Das Forschungs-Projekt “TIPP” (“Teachers in practice and process “)

Überblick:
  • Projekt in Kooperation mit dem Studienseminar für Lehrämter an Schulen Bielefeld II; Seminar Gymnasium/Gesamtschule
  • EU Förderprogramm für ein lebenslanges Lernen
  • Die erste Projektphase wurde von 2007 bis 2009 gefördert
English


Richtungweisend für das geplante Projekt sind die Förderung der Qualität und die europäische Dimension der Lehrerbildung. LehrerInnen verfügen in der Berufseinstiegsphase i. d. R. über ein wenig ausgeprägtes Reaktionsreservoir, was Disziplinprobleme und Störungen in fortschreitend heterogen strukturierten Schülergruppen angeht. Hinzu kommt ein noch wenig ausgeprägtes Reflexionsvermögen. Das zu entwickelnde Handlungskonzept führt dazu, angehende Lehrkräfte zu befähigen, Verhaltensstrategien zu entwickeln, die dazu geeignet sind, z. B. das eigene Verhalten und auch die Verhaltensweisen einer Klasse so zu steuern, dass über den Ausbau der kommunikativen Fähigkeiten der jungen Lehrkraft ein angenehmes Klassenklima erreicht wird. Der angehende Lehrer/die angehende Lehrerin reflektiert seine/ihre Rolle als Manager/in einer Organisation; er/sie optimiert seine Klassenführung. Die für das Projekt vorgesehene Entwicklung eines Handbuches für eben solche Situationen soll ihren Teil dazu beitragen, dass Lehrpersonen – und zwar nicht ausschließlich, aber insbesondere diejenigen in der Berufseinstiegsphase – diesbezüglich ihre Kompetenzen ausbauen können. Dazu sind verschiedene Voruntersuchungen notwendig und sollen innerhalb des Projekts durchgeführt werden.

Als erster Schritt wurde der Weg von Berufseinsteigern im Lehrberuf auf europäischer Ebene verglichen. Die Auswertung des Vergleichs verschiedener Bereiche soll nun folgen. Dabei stellt sie die Grundlage für ein Konzept dar, in dem Handlungsempfehlungen für die Berufseinstiegsphase von LehrerInnen gegeben werden. Einen Schwerpunkt des Konzepts bilden Empfehlungen für ein optimiertes ‚Classroom-Management‘ – hier werden insbesondere methodische Bausteine zum Umgang mit heterogenen Gruppen (z. B. durch differente Bedingungen im Stadt-Land-Gefälle; Integration behinderter Kinder in den Schulunterricht; Konsequenzen aus der Berücksichtigung von Migrationshintergründen), Module für die Entwicklung binnendifferenzierender Maßnahmen und diagnostische Elemente entwickelt, die in dem Handbuch zusammengetragen werden. Das kann beispielsweise die Nutzung von Videografien als Reflexionsinstrumente sein, der Umgang mit und die Erprobung von Diagnoseinstrumenten, Methoden der Mediation unter SchülerInnen, Arbeit mit der nonverbalen Kommunikation, Wahrnehmungsproblematiken, Konzepte der Rhetorik, Portfoliomethoden im Bereich der Sprachenförderung und ihrer Bewertung oder auch Gruppenführungsmethoden. Darüber hinaus wird ein Handout zur Zusammenarbeit mit Ausbildungsbetrieben entwickelt, welches das Ziel hat, Transparenz zwischen LehrerInnen, Ausbildungsbetrieben und Sozialpartnern herzustellen. Dadurch kann die Kooperationsarbeit professionalisiert werden. Alle Einzelprodukte gehen in ein „Handbuch zur Klassenführung“ ein.

Die Ergebnisse des Projekts werden in die Lehrer(aus)-bildung integriert. Mittelfristig können die Projektergebnisse Anregungen und Verbesserungsvorschläge liefern, die bei einer Überarbeitung von Richtlinien für die Aus-/Weiterbildung (Lebenslanges Lernen) von LehrerInnen mit dem Ziel einer Anpassung auf europäischer Ebene Berücksichtigung finden.

Hompage ders Projektes

 
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