Kristoffer Klammer

Krisenkonstruktionen: Sprachliche Strategien und Dynamiken bei der Genese von 'Wirtschaftskrisen' (1929 - ca. 1976)

Die Studie perspektiviert Wirtschaftskrisen als Phänomene, die nicht allein aus spezifischen ökonomischen Konstellationen oder Ereigniskomplexen resultieren, sondern diskursiv entstehen. Zentral ist die Frage, welchen Akteuren es vor welchem situativen Hintergrund mittels welcher sprachlichen Strategien gelang, das Deutungsmuster der 'Wirtschaftskrise' zu etablieren. Mithin untersucht die Arbeit, wie sprachliche Dynamiken 'Krisen' als Interpretationsmuster hervorbrachten, die politisch, aber auch für wirtschaftliche Handlungen und Reflexionen über Modi des Wirtschaftens wirkmächtig waren. Vergleichend betrachtet werden hierzu die Weltwirtschaftskrise ab 1929, die bundesdeutsche 'Wachstumsdelle' 1966/67 sowie die sogenannte 'kleine Weltwirtschaftskrise' der 1970er. Die Analyse dient dem Ziel, das für jene Zeiträume gemeinhin unterstellte Krisenbewusstsein in den Mechanismen seines Zustandekommens zu erfassen sowie in seiner konkreten Erscheinungsform und politischen Wirkung zu erklären.




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