Praxisbeispiel: Erste-Hilfe-Videos

Überblick:
  • Ein Video- und Filmprojekt zur Unterscheidung von einfachen und lebensgefährlichen Erste-Hilfe-Situationen mit Grundschülern.
  • Beispiel für eine Umsetzung, die bereits die Altersgruppe zwischen 6 und 10 Jahren erreicht und verständlich ist.


Grundschüler der Bültmannshofschule drehen kurze Videoclips zur ersten Hilfe

Vier typische Situationen aus dem Schulalltag werden vom Franziskus Hospital und der Universität Bielefeld gefilmt

Studien haben gezeigt, dass bereits Kindergarten- und Grundschulkinder die Wichtigkeit der Ersten Hilfe in Notfallsituationen erlernen und entsprechend darauf reagieren können. Das Spektrum umfasst dabei das Beistehen und Helfen oder das Holen von Erwachsenen zur weiteren Versorgung, in lebensbedrohlichen oder schmerzhaften Situationen auch den Notruf.

Was in einer alltäglichen Situation - auf dem Schulhof, dem Spiel- oder Bolzplatz an der Grundschule Bültmannshof – passieren kann, demonstrieren ab sofort vier Kurzfilme (diese finden Sie weiter unten auf der Seite).




Das "Filmteam"

Das Film- und Fotoprojekt ist auf Anregung von Prof Dr. Dr. Niels Rahe-Meyer, Chefarzt der Anästhesiologie des Franziskus Hospitals entstanden, um dieses in der „Woche der Wiederbelebung 2016“ und später zu Lehrzwecken einzusetzen.

Didaktische Begleitung erfolgte durch Prof. Dr. Claas Wegner von der Universität Bielefeld (Biologiedidaktik, Abteilung Botanik & Zellbiologie) und zwei wissenschaftliche Hilfskräfte, Thomas Funk und Rico Dumcke. Die Implementierung von Handlungskompetenzen in Erster Hilfe in der Schule (Sachkunde- bzw. Biologieunterricht), ist aus didaktischer und lerntheoretischer Perspektive ein wichtiges und sinnvolles Anliegen. Die Biologiedidaktik will sich aus diesem Grund dem Thema widmen.



Die Filmaufnahmen wurden vom Zentrum für Lehren und Lernen (ZLL)/Medientechnik der Universität Bielefeld angefertigt (unter Leitung von Mediengestalter Bild und Ton Fabian Bien). Zweiter Kameramann war Patrick Möller, der mit einem System zur Stabilisierung von Freihand-Kamera-Aufnahmen besonders die Sequenzen in Bewegung erstellt hat.

Das Deutsche Rote Kreuz Bielefeld hat den Dreh dabei mit dem professionellen Schminken der Verletzungen der Grundschülerinnen und -schüler in den Hauptrollen unterstützt und einen Einsatzwagen zur Verfügung gestellt.



Ziel und Verwendung

Die Foto- und Videoaufnahmen dienen vor allem zu Lehr- und Demonstrationszwecken. Sie sollen veranschaulichen, dass auch im Grundschulalter Erste Hilfe wichtig und vor allem möglich ist!



Aus didaktischer Perspektive gehört die Wissens- und Kompetenzvermittlung von „Erster Hilfe“ in den Bereich des Sachunterrichts und des Biologieunterrichts. Es ist sinnvoll und nachhaltig, diese medizinische Grundbildung und die Verantwortung für andere in unser Solidargemeinschaft, auch bereits den Jungen und Kleinen unter uns, weiterzugeben. Dies kann und soll in didaktisch reduzierter Form geschehen: vor allem den (psychologischen) Beistand und das Aktivieren von weiterer Hilfe (durch Erwachsene oder durch den Notruf 112) sollte man bei den 6-10-Jährigen in den Vordergrund stellen. Denn: Oftmals sind nur sie es, die im Notfall anwesend sind. Um zu reagieren, ist dabei von Bedeutung, dass sie bewusst wahrnehmen, was für eine Art von Situation vorliegt, dass sie Bagatelle und (lebensbedrohlichen) Notfall unterscheiden.

Was haben wir gefilmt?

Ziel des Projektes war es, vier kurze Videoclips von vier zu unterscheidenden Situationen und Schweregraden von Verletzungen bzw. Notfällen zu filmen. Die Hauptrollen wurden von 2-3 Kindern der Bültmannshofschule gespielt.
Diese vier Situation, zu denen ein Video erstellt wurde, sind die folgenden:





Die Videoclips können Sie hier ansehen:

Situation 1: Unproblematische Verletzung


Situation 2: Problematische Verletzung


Situation 3: Bewusstlosigkeit mit Atmung


Situation 3: Bewusstlosigkeit ohne Atmung




Wir danken herzlich allen Beteiligten: Schulleitung und Kollegium sowie Eltern und Schülern der Bültmannshofschule, dem Deutschen Roten Kreuz Bielefeld sowie dem gesamten Filmteam und den Fotografen.



 
Wir bedanken uns bei: