Biology for everyone

Überblick:
  • Projekt zur sprachlichen und naturwissenschaftlichen Förderung von neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern
  • Einblick in die Naturwissenschaft durch zahlreiche Experimente
  • Sprachsensible und visuelle Aufbereitung von Inhalten
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In dem neu entwickelten Angebot "Biology for everyone" sollen neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit bekommen, Naturwissenschaften mithilfe spannender Experimente und eigener Erfahrungen hautnah zu erleben. Durch die oftmals vorhandene Sprachbarriere kann fachspezifischer Unterricht in den Schulen ein großes Problem darstellen, weshalb das Angebot der Universität Bielefeld mit neuen Impulsen versucht diese Schwierigkeiten zu umgehen, indem ein auf die Schülergruppe zugeschnittener MINT-Unterricht in den internationalen Klassen direkt stattfindet. Biologie bietet durch anschauliche Versuche und Lebendobjekte vielfältige Möglichkeiten, über den visuellen und handlungsorientierten Weg Erkenntnisse zu gewinnen, sodass auch Schülerinnen und Schüler mit Sprachbarrieren ohne Probleme integriert werden können.

Da Bundesbildungsministerin Wanka den Schwerpunkt der Flüchtlingsprogramme vermehrt auch auf berufliche Bildung legen möchte (vgl. www.bundesregierung.de), ist es für Kinder und Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren zudem eine gute Möglichkeit, hierbei verschiedene Berufsfelder und Disziplinen kennenzulernen, um herauszufinden, welche Ausbildung für sie infrage käme. An dieser Stelle bietet der Unterricht einige Anreize; so werden den Jugendlichen verschiedene Arbeitsmethoden, Tiere und Themen in den Naturwissenschaften näher gebracht sowie erste sprachlichen Kompetenzen vermittelt.
Das Projekt bietet durch spannende Experimente große Anreize, die deutsche Sprache zu erlernen und sich für den MINT-Bereich zu begeistern. Da es auch möglich ist, allein mit visuellen Hinweisen Versuchsdurchführungen o.ä. verständlich zu machen, kann das Interesse an den Naturwissenschaften geweckt werden.

Momentan findet das Projekt am Ratsgymnasium und dem Gymnasium am Waldhof in Bielefeld statt, wo in den internationalen Klassen jeweils mit drei Wochenstunden Naturwissenschaften unterrichtet werden.

Ziele und Nutzen für die Praxis

Überblick:
  • Individuelle Förderung von Schülerinnen und Schüler
  • Vermittlung naturwissenschaftlicher Arbeitsweisen und Stärkung des naturwissenschaftlichen Interesses
  • Kompetenzneuerwerb und -ausbau
  • Aus- und Weiterbildungsmöglichkeit für Lehramtsstudierende
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Da häufig bemängelt wird, dass an den Schulen zusätzliche Lehrkräfte für internationale Klassen o.ä. fehlen, kann das Problem an der Universität Bielefeld durch Lehramtsstudierende entschärft werden. Es bietet sich an, Studierende der Biologiedidaktik in die Projekte einzubeziehen, da sie selbst in Vorbereitung auf ihren späteren Beruf Erfahrungen mit einer Form schulischer Integration von neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern machen können und für den Lehrerberuf auf die Anforderungen des sprachsensiblen Fachunterrichts besser vorbereitet werden. Zudem erhalten die Studierenden durch das Unterrichten Praxiserfahrung und üben sich im Umgang mit digitalen Medien im Unterricht. Auch unter dem Gesichtspunkt der individuellen Förderung sammeln die Studierenden Erfahrungen, da sie gezielt Kleingruppen beim Experimentieren begleiten und auf die jeweiligen Voraussetzungen reagieren müssen.

Die Schülerinnen und Schüler bekommen die Möglichkeit, biologische Phänomene zu beobachten, zu erklären und zu analysieren. Dabei steht stets ein handlungsorientierter Ansatz im Vordergrund, um neben den kognitiven Fähigkeiten auch die motorischen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu stärken. Zudem fördern die intensiven Praxisphasen die Motivation, da sie selber in die Rolle der Forscherin bzw. des Forschers schlüpfen. Ein weiteres Ziel des Projekts ist es, dass die Schülerinnen und Schüler lernen, dass man trotz Sprachbarrieren miteinander kommunizieren und naturwissenschaftlich arbeiten kann. Darüber hinaus wird ein gemeinsames „Grundvokabular“ der Naturwissenschaften angelegt und stetig trainiert, wodurch die Schülerinnen und Schüler selber auch merken, dass sie (fach-)sprachliche Fortschritte machen.

   ANSPRECHPARTNER

 Mario Schmiedebach


 Doktorand

 - Koordination des Projekts
"Biology for everyone" -

 E-Mail: mario.schmiedebach@uni-bielefeld.de

 Anmeldungen bitte an:



 
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