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Bielefeld Graduate School
in History and Sociology
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Peter-David Friedrich


Kunst lesen. Eine Untersuchung von Ausstellungstexten und Audiokommentaren ausgehend vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart

Die Forschung zur Theorie und Geschichte des Museums hat sich in jüngerer Zeit sehr dynamisch entwickelt. Es wurde zwar vermehrt über die kuratorische Praxis und über räumliche Arrangements nachgedacht, jedoch haben die vermeintlich marginalen Ausstellungstexte zu wenig Aufmerksamkeit erfahren. Gerade diesen Aspekt gilt es daher besonders in den Blick zu nehmen. Gegenstand der Dissertation sind Ausstellungstexte im musealen Kontext, die als Quelle von Wissen eine griffige Manifestation von Ideen, Botschaften, Reflexionen und kritischen Bewertungen von Kunstobjekten darstellen. Sie zeichnen sich gegenüber anderen Texten dadurch aus, dass sie in unmittelbarer räumlicher Nähe zu den jeweiligen Objekten stehen und daher in besonderer Weise auf deren Wahrnehmung Einfluss nehmen. Neben architektonischen, szenographischen und weiteren medialen Elementen bilden sie ein wesentliches Element im gesamten Ausstellungsdesign.
Die Arbeit geht der Frage nach, welche Aufgaben, Funktionen und Bedeutungen Texte in Ausstellungsituationen besitzen, implizieren und hervorrufen. Untersucht werden soll insbesondere, auf welche Weise sie Aufschluss über historische Präsentationen sowie Ausstellungsformen geben und ob sie Rückschlüsse auf kunst- und kulturtheoretische Haltungen oder Strömungen zulassen. Der Untersuchungszeitraum erstreckt sich vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Dadurch lässt sich einerseits ein umfassender Abriss der Entwicklungsgeschichte von Ausstellungstexten darlegen, andererseits die wechselseitige Beziehung zwischen Text und Werk im Ausstellungsraum untersuchen. Am Beispiel ausgewählter Exponate werden die ihnen gewidmeten Ausstellungstexte und Audiokommentare in Museen hinsichtlich ihrer Gestaltung, Präsentationsform und Vermittlungsqualität analysiert und verglichen.

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