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Bielefeld Graduate School
in History and Sociology
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Nicole Zielke

"Was vom Leben übrig bleibt ..." - Qualitative Untersuchung der Dingbeziehungen älterer Menschen in Bezug auf altersspezifische Wohnformen

Mit der Lebensphase "Alter" sind zahlreiche Veränderungen für ältere Menschen verbunden, die sich u.a. auf die eheliche bzw. partnerschaftliche Beziehung, die Neugestaltung von Freizeitinteressen, den Gesundheitszustand und die Wohnumgebung auswirken können. Gerade im hohen Alter sind Personen entweder gezwungen ihre Wohnung zu verlassen oder sie entscheiden sich eigenständig zu einem Umzug in eine altersspezifische Wohneinrichtung (Betreute Wohnmöglichkeiten, Gemeinschaftliches Wohnen, ambulant betreute Pflegewohngruppen, Alten- und Pflegeheim oder Hospiz). Für die betroffenen Personen bedeutet dieser "Ortswechsel" in eine völlig neue und fremde Umwelt einzutreten. Man hat sich mit neuen Reizen und anderen Bezugspersonen auseinanderzusetzen und zu arrangieren. Dieser "Eingriff" in die Intimsphäre impliziert eine Reduzierung bzw. einen Wandel der "Dingwelt". Die BewohnerInnen verlieren ihre vertraute Umgebung und müssen, je nach Vorgaben der Wohneinrichtungen, eigene Möbel und persönliche Gegenstände zurücklassen, da in den seltensten Fällen sämtliche persönliche Objekte mitgenommen werden können oder dürfen. Welche nachhaltigen Einschnitte in die Intimsphäre der Eingriff in die persönliche Ding-Umwelt mit sich bringt wird deutlich, wenn man sich dessen bewusst wird, auf welche Art und Weise Dinge mit unserer eigenen Geschichte, mit unseren eigenen Verhaltensweisen und mit unserem Bewusstsein verbunden sind.
Die Untersuchung widmet sich, in Anlehnung an die Lebensstil- und Wohnkulturforschung, der Selbstverortung älterer Menschen mit Hilfe ihrer persönlichen Gegenstände in altersspezifischen Wohnformen. Die Vielfalt der Alltagspraxis und die Konstellation von Objekten, Räumen und Handlungen sollen mittels der Erhebungsmethoden der interpretativen Sozialforschung (teilnehmende Beobachtung, qualitative Interview) erfasst werden. Die Wesensmerkmale der Beziehung zwischen älteren Personen und ihren persönlichen Dingen und die Frage nach der Bedeutung/Funktion stellen den Schwerpunkt der Arbeit dar.

Curriculum Vitae

seit April 2011
Doktorandin an der "Bielefeld Graduate School in History and Sociology" (BGHS) der Universität Bielefeld
2010
M.A. Soziologie an der Universität Bielefeld: "Zweierbeziehungen und Demenz"- Eine qualitative Untersuchung zum Sinn der Ehe aus der Sicht der Ehefrauen demenzkranker Ehemänner.
seit 2009
freie Mitarbeiterin der Theaterwerkstatt Bethel der v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel Bielefeld mit den Schwerpunkten Recherche, Interviewdurchführung und Organisation; Mitarbeit als Redakteurin am Buchprojekt: "Das eigene Theater- Die Theaterwerkstatt Bethel als Raum für künstlerische Entfaltung"
2008-2009
Mitarbeit Fakultätsmagazin "sozusagen"
2007
B.A. Soziologie (Nebenfach Psychologie) an der Universität Kassel: "Bonds Frauen nur eine "süße" Nebenerscheinung?" Körpersoziologie anhand der Bond-Girls
2007
Teilnahme an den "lunch lectures" der documenta 12 im Rahmen des Projektseminars "Globalisierung, Kunst & Politik"
2004
Abitur
1984
geboren in Magdeburg



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