Unsere Tiere im Projekt

Tiere im Projekt

Die Universität Bielefeld gehört zu den wenigen Universitäten, die einen eigene Uni-Zoo besitzen, im Folgenden werden einige Bewohner vorgestellt.

Tiere im Projekt

Die Universität Bielefeld gehört zu den wenigen Universitäten, die einen eigene Uni-Zoo besitzen, im Folgenden werden einige Bewohner vorgestellt.

Tiere im Projekt

Die Universität Bielefeld gehört zu den wenigen Universitäten, die einen eigene Uni-Zoo besitzen, im Folgenden werden einige Bewohner vorgestellt.

Den besonderen Mehrwert eines Unterrichts mit lebenden Tieren stellen die positiven Wirkungen auf affektiver Ebene dar, die sich aus dem direkten Kontakt mit dem Tier ergeben. Viele Schüler*innen haben heute nur wenig Erfahrung im Umgang mit lebenden Tieren.

In unserem Projekt gibt es über 80 verschiedene Tierarten, von denen einige ausgewählte im folgenden Verlauf kurz vorgestellt werden. Alle Tiere, die aktuell im Projekt vorhanden sind, finden Sie in tabellarischer Form in der folgenden PDF.

Um der Artenvielfalt der Tiere im Projekt gerecht zu werden, werden auf dieser Seite Tiere mit den unterschiedlichsten Lebensräumen und Anpassungsfähigkeiten an die Umwelt präsentiert.




Reptilien

Standings Taggecko (Phelsuma standingi) stammt aus dem Südwesten von Madagaskar und zählt mit einer Gesamtlänge von 28 cm, einer Kopf-Rumpf-Länge von 15 cm und einem Gewicht von bis zu 7 g zu den größeren Geckoarten.
Der Kopf hat eine grüne, der Rumpf eine gräulich-braune und der Schwanz eine türkisfarbene Grundfarbe. Die Kehle ist gelblich und der Bauch weiß gefärbt. Tiere aus den Küstenregionen sind auf der Körperoberseite eher gestreift, während Tiere aus dem Inland eher Punktmuster zeigen.
Das bevorzugte Habitat von Standings Taggecko ist die Dornbuschsavanne zwischen Toliara und Morombe. Dort lebt er vornehmlich auf hohen Einzelbäumen wie z.B. Tamarinden oder Sterkulien, an denen er dank seiner Haftlamellen nach Belieben herumklettern kann.
Als Nahrung dienen dem tagaktiven Gecko Insekten, Spinnen und Schnecken aber auch reife und überreife Früchte, Nektar und Pollen. Bei Gefahr kann Standings Taggecko den Schwanz abwerfen.
Das Pantherchamäleon (Furcifer pardalis) stammt von der Insel Madagaskar und dessen vorgelagerten Inseln wie z.B. Nosy Bé. Das Chamäleon zeichnet drei spezifische Anpassungsfähigkeiten aus. Dazu zählt zum einen das Farbwechselvermögen, das es dem Chamäleon ermöglicht, sich vor potentiellen Feinden zu schützen und seine Stimmungslage auszudrücken. Zum anderen hat das Chamäleon eine stark ausgeprägte visuelle Wahrnehmung, es kann seine Augen unabhängig voneinander um 360° drehen. Trotz seines schlechten Gehörsinns kann das Chamäleon folglich seine Umgebung perfekt wahrnehmen und auch Beute ausfindig machen.
Zu guter Letzt kann das Chamäleon seine Beutetiere mithilfe des Zungenschusses fangen, wobei dessen Reichweite dem Doppelten der eigenen Körperlänge entspricht.
Nun kommen wir zu einem der vielen aquatischen Bewohner im Projekt, der gewöhnlichen Moschusschildkröte (Sternotherus odoratus). Die Moschusschildkröte ist von Südostkanada bis zu dem Südosten der USA zu finden. Der Rückenpanzer ist länglich, graubraun bis schwarz und bei Jungtieren leicht gewölbt. Als Futter dienen Fische, Kaulquappen, Muscheln, Wasserinsekten, Algen und Wasserpflanzen. Eine Besonderheit der Moschusschildkröte ist, dass sie bei Reizungen ein stark riechendes Sekret, Moschus, ausscheidet.

Alle unsere Reptilien sowie alle weiteren Tiere des Projektes finden Sie in tabellarischer Form in der folgenden PDF.



Meeresbewohner

Der Falsche Clownfisch (Amphiprion ocellaris) lebt in Korallenriffen im Westpazifik bis zur Andamanensee. Die Fische leben in Symbiose mit einigen Anemonenarten. Die Anemonen bieten dem Clownfisch durch ihre Nesselzellen, gegen die der falsche Clownfisch immun ist, Schutz, während die Anemonen von Parasiten freigehalten werden, die dem falschen Clownfisch als Nahrung dienen und von dessen Nahrungsresten die Anemonen profitieren.
Der falsche Clownfisch hat eine leuchtend orange Grundfärbung mit drei weißen Querstreifen.
Er ernährt sich von Krebstieren, Fischbrut und Zooplankton aller Art.
Die Blaue Demoiselle (Chrysiptera cyanea) lebt in Lagunen und geschützten Korallenriffen im östlichen Indischen Ozean bis nach Australien. Die Fische halten sich, ähnlich wie die Clown-Anemonenfische, immer in der Nähe von möglichen Verstecken auf. Die Färbung der Fische kann sich in einigen Merkmalen unterscheiden, alle Fische besitzen jedoch eine mittelblaue Grundfärbung. Verschiedene Farbvarianten sind jedoch bei einigen Arten an der Schwanzflosse und dem Maul zu erkennen. Dort können Gelb- und Orangefärbungen auftreten.
Der Kleingefleckte Katzenhai (Scyliorhinus canicula) lebt sowohl an der europäischen und nordafrikanischen Atlantikküste, als auch in der Nordsee und im Mittelmeer. Er wird im Schnitt 80 cm lang und verdankt seinen Namen den kleinen weißen, schwarzen und braunen Flecken und Punkten am Körper und auf den Flossen.
Die nachtaktiven Haie halten sich bevorzugt zwischen Steinen und Algenbeständen am Bodengrund auf, wobei sie vom Flachwasser bis zur Tiefsee anzutreffen sind.
Als Futter dienen Krebstiere, Schnecken, Würmer, Tintenfische und kleine Fische.
Der Amerikanische Hummer (Homarus americanus) stammt aus dem Nordwestatlantik. Die Männchen werden größer als die Weibchen.
Das auffälligste Merkmal des amerikanischen Hummers sind die beiden unterschiedlichen Scheren, die Knack- und die Greifschere. Mit der Greifschere können sie z.B. Muscheln und Schnecken knacken, um an das Fleisch zu gelangen, während die Greifschere zum Fangen und Festhalten der Beute dient.
Neben Muscheln und Schnecken frisst der Amerikanische Hummer auch Würmer, Seeigel, Seesterne, Krabben, Aas und Algen.
Der Amerikanische Hummer kommt von der unteren Gezeitenlinie bis in die Tiefsee vor, wo er sich Höhlen zwischen Felsspalten oder Steinen gräbt, welche nach der Nahrungssuche stets wieder aufgesucht werden.

Alle unsere Meeresbewohner sowie alle weiteren Tiere des Projektes finden Sie in tabellarischer Form in der folgenden PDF.



Süßwassertiere

Eine besondere Form der Jagdtechnik besitzt der Schützenfisch (Toxotes jaculatrix). Er kommt in den Süß- und Brackwassergewässern von Sri Lanka und Indien bis Neuguinea und Australien vor. Auffällig sind die großen Augen und das spitz zulaufende, mit einer tiefen Mundspalte versehene, Maul. Durch seine Fähigkeit, die Lichtbrechung der Wasseroberfläche abzuschätzen, kann der Fisch seine bevorzugte Beute, Landinsekten, mit einem gezielten Wasserstrahl aus bis zu 2 m Entfernung "abschießen". Des Weiteren ernährt sich der Schützenfisch auch von Insektenlarven, Fischen und Krebstieren.
Ein weiterer interessanter Vertreter unserer Süßwasserbewohner ist der Marmorkrebs (Procambarus virginalis). Diese Krebse leben in gut strukturierten Gewässern der südöstlichen USA und werden bis zu 13 cm lang.
Der Marmorkrebs ist ein Neozoon, der sich auch in Europa, Japan und Südostasien ausbreitet, was durch seine Fähigkeit unterstützt wird, das Wasser für eine gewisse Zeit verlassen zu können, um z.B. das Gewässer zu wechseln. Des Weiteren ist der Marmorkrebs parthenogenetisch oder jungfernzeugend, was bedeutet, dass er keine Männchen benötigt, um sich fortzupflanzen. Stattdessen "klont" er sich selbst.
Marmorkrebse sind Allesfresser und ernähren sich von Laub, Wasserpflanzen, Wirbellosen, kleinen Wirbeltieren und Aas.
Die Rückenstrichgarnele (Neocaridina davidi, ehemals Neocaridina heteropoda), auch Algengarnele, Invasionsgarnele oder Guppygarnele, ist eine ursprünglich aus Ostchina stammende Süßwassergarnele. Sie kommt in Teilen Chinas, Japan, Taiwan und Hawaii vor. Die Färbung der Rückenstrichgarnele ist äußerst variabel und reicht von schwarzem, braunem, rotem, dunkelgrünem und hellem Weiß bis hin zur Transparenz. Die friedliche und sehr anpassungsfähige Art ernährt sich von Aufwuchs, verrottendem Pflanzenmaterial sowie sehr kleinen Wirbellosen, Insektenlarven und Aas.

Alle unsere Süßwassertiere sowie alle weiteren Tiere des Projektes finden Sie in tabellarischer Form in der folgenden PDF.



Insekten

Die Australische Gespenstschrecke (Extatosoma tiaratum) bewohnt die tropischen und subtropischen Gebiete Australiens. Ihr Körper hat die Form eines vertrockneten Blattes (Mimese). Sie ahmt sogar die Bewegungen im Wind wiegender Blätter nach, um sich vor Fressfeinden zu schützen und unsichtbar zu wirken. Bei Bedrohung lässt sich die Gespenstschrecke zu Boden fallen und stellt sich tot. Sollte sie trotzdem gepackt werden, kann sie ihre Gliedmaßen an extra dafür gewachsenen Sollbruchstellen abwerfen, um auf diese Weise der Gefahr zu entkommen.
Die Weibchen sind in der Lage, sich parthenogenetisch fortzupflanzen. Sie sind folglich nicht auf die Männchen angewiesen, um Eier zu legen, sondern "klonen" sich einfach selbst.
Die Weibchen schleudern die Eier zu Boden, wo diese von Feuerameisen der Gattung Leptomyrmex eingesammelt werden, welche die Eier mit Samen oder Körnern verwechseln, aus denen ihre Nahrung besteht. Die Ameisen tragen die Eier in ihr Nest, können sie aufgrund ihrer harten Schale jedoch nicht aufschneiden. Somit können die Eier bis zum Schlupf wohlbehütet im Ameisennest reifen.
Die geschlüpften Nymphen von E. tiaratum wiederum betreiben Mimikry, ähneln also den Feuerameisen, riechen wie diese und bewegen sich sogar ebenso hektisch wie diese und bleiben somit unbehelligt.
Sobald sie eine Wirtspflanze gefunden haben, werden sie langsamer und ändern ihre Form mit den nächsten Larvalhäutungen: Aus Mimikry wird Mimese.
Die Australische Gespenstschrecke (Extatosoma tiaratum) bewohnt die tropischen und subtropischen Gebiete Australiens. Ihr Körper hat die Form eines vertrockneten Blattes (Mimese). Sie ahmt sogar die Bewegungen im Wind wiegender Blätter nach, um sich vor Fressfeinden zu schützen und unsichtbar zu wirken. Bei Bedrohung lässt sich die Gespenstschrecke zu Boden fallen und stellt sich tot. Sollte sie trotzdem gepackt werden, kann sie ihre Gliedmaßen an extra dafür gewachsenen Sollbruchstellen abwerfen, um auf diese Weise der Gefahr zu entkommen.
Die Weibchen sind in der Lage, sich parthenogenetisch fortzupflanzen. Sie sind folglich nicht auf die Männchen angewiesen, um Eier zu legen, sondern "klonen" sich einfach selbst.
Die Weibchen schleudern die Eier zu Boden, wo diese von Feuerameisen der Gattung Leptomyrmex eingesammelt werden, welche die Eier mit Samen oder Körnern verwechseln, aus denen ihre Nahrung besteht. Die Ameisen tragen die Eier in ihr Nest, können sie aufgrund ihrer harten Schale jedoch nicht aufschneiden. Somit können die Eier bis zum Schlupf wohlbehütet im Ameisennest reifen.
Die geschlüpften Nymphen von E. tiaratum wiederum betreiben Mimikry, ähneln also den Feuerameisen, riechen wie diese und bewegen sich sogar ebenso hektisch wie diese und bleiben somit unbehelligt.
Sobald sie eine Wirtspflanze gefunden haben, werden sie langsamer und ändern ihre Form mit den nächsten Larvalhäutungen: Aus Mimikry wird Mimese.
Die Samtschrecke (Peruphasma schultei) wurde 2004 im Norden von Peru entdeckt. Sie ist eine Art aus der Ordnung der Gespenstschrecken. Auffällig sind die gelben Augen, die gelb geringelte Antenne und die leuchtend rote Oberlippe, die zu dem schwarzen Körper einen Kontrast bilden. Das hintere Flügelpaar ist im hinteren Bereich kräftig rot. Im vorderen Viertel sind sie, genau wie die sehr kleinen, als Tegimina ausgebildeten Vorderflügel, schwarz mit einem auffälligen, weißen Netzmuster.
Samtschrecken sind nachtaktiv und verstecken sich tagsüber im Blätterwerk ihrer Nahrungspflanzen.
Bei Gefahr stellen Samtschrecken ihre Hinterflügel auf, biegen das Abdomenende nach oben und rennen mit hoher Geschwindigkeit davon. Des Weiteren können sie ein Wehrsekret versprühen, welches einige Minuten in Augen und Schleimhäuten brennt, aber keine bleibenden Schäden hinterlässt.

Alle unsere Insekten sowie alle weiteren Tiere des Projektes finden Sie in tabellarischer Form in der folgenden PDF.



Amphibien

Der Betsileo-Laubstreufrosch (Mantidactylus betsileanus) lebt in Madagaskar, genauer im Masoala Regenwald. Er erreicht eine maximale Körperlänge von 30 mm und besitzt eine hellbraune Färbung, die mit dunkleren Flecken versehen ist. Typisch für diese Frosch-Art ist ein weißer Punkt auf der Schnauze.
Der Betsileo-Laubstreufrosch ernährt sich von kleinen Wirbellosen, wie Insekten und Spinnentieren.
Die Europäische Rotbauchunke (Bombina bombina) kommt in Mittel- und Osteuropa bis weit nach Russland vor und besiedelt auch die östlichen Balkanländer. Dort bewohnt sie Tieflandgebiete und gut besonnte Gewässer. Die Rotbauchunke laicht vom Frühjahr bis zum Frühsommer. Dabei bringt ein Weibchen mehrere Laichklümpchen von je bis zu 30 Eiern hervor.
Als Futter dienen Spinnentiere, Insekten und deren Larven sowie Schnecken und Würmer.
Bei Gefahr kann sich die Rotbauchunke auf den Rücken drehen und ihre leuchtend rotgefärbte Unterseite zeigen. Dies dient als Warnsignal.
Der im Xochimilco- und im Chalcosee in Mexiko beheimatete Axolotl (Ambystoma mexicanum) ist ein Schwanzlurch, welcher sein gesamtes Leben im Larvenstadium verbringt.
Der Grund dafür ist ein genetischer Schilddrüsendefekt, bei dem das für eine Metamorphose benötigte Schilddrüsenhormon Thyroxin nicht ausgeschüttet werden kann. Durch die Injektion von Thyroxin kann die Metamorphose künstlich herbeigeführt werden. Der dadurch terrestrische, lungenatmende Schwanzlurch wird jedoch bei weitem nicht so alt, wie die natürliche Larvenform, bei der das höchste bisher bekannte Alter bei 28 Jahren liegt.
Des Weiteren besitzt der Axolotl extreme Regenerationsfähigkeiten, mit denen er selbst innere Organe und Teile des Gehirns vollkommen und funktionstüchtig regenerieren kann.
Axolotl fressen alles, was bewältigt werden kann, z.B. Insektenlarven, Larven und kleine Fische.

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Säugetiere

Die Farbmaus (Mus musculus forma domestica) ist die domestizierte Form der gewöhnlich grau-braunen Hausmaus. Mit Hilfe von Selektionsvorgängen wurden zahlreiche Zuchtformen mit verschiedenen Fellfarben, Fellvarianten und Größen herausgezüchtet. Farbmäuse sind sehr gute Kletterer und Springer. Der Schwanz wird als Ruder bezeichnet da, sie damit ihr Gleichgewicht halten.
Der Chinesische Streifenhamster (Cricetulus griseus) bewohnt die Wüsten Nordchinas und der Mongolei. Der selbst gegrabene Bau des Dsungarischen Zwerghamsters besteht aus mehreren Gängen, einer mit Gras ausgekleideten Nestkammer und mehreren Vorratskammern und kann von 4-8 Individuen bewohnt werden. Er ernährt sich hauptsächlich von Pflanzensamen und Kräutern und legen Vorräte für schlechte Zeiten an.

Alle unsere Säugetiere sowie alle weiteren Tiere des Projektes finden Sie in tabellarischer Form in der folgenden PDF.



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