Sarah Hilterscheid
Global / Lokal. Positionen zeitgenössischer Kunst
Ausgangspunkt des Dissertationsprojekts "Global / Lokal. Positionen zeitgenössischer Kunst" sind Biennalen, von denen angenommen wird, dass sie als internationale periodische Großausstellungen zeitgenössischer Kunst in unterschiedliche kulturwissenschaftliche Diskurse um die Globalisierung und Zeitgenossenschaft der Kunst eingebunden sind und diese zum Teil selbst hervorgebracht haben. Vor allem seit den 90er Jahren sprießen die Biennalen wie Pilze aus dem Boden und entwickeln Strategien der Differenz, um sich von jeweils anderen Ausstellungen zu unterscheiden. Als Untersuchungsgegenstand wird dabei insbesondere eine durch die postkoloniale Forschung angeregte Debatte um Globalisierung/ Lokalisierung der Kunst in den Blick genommen, die wesentlich zur Revision eines westlich geprägten Kunstverständnisses beigetragen hat. Am Beispiel der Biennalen in Dakar, São Paulo und Venedig werden der Transfer von Künstler/innen, Kunstwerken und Konzepten sowie die gegenseitige Rezeption herausgearbeitet, um zu untersuchen, ob und in welcher Weise sich Diskurse über Kunst auf globaler oder lokaler Ebene konstituieren.

