Methodisches Vorgehen und Ablauf

Überblick:
  • Übersicht über die methodischen Ansätze des Projektes.
  • Informationen zum Projektablauf an den Schulen.


Folgende vier Thesen rahmen das Vorgehen im Projekt:

1. Vernetzung statt Vereinzelung
Statt einer Aufnahme als Einzelbaustein soll eine Implementierung der Reanimation in den Fachunterricht (Biologie und Sport) realisiert werden, in welchem im Rahmen bestehender Themenfelder die Wiederbelebungskompetenz – als vernetztes Lernen – vermittelt wird. Diese Unterrichtsvorhaben sollen sich je nach Jahrgangsstufe auf bis zu oder auch mehr als 10 Unterrichtseinheiten belaufen. Das Komplexitätsniveau steigt stufenweise, und wird in Form eines Spiralcurriculums erfolgen.

2. Zwei-Perspektiven-Prävention
Als Ergänzung bzw. Konsequenz aus Punkt 1 wollen wir – neben der Anbindung an durch Fachcurricula vorgegebene, verwandte Themenfelder (z.B. Herz-Kreislaufsystem, Organe…) – besonders den präventiven Aspekt in Hinsicht ‚Herz-Kreislauf-Gesundheit‘ stärken und in den Reanimationsunterricht einflechten. Neben der Verbesserung der Überlebensraten soll auch mit Herz-Kreislaufstillständen assoziierten Erkrankungen im Allgemeinen vorgebeugt werden (Themenfelder ‚gesunde Lebensführung‘, ‚Ernährung‘, oder ‚Gesunderhaltung‘). Wir bezeichnen dieses Vorgehen als Zwei-Perspektiven-Prävention.

3. Der Faktor ‚Lehrerinnen und Lehrer‘
Neben der Weiterbildung der Schülerinnen und Schüler an den Schulen sollen die Lehrerinnen und Lehrer als sekundäre Zielgruppe Teil des Projekts bzw. des Forschungsdesigns sein. Es geht dabei vor allem darum, in einer Bedarfserhebung zu Beginn Bedürfnisse, Befürchtungen und aktuelle Defizite und Barrieren in den Schulen zu untersuchen. Durch deren Behebung soll Reanimationsunterricht im täglichen Schulgeschäft umsetzbar werden. Lehrerinnen und Lehrer sollen für den angestrebten Schneeballeffekt sorgen und Reanimationsunterricht eigenverantwortlich im Unterricht einbauen.

4. Verfügbarmachung von Unterrichtsmaterial: Praxisleitfaden
Für den Alltag erprobte und evaluierte, medizinisch-biologisch fundierte Unterrichtskonzepte, Reihenplanungen oder Kopiervorlagen gibt es kaum. Diese Arbeitsmaterialien müssten überdies einen Bezug zu Lehrplaninhalten beteiligter Fächer aufweisen (Biologie und Sport). Fragestellungen und Inhalte sollten kompetenzorientiert alle Inhaltsfelder verbinden: beispielsweise prozedurales Handlungswissen (Notfallmaßnahmen), Konzeptwissen (physiologische Bedeutung des Kreislaufsystems und Herzens), Reflexion und Wertung (Prävention von Erkrankungen durch ein gesundes Leben). Ein solcher Praxisleitfaden für die Schule soll eine ‚Brücke bauen‘ für eine erfolgreiche Implementierung und ist zuletzt Ziel der Erprobung innerhalb unseres Projektansatzes.

Die einzelnen Methoden der Unterrichtskonzeption und auch der Projektablauf ist noch in der Planung und wird zu gegebenem Zeitpunkt hier nähere Erläuterung finden.


 
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