Social Icons facebook Twitter YouTube Kanal Instagram
Bielefeld Graduate School
in History and Sociology
Logo der Einrichtung
Logo der Einrichtung

Simon Füchtenschnieder


Organisation und Planung von Forschungs- und Versorgungsreisen der britischen Marine im 18. Jahrhundert am Beispiel der beiden Reisen der HMAV Bounty und der HMS Providence in die Südsee und die Karibik

Innerhalb des britischen Kolonialreichs des 18. Jahrhunderts waren Forschungs- und Versorgungsreisen auf See von entscheidender und unverzichtbarer Bedeutung für die Verwaltung und wirtschaftliche Nutzung der Kolonien. Untersucht werden sollen in meiner Arbeit im wesentlichen zwei Fragestellungen: Welche Planungsvorgaben hatte die britisch-königliche Marine des 18. Jahrhunderts für ihre Forschungs- und Versorgungsreisen? Und welchen Einfluss hatten die Vorgaben auf das Ge- bzw. Misslingen der Reisen? Diese beiden Fragestellungen sollen am Beispiel der Reisen der Bounty (1787-1789) und der Providence (1791-1793) untersucht werden.

Von den sechziger Jahren des 18. Jahrhunderts bis in die fünfziger Jahre des 19. Jahrhunderts hinein brachen britische Schiffe zu Forschungs- und Entdeckungsreisen auf, die in alle Teile der Welt gingen. Ziel dieser Reisen war es vor allem, Wissen über die Welt über die Welt und die Natur in ihr, wie etwa Küsten, Flüsse, Meere, Steine, Tiere und Pflanzen, genauestens zu erfassen. Viele dieser Reisen, wie etwa die drei Reisen James Cooks zwischen 1768 und 1779 glückten, andere aber, wie etwa die Reise der Bounty, endeten jäh und ohne, dass ihre Missionen erfüllt werden konnten. (Die Besatzung der Bounty hatte den Auftrag, Setzlinge des Brotfruchtbaumes von Tahiti nach Jamaika zu transportieren. Die Brotfrucht sollte den Sklavinnen und Sklaven, die auf den westindischen Plantagen arbeiteten, als neues Nahrungsmittel dienen). Die Reise der Bounty ist wohl der bekannteste Fall einer missglückten, nicht vollendeten Mission der britisch-königlichen Marine. Bis heute allerdings weitgehend unbekannt geblieben ist die Tatsache, dass später noch eine zweite - dieses Mal erfolgreiche - Mission ausgerüstet wurde, deren Ziel es war, die Brotfrucht zu den westindischen Inseln zu bringen. Ihr Leiter: der ehemalige Kapitän der Bounty, William Bligh. Waren es die Planungsvorgaben, die ein Ge- oder Misslingen solcher Reisen beeinflussen konnten? Oder vermochte überhaupt erst der tatsächliche Verlauf der Reisen über ihr Wohl und Weh entscheiden? Beide Fragen will mein Dissertationsprojekt durch einen genauen Vergleich der beiden Reisen versuchen zu beantworten. Darüber hinaus will ich im Rahmen meines Projektes die britisch-königliche Marine des 18. Jahrhunderts als Organisation beleuchten, ebenso wie sie an Bord ihrer Schiffe ganz praktisch arbeitete. Und dabei einen Teil des britischen Weltreichs verkörperte.




-> weitere Meldungen

InterDisciplines

Current volume InDi

Gefördert durch:

Exzellenzinitiative zur Förderung der Hochschulen
(1. Förderphase 2007-2012,
2. Förderphase 2012-2017)



Gefördert durch: