Sexuelle Prägung

   


Eine besondere Form von Prägung ist die sexuelle Prägung. Hierbei handelt es sich um das rasche Erlernen von Merkmalen, die für die spätere Wahl des Sexualpartners benötigt werden (vgl. Bischof 1998).


Dass es sich hierbei um einen Prägungsvorgang und nicht um ein angeborenes Verhalten handelt, bewies als erster Klaus Immelmann. In dem Versuchslabor kann man sehen, dass die auf Mövchen (Lonchura striata) geprägten Zebrafinken (Taeniopygia guttata) bei der späteren Wahl ihres Sexualpartners eindeutig Mövchen präferieren.
Wenn es sich um ein erlerntes Verhalten handeln würde, müsste es eine Präferenz für das Zebrafinkenweibchen geben.

Die sexuelle Pägung wird allgemein in zwei Abschnitte aufgeteilt.

1. Sensible Phase (Acquisitionsphase)
2. Stabilisierung (Konsolidierung)

Physiologische Aspekte der sexuellen Prägung.