Berufsfeldbezogene Praxisstudie (BPSt)/ Praxiskurs: Unterrichten von
naturwissenschaftlich begabten SchülerInnen im Projekt Kolumbus-Kids

Überblick:
  • Studierende planen, organisieren und führen selbstständig Unterrichtsstunden für die Kolumbus-Kids durch, die im Anschluss reflektiert werden
  • Bestandteil des BiWi-Moduls 25-BiWi11 für G und G ISP
  • nur in Zusammenhang mit dem Kurs von Prof. Dr. Claas Wegner "Planung und Durchführung von Biologieunterricht" belegbar
  • Voraussetzung für den Erhalt eines Zertifikats der Bezirksregierung Detmold und der Universität Bielefeld
  • findet parallel zum Schuljahr statt (also 5 Wochen während der Vorlesungszeit oder der vorlesungsfreien Zeit)
  • Angebot im WiSe und SoSe

Die berufsfeldbezogene Praxisstudie ist in den bildungswissenschaftlichen Modulen 25-BiWi11 berufsfeldbezogene Praxisstudie Diagnostik und Förderung (Lehrämter G und G ISP) bzw. 25-BiWi5 berufsfeldbezogene Praxisstudie Erziehen und Unterrichten (Lehrämter HRGe unb Gym/Ge) verankert. Das jeweilige Modul ist Teil des bildungswissenschaftlichen Studiums, die Praxisstudie als Modulelement wird in Bielefeld aber in aller Regel vom jeweiligen Kernfach bzw. Schwerpunktfach organisiert, durchgeführt und begleitet. Die Module sind von den Studierenden in der Regel in ihrem dritten Studienjahr entsprechend der von ihnen gewählten Schulform zu absolvieren.

Im Folgenden werden die Möglichkeiten der Praxisstudien vorgestellt, die bei Prof. Dr. Claas Wegner im Berufsfeldpraktikum besucht werden können. Wichtig ist, es werden hier zwei alternative Möglichkeiten vorgestellt, die nicht beide absolviert werden müssen!

Möglichkeit I

In Kombination mit der Teilnahme am Seminar "Planung und Durchführung von Biologieunterricht" von Prof. Dr. Claas Wegner kann dieser Praxiskurs belegt werden. Die Umsetzung der wissenschaftlichen und fachdidaktischen Basis in die Praxis ist das Ziel dieses Kurses. Die Studierenden erhalten hier die Gelegenheit, selbstständig Unterrichtsstunden zu planen, zu organisieren und durchzuführen.

Insgesamt gibt es 5 Kurse der Jahrgansstufen 4, 5, 6 und 10. Die Studierenden werden am ersten Termin einem der Kurse zugeteilt und begleiten diesen Kurs während des Semesters. Die aktuellen Termine der Kurse sind unter www.Kolumbus-Kids.de und hier unter dem rechten Menüpunkt „Ablauf der Kurse“ einer Tabelle zu entnehmen.

Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf folgenden Schwerpunkten:

  • Entwicklung lehrplanunabhängiger Unterrichtskonzepte und Zusammenstellung des notwendigen Materials
  • gemeinsame Planung von Unterrichtsreihen/Themen
  • Durchführung der Stunden unter Einsatz der trainierten Methoden und Verhaltensmuster
  • Reflexion und kritische Analyse des durchgeführten Unterrichts
  • Vergleich verschiedener Unterrichtsmethoden (Handlungsorientierung, Problemorientierung etc.)
  • Vergleich verschiedener Ergebnissicherungsstrategien

Bevor die Stunden durchgeführt werden, wird dafür jeweils ein Unterrichtsentwurf inklusive Sachanalyse, didaktisch-methodischen Überlegungen und einem tabellarischen Verlaufsplan erstellt und eingereicht. Eine Verknüpfung der prozessbezogenen Kompetenzen des Kernlehrplans mit den Inhalten der Unterrichtsstunden soll darin ebenfalls berücksichtigt werden. Eine Reflexion findet – ähnlich wie bei Unterrichtsbesuchen im Referendariat – direkt im Anschluss statt und fördert daher sowohl den Lernprozess der Studierenden als auch die Optimierung der Unterrichtsstunden. Zusätzlich zum praktischen Teil beinhaltet der Praxiskurs auch zwei theoretische Phasen. In der ersten Phase zum Kursbeginn erhalten die Studierenden die notwendigen Informationen zur Erstellung der Unterrichtsentwürfe sowie Informationen über die Beurteilungskriterien der Seminarleitung. In der zweiten theoretischen Phase, die nach jeder Stunde stattfindet, erfolgt die Reflexion der in den Unterrichtsstunden gewonnenen Erfahrungen der Teilnehmer. Begleitet werden die Unterrichtsverläufe durch eine Videoanalyse, die ebenfalls den Studierenden beim Reflektieren helfen soll. Die Studierenden nehmen bei dieser Gelegenheit kritisch Stellung zu ihrem Unterricht und berichten über die Erfahrungen, die sie gemacht haben. Ferner werden an dieser Stelle weitere Möglichkeiten zur Förderung begabter, aber auch lernschwacher SchülerInnen vorgestellt.

Nach erfolgreichem Abschluss beider Veranstaltungen ("Planung und Durchführung von Biologieunterricht“ und "Berufsfeldbezogener Praxisstudie/ Praxiskurs") erhalten die Studierenden ein von der Bezirksregierung Detmold und der Universität Bielefeld ausgestelltes Zertifikat über eine zusätzliche Qualifikation in der individuellen Förderung mit dem Schwerpunkt der Begabtenförderung.

Möglichkeit II

Als Alternative zu diesem Praxiskurs besteht die Möglichkeit, eine Experimentier-AG ein halbes Jahr lang verpflichtend zu leiten. Die Experimentier-AG ist ein Label, das 2009 von Prof. Dr. Claas Wegner entwickelt wurde und AG´s direkt an Schulen betreut. Studierende, die hier mitwirken möchten, müssen die AG für ein Schuljahr begleiten und mit den SchülerInnen in den Schulen eigenverantwortlich experimentieren, d.h. AG-Konzepte in der Universität entwickeln, mit dem Betreuer absprechen und dann in der Schule mit den SchülerInnen durchführen.

Sollten Sie Interesse an einem solchen Projekt haben, setzte Sie sich bitte rechtzeitig mit Prof. Dr. Claas Wegner in Verbindung!



 
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