Christiane Heß

Lager - Zeichnungen. Funktionen und Rezeptionen am Beispiel der Konzentrationslager Neuengamme und Ravensbrück (Arbeitstitel)

Zeichnungen, die in den Konzentrationslagern entstanden sind und bildliche Zeugnisse, die nach der Befreiung der Lager von Überlebenden angefertigt wurden, stehen im Mittelpunkt des Dissertationsprojekts. Ziel des Projekts ist die Analyse dieser Selbst-Zeugnisse im Kontext des visuellen Archivs des Konzentrationslagers Neuengamme und des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück. Zwei Lagerkomplexe, die in Bezug auf ihre visuelle Überlieferung bislang kaum Erwähnung gefunden haben, anders als z.B. Buchenwald, Bergen-Belsen, Auschwitz. Die Untersuchung umfasst den Zeitraum von 1938/39 bis 1965.

Die Perspektiven der Opfer werden in der Arbeit mehrdimensional analysiert. Meine Forschungsfragen fokussieren auf drei Themenfelder, die Praxis des Zeichnens im Lager, die Sujets der Zeichnungen, sowie die Verwendungsweisen der Zeichnungen. Die Arbeit verortet sich an Schnittstellen zwischen Konzentrationslager- und Holocaustforschung, der Alltagsgeschichte, der historischen Bildforschung und dem Forschungsfeld der Erinnerungskultur.

Betreuerinnen:
Prof. Dr. Martina Kessel, Universität Bielefeld
Prof. Dr. Stefanie Schueler-Springorum, Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin

Zur Person

Studium zunächst der Sonderpädagogik, dann der Geschichte und Kunstgeschichte an den Universitäten Dortmund, Hamburg und Salamanca/Spanien (Magistra Artium 2007). Seit 2008 Dissertationsprojekt zu Zeichnungen aus den Konzentrationslagern Neuengamme und Ravensbrück. Mitglied der Bielefeld Graduate School in History and Sociology, Universität Bielefeld.




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