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Bielefeld Graduate School
in History and Sociology
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Workshops und Konferenzen 2011

Ausgestelltes Wissen: Ausstellungen als Modus und Medien der Wissenskommunikation im 20. Jahrhundert (21. - 23. Juli 2011)

Veranstalter: Christian Sammer, Thomas Steller, Christian Vogel

Ausstellungen entwickelten sich im Laufe des 19. Jahrhunderts zu eigenständigen kulturellen "Demonstrations- und Repräsentationsveranstaltungen". Verwandt mit Jahrmärkten, Messen und Museen verbanden sie Bildung und Aufklärung mit Vergnügen, Information mit Wissensvermittlung und zogen Besucherzahlen im zweistelligen Millionenbereich an. Im Hinblick auf den Doppelcharakter von Ausstellungen als Medien der Wissensvermittlung und als besondere Formen der Wissenspräsentation liegt es nahe, sie als Elemente einer Beziehungsgeschichte von Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit zu begreifen. Ausstellungen erscheinen vor diesem Hintergrund als Produkte unterschiedlicher Wissensgehalte und vielfältiger Systemrationalitäten. Als "boundary objects" kommen in ihnen Rationalitäten unterschiedlicher gesellschaftlicher Teilsysteme in jeweils eigenwillig ausgehandelten Mischverhältnissen materialisiert zum Ausdruck.

Der Nachwuchsworkshop richtete sich an diejenigen, die sich mit Ausstellungen als ausgehandelte Präsentationen von Wissensbeständen oder als Medien von Wissensvermittlung aus einer vornehmlich historischen Perspektive beschäftigen. Er hat deutsche und internationale ForscherInnen mit unterschiedlichen Forschungsperspektiven zusammengeführt. Es handelte sich hierbei um ein teils exploratives Vorgehen, das sowohl thematisch und methodisch als auch im Hinblick auf die untersuchten Ausstellungen (z.B. Weltausstellungen, Spezialausstellungen, Museumsausstellungen) breit angelegt war.

The United States as a Developing Society: Analytical Perspectives (17./18. Juni, 24./25. Juni, 1./2. Juli)

VeranstalterInnen: Alan Lessoff, Anna-Lisa Müller
KommentatorInnen: Richard Schneirov (Indiana State University), Kate Masur (Northwestern University), Jørn Brøndal (University of Southern Denmark)

Der dreiwöchige Workshop zielte darauf ab, HistorikerInnen und SozialwissenschaftlerInnen eine Einführung in theoretische, historiografische, transnationale und vergleichende Denkansätze zu geben, die von WissenschaftlerInnen aus den USA verwendet werden, wenn sie die Jahrzehnte zwischen dem Amerikanischen Bürgerkrieg und dem Ersten Weltkrieg analysieren. Diese Epoche ist bestimmt durch schnelle wirtschaftliche Entwicklung und politische sowie kulturelle Veränderungen, wodurch das Fundament für die Stärke der Vereinigten Staaten im 20. Jahrhundert gelegt wurde. Die TeilnehmerInnen gewannen eine grundlegende Vorstellung von Annahmen, von denen amerikanische Historiker ausgingen, wenn sie von den Vereinigten Staaten als einer sich entwickelnden Gesellschaft schrieben. Weiterhin wurde den Teilnehmenden die Möglichkeit gegeben, ihre eigenen laufenden Arbeiten mit das Seminar besuchenden Experten zu einzelnen Themenbereichen zu diskutieren.

Im ekvv ist das detaillierte Programm zu finden.

Russian and German Identities Across Time and Borders (8.-10. April an der University of Notre Dame)

VeranstalterInnen: BGHS, Semion Lyandres, Stephan Merl, Andreas Vasilache, Dietmar Wulff, Tatjana Zimenkova

In Zusammenarbeit mit: Abteilung Geschichte (Universität Bielefeld), Department of History (University of Notre Dame, USA), Zentrum für Deutschland- und Europastudien (Universität Bielefeld und St. Petersburg State University, Russland)

Der zweite Teil des im Vorjahr gestarteten interdisziplinären Workshops zwischen der University of Notre Dame, dem ZDES und der BGHS fand in diesem Jahr in Notre Dame statt. Thematisch standen wie schon im Vorjahr Fragen der russischen und deutschen Identität im Vordergrund. In vier Plenarsitzungen wurden Vorträge gehalten und diskutiert, schließlich hielten mit Stephan Merl ein Historiker und mit Tatjana Zimenkova eine Soziologin die Keynote-Vorträge. Auch im zweiten Jahr des Workshops wurde eine Exkursion unternommen, es ging u.a. in den Amish County.

Programm

Zwischen Arbeit und Familie: Wandel in Beschäftigungsverhältnissen und im Privatleben und ihre gegenseitige Beeinflussung (31. März-1.April 2011)

VeranstalterInnen: Tobias Graf, Stefanie Hoherz
In Zusammenarbeit mit: Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft
KommentatorInnen: Martin Diewald (Bielefeld), Mechtild Oechsle (Bielefeld), Michael Wagner (Köln)

In diesem Workshop wurde diskutiert, welche Veränderungen auf Arbeitsmärkten stattfinden und welche Auswirkungen dies auf das Privatleben hat. Und umgekehrt, wie sich Veränderungen im Privatleben, auf Arbeitsmärkten, in Unternehmen und Organisationen auswirken. Der Workshop bot Promovierenden die Möglichkeit, eine aktuelle Forschungsfrage ihrer Dissertation vorzustellen und sich mit Experten und andern NachwuchswissenschaftlerInnen darüber auszutauschen.


Forschungswerkstatt: Qualitative Daten in der Arbeitssoziologie (19.-22. Januar 2011)

Veranstalterinnen: Almut Kirschbaum, Melanie Steiner
In Zusammenarbeit mit: Hans-Böckler-Stiftung
Gäste: Jens Bergmann (Hannover), Peter Kels (Darmstadt), Gabriele Wagner (Hannover)

Während Forschungskolloquien meist inhaltliche Darstellungen der einzelnen Dissertationsprojekte beinhalten, lag in dieser Forschungswerkstatt der Schwerpunkt auf dem Einsatz von Methoden der rekonstruierten Sozialforschung. In der Forschungswerkstatt bestand die Möglichkeit, eigenes Datenmaterial aus dem Dissertationsprojekt in der Gruppe gemeinsam zu diskutieren und konkrete Methodenprobleme zu erörtern. Inhaltlich beschäftigte sich die Forschungswerkstatt mit Fragestellungen der Arbeitssoziologie (mit Querschnitten zur Organisations-, Wirtschafts- und Geschlechtersoziologie).

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