Tiere im Projekt


In unserem Projekt gibt es rund 65 verschiedene Tierarten, einige ausgewählte werden im folgenden Verlauf kurz vorgestellt. Um der Artenvielfalt der Tiere im Projekt gerecht zu werden, werden auf dieser Seite Tiere mit den unterschiedlichsten Lebensräumen und Anpassungsfähigkeiten an die Umwelt präsentiert. Wie zum Beispiel unser Landeinsiedlerkrebs (Coenobita clypeata), der in den Subtropen und Tropen an Küstengebieten vorkommt. Bei Störungen kann sich der Landeinsiedlerkrebs in sein Gehäuse zurückziehen, welches er daraufhin mit seinen Scheren verschließt. Als Nahrung dient dem Landeinsiedlerkrebs alles was ihm in den Weg kommt, da er ein Alles- und Aasfresser ist.


Reptilien

Der Große Madagaskar-Taggecko (Phelsuma madagascariensis grandis) stammt, wie der Name schon sagt, aus Madagaskar und zählt mit zu den größten Geckoarten. Die Färbung des Geckos setzt sich aus diversen Grün- und Brauntönen zusammen, bei jungen Tieren sind die roten Flecken, Querbänderung, ausgeprägter als bei adulten. Der rote Streifen von der Nase zum Auge ist jedoch immer vorhanden. Kehle und Bauch sind weiß bis hellgrau. Der Madagaskar-Taggecko ist in Primärwäldern im Hochland zu finden, er versteckt sich dort bevorzugt in Bäumen, Sträuchern und im Schutz von Felsen. Als Nahrung dienen dem tagaktiven Gecko Insekten, Spinnen und Schnecken aber auch reife und überreife Früchte, Nektar und Pollen. Bei Gefahr wirft der Madagaskar-Taggecko den Schwanz ab.

Das Jemenchamäleon (Chamaeleo calyptratus) stammt aus den subtropischen Gebieten im Jemen und im Süden Saudi-Arabiens. Das Chamäleon zeichnet drei spezifische Anpassungsfähigkeiten aus. Dazu zählt zum einen das Farbwechselvermögen, das es dem Chamäleon ermöglicht, sich vor potentiellen Feinden zu schützen und seine Stimmungslage auszudrücken. Zum anderen hat das Chamäleon eine stark ausgeprägte visuelle Wahrnehmung, es kann seine Augen, unabhängig voneinander, um 360° drehen. Trotz seines schlechten Gehörsinns, kann das Chamäleon somit seine Umgebung wahrnehmen, wie auch Beute ausfindig machen. Zuletzt kann das Chamäleon seine Nahrung, Kleintiere und Insekten, mithilfe des Zungenschusses fangen.

Nun kommen wir zu einem der vielen aquatischen Bewohner im Projekt, der gewöhnlichen Moschusschildkröte (Sternotherus odoratus). Die Moschusschildkröte ist von Südostkanada bis zu dem Südosten der USA zu finden. Der Rückenpanzer ist länglich, graubraun bis schwarz und bei Jungtieren leicht gewölbt. Als Futter dienen Fische, Kaulquappen, Muscheln, Wasserinsekten, Algen und Wasserpflanzen. Eine Besonderheit der Moschusschildkröte ist, dass sie bei Reizungen ein stark riechendes Sekret, Moschus, ausscheidet.


Alle weiteren Reptilien finden sie in der folgenden Tabelle:

 Bibron Dickfingergecko  Pachydactylus bibronii
 Leopardgecko  Eublepharis macularius
 Flechtenplattschwanzgecko  Uroplatus sikorae
 Jungferngecko  Lepidodactylus lugubris
 Nordafrikanischer Mauergecko  Tarentola annularis
 Europäischer Mauergecko  Tarentola mauritanica
 Teppichchamäleon  Furcifer lateralis
 Pantherchamäleon  Furcifer pardalis
 Rotkehlanoli  Anolis carolinensis
 Feuer- Prachtskink  Lepidothyris fernanadi
 Strauchanoli  Anolis rejectus
 Kubanisches Chamäleon/ Falsches Chamäleon  Anolis barbatus
 Vielstreifen Mabuye  Mabuxa multifasciata
 Dornschwanzagame  Uromastyx malienensis
 Streifenköpfige Bartagame  Pogona vitticeps
 Grüne Wasseragame  Physignathus cocincinus
 Grüner Leguan  Iguana iguana
 Streifenbasilisk  Basiliscus vittatus
 Erdchamäleon  Rieppeleon brevicaudatus
 Trauerwaran  Varanus tristis orientalis
 Dach- Moschusschildkröte  Sternotherus carinatus
 Griechische Landschildkröte  Testudo hermanni boettgeri


Meeresbewohner

Den Clown-Anemonenfisch (Amphiprion ocellaris) lebt in Korallenriffenim Westpazifik bis zu dem Andamanensee. Die weiß-orange gebänderten Clown-Anemonenfische leben in Symbiose mit einigen Anemonenarten, die ihnen unter anderem Schutz geben. Die Clownfische besitzen eine leuchtend orange Färbung mit drei weißen Querstreifen versehen. Als Nahrung dienen Salwasserkrebschen, Schwebegarnelen und Zooplankton.

Die Blaue Demoiselle (Chrysiptera cyanea) lebt in Lagunen und geschützten Korallenriffen im östlichen Indischen Ozean bis nach Australien. Die Fische halten sich, ähnlich wie die Clown-Anemonenfische, immer in der Nähe von möglichen Verstecken auf. Die Färbung der Fische kann sich in einigen Merkmalen unterscheiden, alle Fische besitzen jedoch eine mittelblaue Grundfärbung. Verschiedene Farbvarianten sind jedoch bei einigen Arten an der Schwanzflosse und dem Maul zu erkennen, dort können Gelb- und Orangefärbungen auftreten.

Der Kleingefleckte Katzenhai (Scyliorhinidae canicula) lebt an der europäischen und nordafrikanischen Atlantikküste, auch in der Nordsee und im Mittelmeer. Der Kleingefleckte Katzenhai wird meist 80 cm lang und verdankt seinen Namen den kleinen weißen, schwarzen und braunen Flecken und Punkten am Körper und auf der Flosse. Bevorzugt halten sich die nachtaktiven Haie zwischen Steinen und Algenbeständen am Bodengrund vom Flachwasser bis zur Tiefsee auf.. Als Futter dienen Krebstiere, Schnecken, Würmer, Tintenfische und kleine Fische.

Der Amerikanische Hummer (Homarus americanus) stammt aus dem Nordwestatlantik. Auffällig ist, dass die Männchen größer sind als die Weibchen. Direkt ins Auge stechen die Knack- und die Greifschere des Hummers, mit dieser sie z.B. Muscheln und Schnecken knacken können um an das Fleisch zu gelangen. Neben Muscheln und Schnecken frisst der Amerikanische Hummer noch Würmer, Seeigel, Seesterne, Krabben, Aas und eine geringe Menge an Algen. Der Amerikanische Hummer lebt von der unteren Gezeitenlinie bis in die Tiefsee, dort gräbt er sich Höhlen zwischen Felsspalten oder Steinen. Diese Verstecke werden immer wieder aufgesucht.


Weitere Meeresbewohner unseres Projektes finden sie in der folgenden Tabelle:

 Europäische Strandkrabbe  Carcinus maenas
 Gemeine Seespinne  Hyas araneus
 Chinesische Strandkrabbe  Hemigrapsus sanguineus
 Gemeiner Einsiedlerkrebs  Pagurus bernhardus
 Schlangenstern  Ophioderma spec.
 Gewöhnlicher Seestern  Asterias rubens
 Meeräsche  Liza aurata
 Flunder  Pleuronectus flesus
 Tote Manneshand  Alcyonium digitatum
 Pferdeaktinie  Actinia equina
 Seedahlie, Dickhörnige Seerose  Urticina felina
 Brandbrasse  Oblada melanura
 Steinseeigel  Paracentrotus lividus
 Europäischer Taschenkrebs  Cancer pagurus
 Gemeine Strandschnecke  Littorina littorea
 Miesmuschel  Mytilus edulis


Süßwassertiere

Eine besondere Form der Jagdtechnik besitzt der Schützenfisch (Toxote schatareus). Er kommt in den Süß- und Brackwassergewässern von Sri Lanka und Indien bis Neuguinea und Australien vor. Auffällig sind die großen Augen und das spitz zulaufende, mit einer tiefen Mundspalte versehene, Maul. Mit diesen kann der Fisch seine bevorzugte Beute, Landinsekten, mit einem gezielten Wasserstrahl aus etwa 1m Entfernung „abschießen“. Es dienen auch Wasserinsektenlarven und Kleinkrebse als Futter.

Der Indische Zwergschlammspringer (Periophthalmus novemradiatus) lebt in den Mangrovenwäldern und Brackgewässern von Indien, Malaysia und den Philippinen. Schlammspringer sind amphibisch lebende Fische. Obwohl die Schlammspringer die meiste Zeit an Land verbringen, besitzen sie keine Lungen. Mithilfe der Kiemen und einem großen Kiemensack, in dem sie Wasser sammeln, können sie an Land überleben. Schlammspringer graben verzweigte Gänge in den Boden, in die sie sich bei Gefahr zurückziehen und in denen sie sich fortpflanzen. Gefahren können die Schlammspringer mithilfe ihrer hochstehenden Augen schnell wahrnehmen.

Die Rückenstrichgarnele (Neocaridina davidi, vormals Neocaridina heteropoda), auch Algengarnele, Invasionsgarnele oder Guppygarnele, ist eine ursprünglich aus Ostchina stammende Süßwasser-garnele. Sie Kommt Teilen Chinas, in Japan, Taiwan und Hawaii vor. Die Färbung der Rückenstrich-garnele ist äußerst variabel und reicht von schwarzem, braunem, rotem, dunkelgrünem und hellem Weiß bis hin zur Transparenz. Die friedliche und sehr anpassungsfähige Art ernährt sich von Auf-wuchs auf verrottendem Pflanzenmaterial sowie sehr kleinen Wirbellosen und Insektenlarven.


Weitere Süßwasserbewohner finden sie in der folgenden Tabelle:

 Elektrofisch  Mormyrus rume
 Kleiner Schneckenbarsch  Neolamprologus multifasciatus
 Buckelkopfcichlide  Steatocranus casuarius
 Blauer Kongosalmler  Phenacogrammus interruptus
 Gabun-Riesenfächergarnele  Atya gabonensis
 Wildguppy  Poecilia reticulata
 Kirschflecksalmler  Hyphessobrycon erythrostigma
 Schmuckflossen Fiederbartwels  Synodontis eupterus
 Europäischer Aal  Anguilla anguilla
 Prachtschmerle  Chromobotia macracanthus
 Marmorkrebs  Procambarus fallax forma virginalis
 Skalar  Pterophyllum scalare
 Marmorierter Zwergpanzerwels  Corydoras habrosus
 Rückenschwimmender Kongowels  Synodontis nigriventris
 Trauermantelsalmler  Gymnocorymbus ternetzi
 Neonsalmler  Paracheirodon innesi
 Schwertträger  Xiphophorus hellerii
 Panda Panzerwels  Corydoras panda
 Brauner Antennenwels  Ancistrus spec.
 Malaysische Turmdeckelschnecke  Melanoides tuberculata
 Blauer Florida Sumpfkrebs  Procambarus clarkii blue pearl
 Prinzessin von Burundi  Neolamprologus pulcher
 Schmucksalmler  Hyphessobrycon bentosi
 Netzschmerle  Botia almorhae
 Pangasius  Pangasianodon hypophthalmus
 Landeinsiedlerkrebs  Coenobita clypeata


Insekten

Die Gespenstschrecke (Extatosoma tiaratum) ist in fast allen tropischen und subtropischen Gebieten der Welt verbreitet, gerade in orientalischen Regionen herrscht eine erhöhte Artenvielfalt. Die Gespenstschrecke hat eine Zweig- oder Blattähnliche Körperform. Sie ahmt Bewegungen von Pflanzen oder Pflanzenteilen nach (Mimese) um sich vor Fressfeinden zu schützen und unsichtbar zu wirken. Bei Bedrohung lässt sich die Gespenstschrecke zu Boden fallen und stellt sich tot.Der Lebensraum der Gespenstschrecke erstreckt sich über Strauch- und Baumregionen.

Die Samtschrecke (Peruphasma schultei) wurde 2004 im Norden von Peru entdeckt. Sie ist eine Art aus der Ordnung der Gespenstschrecken. Auffällig sind die gelben Augen, die gelb geringelte Antenne und die leuchtend rote Oberlippe die zu dem schwarzen Körper einen Kontrast bilden. Das hintere Flügelpaar ist im hinteren Bereich kräftig rot. Im vorderen Viertel sind sie, genau wie die sehr kleinen, als Tegimina ausgebildeten Vorderflügel, schwarz mit einem auffälligen, weißen Netzmuster. Samtschrecken sind nachtaktiv und verstecken sich tagsüber im Blätterwerk ihrer Nahrungspflanzen. Bei Gefahr stellen sie ihre Hinterflügel auf, biegen das Abdomenende nach oben und rennen sehr schnell davon. Des Weiteren können sie ein Wehrsekret versprühen, welches einige Minuten in Augen und Schleimhäuten brennt, aber keine bleibenden Schäden hinterlässt.

Die Orchideenmantis (Hymenopus coronatus) ist eine in Ostasien verbreitete Fangschreckenart. Das Verbreitungsgebiet der Orchideenmantis erstreckt sich von Indien über Thailand, Borneo, Sumatra bis nach Malaysia. Wie auch, die zuvor vorgestellte, Gespenstschrecke, ahmt die Orchideenmantis die Bewegungen von Pflanzen- und Blütenteilen nach (Mimese) um sich vor Fressfeinden zu schützen und selbst nicht als Jäger entdeckt zu werden. Sie ernährt sich von nektarsuchenden Insekten, die kräftigen Fangarme ermöglichen es den Tieren auch relativ große Beutetiere zu überwältigen. Nach der ersten Häutung ist die Orchideenmantis dunkelrot und schwarz gefärbt. Nach einer weiteren Häutung nehmen sie die weißliche Färbung der adulten Tiere an. Beide Geschlechter der Orchideenmantis sind flugfähig, die Weibchen fliegen jedoch nur in Notsituationen.


Weitere Insekten in unserem Projekt finden sie in der folgenden Tabelle:

 Indische Stabschrecke  Carauius morosus
 Kleine Dorschrecke  Aretaon asperrimus
 Gestreifte Dornschrecke  Sungaya inexpectata
 Wandelndes Blatt  Phyllium celebicum
 Heimchen  Acheta domestica
 Mehlkäferlarve  Tenebrio molitor
 Buffalo Käferlarven  Alphitobius laevigatus
 Steppengrille  Gryllus assimilis
 Zweifleckgrille  Gryllus bimaculatus
 Porzelanschabe  Guya lurida
 Zophobas  Zophobas morio
 Totenkopfschabe  Blaberus craniifer
 Madagaskar-Fauchschabe  Gromphadorhina portentosa
 Argentinische Waldschabe  Blaptica dubia


Amphibien

Der Betsileo-Laubstreufrosch (Mantidactylus betsileanus) lebt in Madagaskar, genauer im Masoala Regenwald. Er erreicht eine maximale Körperlänge von 30 mm und ist besitzt eine hell braune Färbung die mit dunkleren Flecken versehen ist. Typisch für diese Art ist ein weißer Punkt auf der Schnauze des Frosches. Hauptsächlich dienen kleine Fliegen als Nahrung.

Die Rotbauchunke (Bombina bombina) kommt in Mittel- und Osteuropa bis weit nach Russland vor und besiedelt auch die östlichen Balkanländer im Süden der Türkei. Dort bewohnt sie Tieflandgebiete und gut besonnte Gewässer. Die Rotbauchunke laicht im Frühjahr bis zum Frühsommer. Dabei bringt ein Weibchen mehrere Laichklümpchen von je bis zu 30 Eiern hervor. Als Futter dienen Spinnentiere, Käfer, Schmetterlingsraupen, Fliegen und Mehlwürmer. Bei Gefahr kann sich die Rotbauchunke auf den Rücken drehen und ihre leuchtend gefärbte Unterseite zeigen, dies soll als Warnsignal dienen.


Weitere Amphibien in unserem Projekt finden sie in der folgenden Tabelle:

 Europäischer Feuersalamander  Salamandra salamandra
 Chinesische Rotbauchunke  Bombina orientalis
 Europäische Rotbauchunke  Bombina bombina
 Grasfrosch  Rana temporaria
 Axolotl  Ambystoma mexicanum
 Korallenfinger Laubfrosch  Litoria caerulea
 Japanischer Feuerbauchmolch  Cynops pyrrhogaster


Säugetiere

Die Farbmaus (Mus musculus) sind die gewöhnlich graubraunen Hausmäuse. Von Züchtern wurden aus ihnen diverse Erscheinungsformen mit verschiedenen Fellfarben, Fellvarianten und Größen abgeleitet. Die Farbmäuse sind sehr gute Kletterer und Springer. Der Schwanz wird als Ruder bezeichnet da sie damit ihr Gleichgewicht halten.

Der Dsungarische Zwerghamster (Phodopus sungorus) bewohnt die Steppen des nordöstlichen Kasachstans und südwestlichen Sibirien. Der selbst gegrabene Bau des Dsungarischen Zwerghamsters besteht aus mehreren Gängen und einer Nestkammer. Häufig bewohnt er die Baue anderer Kleinsäuger. Er ernährt sich hauptsächlich von Pflanzensamen, weniger von Insekten.

Als Minischweine (auch Teacup pigs und Minipig genannt) bezeichnet man kleinwüchsige Hausschweine. Grundsätzlich stammen alle domestizierten Schweine, also auch die Minischweine, vom Europäischen oder Asiatischen Wildschwein ab. Minischweine werden etwa 65 kg schwer und 12-15 Jahre alt. Größe und Körpergewicht sind von Rasse zu Rasse unterschiedlich.



 
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