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Bielefeld Graduate School
in History and Sociology
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Kooperationen

Kooperationen mit Forschungsverbünden und -institutionen bereichern die BGHS. Die Zusammenarbeit mit Forschungsverbünden an der Universität Bielefeld und anderen in- und ausländischen Hochschulen eröffnen den Mitgliedern der BGHS Möglichkeiten, persönliche und institutionelle Netzwerke auf- und auszubauen.

SFB 1288 Praktiken des Vergleichens

Der Alltag ist geprägt von Ratings, Statistiken und Wettbewerben, ob im Sport, in der Politik oder in der Wissenschaft. Vergleichen gilt als objektiv. Es hilft vermeintlich, zu klaren Ergebnissen zu kommen. Aber wie neutral ist das Vergleichen wirklich?

Menschen vergleichen sich mit Blick auf ihre Fähigkeiten, Firmen vergleichen ihre Bilanzen, Länder ihre Bruttoinlandsprodukte. Das Vergleichen entscheidet zum Beispiel darüber, wie wir Fremdes wahrnehmen: Treten dabei Ähnlichkeiten oder Unterschiede hervor? Zu welchen Werturteilen kommt man? Wann schleichen sich in das scheinbar so objektive Vergleichen eingefahrene Sichtweisen ein und wieso?

Forschende aus Geschichts- und Literaturwissenschaft, Philosophie, Kunstgeschichte, Politik- und Rechtswissenschaft untersuchen erstmals systematisch, wie Vergleichspraktiken die Welt ordnen und verändern. Der SFB "Praktiken des Vergleichens" betreibt Grundlagenforschung, indem er den Akzent weg von 'dem Vergleich' hin zur 'Praxis des Vergleichens' verschiebt: Was tun Akteure, wenn sie vergleichen? Ein Ziel ist, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass die vermeintlich selbstverständliche Praxis des Vergleichens nie unschuldig, objektiv oder neutral ist.

Indem der SFB eine grundlegende Praxis der Ordnung und Dynamik von modernen, aber auch vormodernen sowie von europäischen und außereuropäischen Gesellschaften untersucht, möchte er dazu beitragen, dass im Kontext aktueller Geschichts- und Kulturtheorien neu über Geschichte, Gesellschaften und historischen Wandel nachgedacht wird.

Graduiertenkolleg "Weltpolitik: Die Entstehung politischer Arenen und Beobachtungsmodi in der Weltgesellschaft" (GRK 2225/1)

Das Graduiertenkolleg (GRK) befasst sich mit der Entstehung der Weltpolitik als einer eigenen Art von Politik. Vor dem Hintergrund eines dezidiert forschungsorientierten, interdisziplinären und internationalen Profils werden die Pfade untersucht, auf denen sich die Weltpolitik als eine spezifische Form der Politik etabliert hat, die nicht aus der modernen Form des (National-)Staats resultiert, sondern mit dieser und dem Prinzip der souveränen Gleichheit entsteht. Aus einer weltgesellschaftstheoretischen Perspektive soll untersucht werden, inwieweit die Entstehung von Weltpolitik sowohl Folge als auch Voraussetzung für die Konstitution moderner Staaten darstellt. Vermittelt über zwei Hauptlinien der Forschung 'Organisationsmodi' und 'Beobachtungsmodi' - wird das Graduiertenkolleg das Ziel verfolgen, qualitativ hochwertige Forschungsergebnisse nicht nur in den wichtigsten beteiligten Disziplinen (Politikwissenschaft, Soziologie, Geschichte, Recht), sondern vor allem auch an den Nahtstellen dieser Disziplinen zu erzielen. Durch sein Forschungsprogramm und seine institutionelle Einbettung versucht das Graduiertenkolleg, mit Bezug auf Weltgesellschaftstheorie einen Dialog zwischen den Feldern und Ansätzen der Internationalen Beziehungen, der Internationalen Politischen Soziologie, der Globalgeschichte und der Rechtswissenschaft zu fördern.

Das Hauptziel des Qualifizierungsprogramms ist es, Promovierende so schnell und intensiv wie möglich in die Arbeitsweise der akademischen Forschung einzuführen. Die bestmögliche Ausbildung für Promovierende besteht darin, ihr Promotionsprojekt in einem dichten Forschungsumfeld mit strukturierter Unterstützung und Rückmeldung durch Peers und fortgeschrittene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler durchzuführen. Das GRK hat zusätzlich zu einem spezifischen Studienprogramm eine Reihe von Instrumenten vorgesehen, die nicht nur optimales Feedback sicherstellen, sondern auch die Herausbildung von Profilen und Sichtbarkeit im Hinblick auf zukünftige Karriereaussichten anregen. Englisch ist die Arbeitssprache des GRK, da es ein wichtiges Ziel ist, die internationale Ausrichtung der Promovierenden zu steigern. Damit passt das GRK zur Strategie einer breiten Internationalisierung der Universität Bielefeld. Mit Bezug auf die Forschungsstrategie knüpft es an die Tradition der Weltgesellschaftsforschung in Bielefeld an und versucht, diese weiter zu stärken.

Johns Hopkins University Baltimore

Die Johns Hopkins University (JHU) in Baltimore, Maryland, ist eine der besten Forschungsuniversitäten an der US-amerikanischen Ostküste. Seit Gründung der BGHS besteht ein Austauschprogramm zwischen der BGHS und dem History Department an der JHU.
Im Rahmen des Austauschsprogramms können Promovierende der BGHS am Graduate Program der Johns Hopkins University teilnehmen und von den intensiven Kursen in kleinen Lerngruppen profitieren. Darüber hinaus bleibt während des Aufenthalts in den USA viel Raum für die Arbeit am eigenen Dissertationsprojekt.
Promovierende des History Department der Johns Hopkins University haben während ihres Aufenthalts an der BGHS die Möglichkeit, am strukturierten Promotionsprogramm der BGHS teilzunehmen, sowohl im Bereich der Forschung als auch bei sozialen Aktivitäten. Darüber hinaus können sie Deutschkurse besuchen. Gleichzeitig bleibt auch während des Aufenthalts in Bielefeld viel Raum für das eigene Dissertationsprojekt.
Das Austauschprogramm ist auf einen Platz pro Jahr beschränkt. Der Aufenthalt findet von September bis Mai eines jeden Studienjahres statt.

University of Notre Dame

International PhD Student Workshop Exchange Notre Dame/Bielefeld

Seit 2010 besteht zwischen dem Department of History der University of Notre Dame bei South Bend, Indiana (USA), der Abteilung Geschichtswissenschaft der Universität Bielefeld und der BGHS eine Kooperation in der Promotionsausbildung, die auf einem theorie- und methodenorientierten PhD-Workshop basiert. Der International PhD Student Workshop Exchange Notre Dame/Bielefeld wird jährlich alternierend an den Universitäten Notre Dame und Bielefeld ausgerichtet. Die Workshops finden in Englisch statt. Ziele des Workshops sind die internationale Vernetzung und der intensive Austausch zwischen den Promovierenden und WissenschaftlerInnen beider Institutionen.
Im Zentrum des Workshops stehen die Forschungspapiere, mit denen die TeilnehmerInnen ein Kapitel, einen methodisch vielversprechenden Aspekt oder das analytische Design ihres Promotionsprojektes vorstellen. Die Papiere werden zuvor an alle TeilnehmerInnen versandt. Während des Workshops führen die AutorInnen kurz in ihre Projekte ein. Im Vordergrund steht die ausführliche Kommentierung des Forschungspapiers durch eine Kollegin oder einen Kollegen der Partneruniversität. Ihr folgt eine Plenardiskussion. Wichtige Diskussionsthemen sind die historische Fragestellung und analytische Konzeption des Promotionsprojektes, Theorie- und Methodenfragen, Thesenbildung und das Schreiben von Geschichte.
Die beteiligten Promovierenden nehmen in der Regel zweimal am Workshop teil (einmal in Bielefeld, einmal in Notre Dame). Auf diese Weise werden nicht nur Fortschritte im Arbeitsprozess deutlich und thematisierbar, sondern auch persönliche Kontakte vertieft. Zugleich kommen bei jedem Treffen neue Promovierende hinzu, sodass immer zwei Kohorten teilnehmen.

International PhD Student Workshop Notre Dame/Bielefeld 2014 an der Universität Bielefeld
International PhD Student Workshop Notre Dame/Bielefeld 2016 an der Universität Bielefeld

Association for Political History

Die Association for Political History (APH) wurde im September 2014 im Rahmen der 7. Internationalen DoktorandInnen-Konferenz für Politische Geschichte an der Universität Leiden (Niederlande) gegründet. Die APH hat es sich zur Aufgabe gemacht, die internationale Kooperation in Lehre und Forschung im Bereich der historischen Politikforschung zu fördern und insbesondere die Forschung im Bereich der politischen Geschichtswissenschaft zu stärken. Darüber hinaus möchte die APH durch innovative und qualitativ hochwertige Arbeits- und Forschungsformate neue Perspektiven für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler und fortgeschrittene Studierende im Bereich der politischen Geschichtswissenschaft eröffnen.

Als dezidiert europäische Initiative setzt die Association for Political History auf ein internationales Profil. Die APH definiert politische Geschichte umfassend und beschäftigt sich mit der Geschichte politischer Institutionen wie Parteien genauso wie mit öffentlicher Politik, politischer Kultur und politischer Ideengeschichte. Mit diesem Profil steht die APH auch Historikerinnen und Historikern offen, die beispielsweise zu transnationaler Geschichte oder zur Geschlechtergeschichte arbeiten.

Ein wichtiges Arbeitsformat der APH sind die jährlich stattfindenden Konferenzen. Nach der Gründungstagung 2014 in Leiden tagte die APH im Juni 2015 an der BGHS der Universität Bielefeld (weitere Informationen).
Bis 2019 wird die Tagung an den Universitäten in Aarhus, Jyväskylä, Paris (SciencesPo) und London (King's College) veranstaltet. Das jährliche Zusammentreffen der APH dient der Initiierung gemeinsamer Aktivitäten in Lehre und Forschung. Im Mittelpunkt steht jedoch die Vorstellung und Diskussion von Arbeiten von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern.

Präsident der Associaton for Political History ist derzeit Prof. Dr. Marc Lazar (SciencesPo, Paris). Weitere Mitglieder des Vorstands sind Prof. Dr. Pasi Ihalainen (Universität Jyväskylä, Finnland), Dr. Hagen Schulz-Forberg (Universität Aarhus, Dänemark), Prof. Dr. Giovanni Orsina (LUISS-Universität Rom, Italien), Prof. Dr. Henk te Velde (Universität Leiden, Niederlande), Prof. Dr. Richard Vinen (King's College, London, England) und Prof. Dr. Thomas Welskopp (Universität Bielefeld, Deutschland). Das Sekretariat der APH wird von Dr. Margit van der Steen (Research School Political History, den Haag) geleitet.

Kontakt: info@researchschoolpoliticalhistory.eu

Gruppenbild der APH-Konferenz an der BGHS

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Stockholm Centre for Organizational Research (SCORE)

Das Stockholm Centre for Organizational Research (SCORE) ist eine multidisziplinär ausgerichtete Institution, die das Ziel verfolgt, Forschungen zu organisationalen Fragen moderner Gesellschaften zu initiieren, zu fördern und voranzutreiben. Diese Konzept schließt auch Forschungen zum Wandel des öffentlichen Sektors, zu Schnittstellen zwischen öffentlichem und privatem Sektor und zur Zivilgesellschaft ein. Das SCORE wird zu gleichen Teilen von der Stockholm School of Economics und der Universität Stockholm getragen und ist in seiner Organisation und inhaltlichen Ausrichtung einzigartig in Schweden.
Als Erweiterung eines erstklassigen Netzwerks nationaler Universitäten zählt das SCORE die Bielefeld Graduate School in History and Sociology (BGHS) der Universität Bielefeld zu ihren internationalen Partnern. Andere internationale Partnerinstitutionen sind das Centre de Sociologie des Organisation (CSO) an der SciencesPo in Paris, das Center for Risk and Regulation Research (CARR) an der School of Economics in London, das Research Center for Capitalism, Globalization and Governance (ESSEC) in Paris sowie die Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld.

Fachbereich Gestaltung, FH Bielefeld

Seit 2014 arbeitet die BGHS im Rahmen verschiedener Art & Science-/Public Science-Projekte mit dem Fachbereich Gestaltung der Fachhochschule (FH) Bielefeld zusammen.
Im Rahmen des Fotokunstprojektes A Portrait of a Young Researcher. A photographic art project im Sommersemester 2014 haben Fotografiestudierende unter der Leitung von Prof. Roman Bezjak Promovierende der BGHS porträtiert und sie bei der Arbeit an ihren Dissertationen fotografisch begleitet. Die Ergebnisse des Fotokunstprojekts sind in einer permanenten Ausstellung an der BGHS zu sehen.
Darüber hinaus entstand ein Bildkatalog. Dieser umfasst alle Porträtarbeiten sowie Infos zu den beteiligten Fotografinnen und Fotografen und den Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforschern der BGHS und ihren Forschungsprojekten.

Das aktuelle Art&Science-Projekt Visualising Research mit dem Fachbereich Gestaltung der FH Bielefeld wird derzeit bearbeitet und Ende 2016 präsentiert.
-> weitere Meldungen

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