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Bielefeld Graduate School
in History and Sociology
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Workshops und Konferenzen 2014

Märkte - Soziale Dimensionen und historischer Wandel in interdisziplinärer Perspektive (18.-19. Juli 2014 Universität Bielefeld)

Organisation: Martin Bühler, Sebastian Teupe

SoziologInnen und HistorikerInnen können sich leicht darauf verständigen, dass Märkte keine naturgegebenen Phänomene sind, dass sie nicht anonym sind und dass es keinen automatischen Preismechanismus gibt. Aber die Abgrenzung von der ökonomischen Modellwelt allein liefert keine Anhaltspunkte für ein im interdisziplinären Austausch notwendiges Verständnis. Bisher haben sich die beiden Disziplinen in weitestgehend wechselseitiger Ignoranz der Untersuchung von Märkten angenommen. Das lässt die Frage offen, ob es überhaupt ein disziplinübergreifendes Verständnis von Märkten gibt.

Wir möchten zu einem zweitägigen Workshop an der Universität Bielefeld einladen, um an dieser Frage interessierte Forscherinnen und Forscher beider Disziplinen zusammenzubringen. Unser Ziel ist nicht die gegenseitige Präsentation fertiger Ergebnisse, sondern ein intensiver Austausch über das eigene Forschungsverständnis und insbesondere die Diskussion praktischer Fragen: wenn Märkte sozial konstruierte, unklar definierte und historisch wandelbare Gebilde sind, wie lassen sie sich dann überhaupt analysieren? Wie muss eine Arbeit aufgebaut sein, um historischen Wandel in einem nach ökonomischem Verständnis zutiefst ahistorischen Mechanismus nachweisen zu können? Wo und wie lässt sich der performative Einfluss ökonomischer Theorien auf das Markthandeln verfolgen?

Im Rahmen des Workshops möchten wir diese Fragen anhand konkreter Forschungsprojekte diskutieren. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Bielefeld Graduate School in History and Sociology (BGHS) statt.

Empirical Research in Law and Society Projects - Enhancing Research Practice (January 23, 2014 at Bielefeld University and March 5, 2014 at the University of Warwick).

Organisation: Agnieszka Doll, Dr Ania Zbyszewska

Do you use empirical research in your study of law and society? Would you like to share your experiences with others, and/or learn more about the different types of methods that you can use to enhance your research practice?

Facilitated by Agnieszka Doll (PhD Candidate University of Victoria, Faculty of Law) and Dr Ania Zbyszewska (University of Warwick School of Law), these collaborative workshops consider empirical methodologies and methods in law and society research. Each workshop is open to 20 participants, and is primarily aimed at doctoral students and early career researchers. Apart from presentations by researchers experienced in a range of methodological approaches, participants will be invited to present a brief sketch of their own research methodologies, questions, or dilemmas that might be considered in group discussion. The aim is 1) to reflect on what empirical social-legal research offers/could potentially offer, 2) to support and strengthen understanding of empirical research methods within the socio-legal community, and 3) to foster international flow of ideas about socio-legal research practices. Among others, the workshops will examine textual methods, mixed qualitative methods, ethnographies that can be used by researchers to investigate law, its discourses, and its practices in social, political, economic, and historic contexts.

For more information please visit http://erlsp.wordpress.com/2013/11/11/methodology-workshops-for-socio-legal-researchers.

Von dienstlichen Dokumenten zu Quellen historischer Forschung: Karrieren amtlicher Dokumentation vor und nach 1989 (16.01.-17.01.2014)

Organisation: Olga Galanova, Klaus Schroeder

Programm

Die Diskussion darüber, welcher Wert den Quellen aus DDR-Archiven beizumessen ist, läuft seit den 90er-Jahren. Seitdem wurde meist eine kritische Distanz zu diesen Unterlagen eingenommen, weil sie im Kontext ideologiegeprägter Institutionen entstanden sind, die eine Tendenz haben, Wirklichkeit durch ein Raster wahrzunehmen, das auf eine eigene Zweckbestimmung und Normengefüge zugeschnitten ist. Besonders ist diese Quellenkritik bei der Auseinandersetzung mit solchen Themen wie Alltagsleben, Arbeit, Familie oder Wirkmächtigkeit von Ideologie in der DDR relevant. Sie kommt aber auch dort zum Tragen, wo die Auseinandersetzung mit statistischem Quelleninhalt notwendig ist.

Wir wollen während unserer interdisziplinären Tagung herausstellen, wie dienstliche Dokumente zu Quellen historischer Forschung werden (können), welche Aussagekraft diesen Unterlagen beizumessen ist und an welchen Grenzen einer Erkenntnisleitung die Karriere amtlicher Dokumentation der DDR stößt. Wir wollen einladen, an konkreten Beispielen zu diskutieren, wie und wo die Forschung zur DDR von einer erweiterten bzw. neugestalteten Quellenkritik profitieren kann.

Eines der zentralsten Anliegen besteht daher darin zu hinterfragen, ob die innerhalb bürokratischer Prozesse und für die internen Zwecke von Behörden entstandenen Dokumente unter dem Blickwinkel ihrer Abbildfunktion zu betrachten sind und überhaupt als Repräsentation einer dahinterliegenden objektiven historischen Realität dienen können. Deswegen besteht ein weiteres Ziel darin, die Spezifik des institutionellen Kontexts der Aktenproduktion in einen analytischen Zusammenhang mit institutionellen Vorschriften und unterschiedlichen Genres der Dokumentation zu bringen. Ein weiterer Inhalt der Tagung könnte darin bestehen, Methoden zu entwickeln mit denen diese Quellen zusätzlich kontrastiert werden können, um zu Antworten auf die o.g. Fragen zu kommen.




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