Frank Wolff
Neue Welten in der Neuen Welt? - Der Allgemeine Jüdische Arbeiterbund im Migrationsprozess, 1905-1950.
Der 1897 in Wilna gegründete Allgemeine Jüdische Arbeiterbund, kurz: Bund, wird gerne als eine allein auf Osteuropa bezogene Partei verstanden. Unbeachtet blieb in der Historiographie jedoch der Fakt, dass der Bund seit Anbeginn von migratorischen Strömungen geprägt war. Die voll beladenen Dampfschiffen fanden dabei nicht nur den Weg nach New York, seit den 1920er Jahren entwickelte sich Buenos Aires zu einem weiteren bedeutenden Hafen. An Bord befanden sich viele Bundisten die in den sozialistischen und jiddisch-kulturellen Sphären der Neuen Welten eine bedeutende Rolle spielen sollten. Im Rahmen dieses Promotionsprojektes wird als erstes gefragt, was es zu unterschiedlichen Zeiten denn hieß, "Bundist zu sein". Davon ausgehend, dass nicht Mitgliedskarten, sondern unterschiedlichste Partizipationsformen maßgeblich waren, untersucht dieses Projekt erstens die Entstehung interner Aktivimusmuster. Zweitens fragt es danach, inwieweit diese Muster mit den Bundisten nach Übersee "migrierten". Migrierte gar die soziale Bewegung mit ihren Mitgliedern?
Betreuung: Prof. Dr. Thomas Welskopp
Curiculum Vitae
seit 2009 Doktorand, Bielefeld Graduate School in History and Sociology
2008 Archivreisen in die USA und nach Argentinien
2008 Aufnahme in die Graduiertenförderung der Friedrich-Ebert-Stiftung
2007-2008 Doktorand und Lehrkraft, Abteilung für Osteuropäische Geschichte, Universität zu Köln
2005-2007 Tutor im Rahmen der Einführungsseminare, Osteuropäische Geschichte
1999-2007 Studium der Osteuropäischen Geschichte, M/N Geschichte, Anglistik und Germanistik, Universität zu Köln
1999-2004 Teilnahme und Koordination von Projekten zum Freiwilligen Friedensdienst in Bosnien/Herzegowina und Serbien und Montenegro
1998-1999 Zivildienst
1998 Abitur
geboren 1977 in Dresden
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