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Bielefeld Graduate School
in History and Sociology
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Felix Saurbier

Politische Korruption in der Frühen Neuzeit: Praktiken und Diskurse im deutsch-englischen Vergleich (1550-1750/1800)

Das Projekt untersucht Begriffe, Debatten und Konflikte auf dem Feld der politischen Korruption und fragt nach deren Bedeutung im Rahmen von Obrigkeitskritik und Herrschaftslegitimation. Zugrunde liegt ein Kernkonzept von Korruption: die Zuschreibung von Fehlverhalten an politische Akteure in Bezug auf unzulässige Vorteilsannahme und -gewährung. Es wird analysiert, wie solche Phänomene in England und Deutschland semantisch erschlossen, normativ reflektiert und zur Kommunikation über Herrschaft thematisiert wurden. Unter anderem geht es darum, auf welche Weise das Reden über Praktiken der Einflussnahme Partizipations- und Sagbarkeitsschwellen abbauen half, indem es Probleme der Herrschaftsverfassung einer erweiterten Kommunikation zugänglich machte. Es bestehen zwei Unterprojekte zur Diskursgeschichte (I.) und zur Praxisgeschichte (II.). Zum einen wird ermittelt, welche Ausdrücke auf diesem Gebiet gebräuchlich waren (I.1. Lexikalisches Inventar) und wie Korruptionspraktiken in der politiktheoretischen Literatur behandelt wurden (I.2. Herrschaftstheoretische Kontextualisierung). Parallel wird verfolgt, in welcher Form Korruptionsvorstellungen Eingang in die Gesetzgebung fanden (II.1. Normative Regulierung) und wie sich korruptionsbezogener Vokabulare und Normen in Situationen politischer Kommunikationsverdichtung ausprägten (II.2. Kommunikative Praktiken).

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