich interessiert insbesondere das Spannungsverhältnis zwischen universellen Bildmustern, die in allen Schauen gleichermaßen auftauchen und partikularen Motiven und Elementen, die Hinweise auf lokale Besonderheiten im Hinblick auf das jeweilige Ausstellerland bieten. Auf diese Ebene wird auch untersucht, ob bzw. wie Ideen und Diskurse von »menschlicher Diversität« sowie von Globalität durch die Bildtafeln resp. durch das gesamte Ausstellungsdesign zum Ausdruck kommen.




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