Eva-Maria Walker

Der Topos der ‚sozialen Einbettung’ in der Kritik – Plädoyer für eine duale Perspektive zwischen wirtschafts- und finanzsoziologischen Argumentations­logiken“


Gegenstand des Promotionsprojekts ist eine kritische Diskussion des Kernarguments wirtschaftssoziologischer Forschung – der Topos der „sozialen Einbettung“ –, der jüngst in der finanz­soziologischen aber auch in der wirtschaftssoziologischen Debatte zu etlicher Kritik gelangt ist.
Ausgehend von bestehenden Kritiklinien, die auf die Grenzen eines ordnungs­theoretisch interpretierten Institutionenbegriffs verweisen, gilt es dessen handlungs­theoretischen Bezug näher herauszustellen, der in klassischen wirtschafts­soziologischen Arbeiten häufig unterbelichtet ist.
Unter Rekurs auf die empirische Grundlage des Promotionsprojekts – der Konstitution eines Anlagemarkts für nachhaltige Investments sowie der sich in diesem Rahmen neu etablierenden Kalkulationsmodelle – wird dafür plädiert, den handlungstheoretischen Bezug nicht nur auf die Theorietradition der rational choice zu beschränken. Vielmehr lassen die Kontingenzen realer Handlungssituationen sowie die für die Genese neuer Rechenmodelle konstitutiven Reziprozitäts­beziehungen zwischen Alltags- und wissenschaftlichen Theorien einen sozial­konstruktivistisch geprägten Zugang fruchtbarer erscheinen.


Homepage von Eva-Maria Walker an der Fakultät für Soziologie


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