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Bielefeld Graduate School
in History and Sociology
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Michael Wittig

Ein interkonfessioneller Vergleich von Legitimationsstrategien und politischer Einflussnahme in Deutschland ansässiger kirchlicher Entwicklungsorganisationen

(Arbeitstitel, Sprache: Deutsch)


Die heutzutage in Deutschland ansässigen kirchlichen Entwicklungsorganisationen sind sämtliche nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden. Manche sehen sie als zivilgesellschaftliche Organisation unter vielen, andere unterstellen ihnen keine "ehrlichen Absichten" und bezeichnen den Wunsch nach "Mission unter dem Deckmantel von Entwicklungshilfe" als die wahre Triebfeder ihres Handels. Wieder andere sehen sie gerade nach der Vertrauenskrise nach dem Veruntreuungsskandal der Unicef als den letzten ehrlichen Advokaten und Partner der Hilfsbedürftigen.

Wie sich aus der Vielzahl unterschiedlicher Bewertungen kirchlichen Engagements in der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) ablesen lässt, müssen die Kirchen immer wieder aufs Neue ihr Engagement in der EZ rechtfertigen. Dafür entwickeln sie regelmäßig neue bzw. angepasste Argumentationsstränge in Form von Legitimationsstrategien.

Diese Legitimationsstrategien von den Gründungszeiten der Organisationen an sollen in dem Forschungsprojekt analysiert und verglichen werden. Dabei werden sowohl die EZ-Organisationen innerhalb einer Konfession als auch die Akteure der verschiedenen christlichen Kirchen miteinander verglichen.
Da jede der beiden großen christlichen Kirchen mehrere Akteure haben, die sich ganz oder in Teilen mit Entwicklungshilfe befassen, habe ich mich dazu entschlossen, die Studie auf die Organisationen einzugrenzen, die sich laut ihrer Statuten ausschließlich mit Entwicklungshilfe beschäftigen (ob sie dieses auch wirklich ausschließlich tun, wird sich zeigen). Nun beschränkt sich die Arbeit auf einen interkonfessionellen Vergleich zwischen den Organisationen Katholische Zentralstelle Entwicklungspolitik (KZE) und Misereor auf katholischer Seite und der Evangelischen Zentralstelle für Entwicklung (EZE), dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) und Brot für die Welt auf evangelischer Seite.

Der Analyse zugrunde liegt die Frage, ob die Organisationen auf unterschiedliche Strategien oder dieselben zurückgreifen und ob sie damit zu denselben oder verschiedenen Aktionen im politischen Umfeld (Politische Aktivitäten) gelangen. Natürlich werden dabei auch die unterschiedlichen Ausrichtungen der verschiedenen EZ-Organisationen einer Kirche und der beiden Konfessionen berücksichtigt.

Ziel der Untersuchung soll es sein, zum Einen heraus zu finden, ob es unterschiedliche Wege in der Rechtfertigungsargumentation innerhalb kirchlicher EZ-Organisationen gibt und wie diese Aussehen; und zum Anderen, ob daraus verschiedene Aktionen resultieren. Dazu werden die Strategiebildungsprozesse anhand von Dokumentenanalysen und Experteninterviews untersucht und miteinander verglichen.

Ein Vergleich mit anderen zivilgesellschaftlichen bzw. nicht-christlichen Akteuren würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen und bietet - ebenso wie der Vergleich zu den anderen in der EZ tätigen christlichen Akteuren - Anknüpfungsmöglichkeiten für Forschungen als Postdoktorand.

Curriculum Vitae

Studium

Seit April 2008
Promotion an der Bielefeld Graduate School in History and Sociology, Universität Bielefeld

April 2007 - März 2008
Brückenjahr zur Promotion an der International Graduate School in Sociology, Universität Bielefeld

Januar 2005 - Mai 2005
Auslandssemester an der Hawai'i Pacific University, Honolulu, Hawai'i, USA

Oktober 2002 - Januar 2007
Diplomstudium (FH) am Internationalen Studiengang Politikmanagement (ISPM) der Hochschule Bremen - University of Applied Sciences

Beruflicher Werdegang

Januar 2001 - Mai 2002
Bankkaufmann, Stadtsparkasse DOrtmund
August 1998 - Januar 2001
Ausbildung zum Bankkaufmann an der Stadtsparkasse Dortmund


Michael Wittig wurde während seines Grundstudiums und wird während der Promotion durch ein Stipendium der Bischöflichen Studienförderung Cusanuswerk gefördert.

Publications

  • Wittig, Michael (2006): Minority Rights in Europe: the Case of the Roma Minority. The Development of Standards and Their Effectiveness Using Romania as an Example. Diplomarbeit, Hochschule Bremen.
  • Kogan, Vladimir / Quosh, Constanze & Wittig, Michael (2006): '"Safe Country" Lists: A Threat to International Human Rights?',in: Humanity in Action (Hrsg.),2006 Program Research Reports.Online at: http://www.humanityinaction.org/docs/Constanze,_Michael,_Vlad.doc, Status: 2009-03-09.


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InterDisciplines

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(1. Förderphase 2007-2012,
2. Förderphase 2012-2017)



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