Ablauf der Kurse und methodisches Vorgehen

Überblick:
  • MINT-Unterricht mit einem Rundumblick über die Naturwissenschaften
  • Überwindung der Sprachbarrieren durch Fotoreihen und -anweisungen, Videos und Apps, um Experimentieren zu ermöglichen
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Der MINT-Unterricht findet derzeit an zwei Bielefelder Gymnasien (Ratsgymnasium und Gymnasium am Waldhof) in den internationalen Klassen statt. Mit jeweils drei Wochenstunden werden den Schülerinnen und Schülern die Naturwissenschaften handlungsorientiert und sprachsensible näher gebracht. Da dieser Unterricht nicht an den Kernlehrplan gebunden ist, bieten sich eine Vielzahl an Unterrichtsthemen an, die auf individuelle Wünsche der Schülergruppen eingehen können. So sollen u.a. Phänomene aus dem Tierreich, der eigenen Sinneswahrnehmung, der Chemie und der Robotik untersucht werden. Im weiteren Verlauf des Projektes ist zudem geplant, weitere Kooperationen zu etablieren und den MINT-Unterricht somit einer möglichst großen Gruppe zu ermöglichen.

Beim methodischen Vorgehen steht das Konzept CLIL (content and language integrated learning) im Fokus. Hierbei wird ein Dualfokus auf Fach- und Sprachunterricht gelegt, ähnlich wie beim bilingualen Unterricht (z.B. Biologieunterricht auf Englisch). Um sprachliche Barrieren zu überwinden und allen Schülerinnen und Schülern die Mitarbeit in Experimentalphasen zu ermöglichen wird unter anderem mit Fotoreihen und -anweisungen gearbeitet. Durch einzelne Vokabelangaben neben einem Foto oder Zeichnungen bestimmter Gegenstände werden den Kindern wichtige Wortkenntnisse vermittelt, die sie direkt bei den Experimenten anwenden können. Es ist wichtig, durch diese Art und Weise der Vermittlung die Freude der Kinder am Lernen und speziell an den Naturwissenschaften aufrechtzuerhalten bzw. zu entfachen, da die Integration im alltäglichen Leben und insbesondere in der Schule sonst noch schwieriger wird. Leider sind neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler nicht immer in der Lage, ihre Neugier an speziellen Themen der Biologie auszudrücken, da im Schulkontext selten die Möglichkeit besteht, rein experimentell zu arbeiten. Durch die situationellen Besonderheiten des Projekts soll eben genau dies ermöglicht werden, indem in kleinen Gruppen handlungsorientiert und praktisch gearbeitet wird.

 
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