Unser Ziel ist es die physiologischen Prozesse und neuronalen Berechnungsmechnismen der bewussten Wahrnehmung und Entscheidungsfindung zu verstehen. Unsere Arbeit beruht auf einem integrativen Ansatz in dem wir verschiedene Experimentelle Techniken (z.B. bildgebende Verfahren, Elektrophysiologie) mit Methoden der Psychophysik und Verhaltensforschung, sowie mathematischer Modellierung kombinieren.

Uns interessiert insbesondere das Zusammenspiel unserer verschiedeneren Sinnessysteme. Die Tatsache, dass unser Gehirn sich auf verschiedene Sinnessysteme berufen kann macht unsere Wahrnehmung robust und flexibel zugleich, da wir - je nach Situation - die Information einzelner Sinne kombinieren oder ignorieren können. Zum Beispiel lässt uns das "Lesen von Lippenbewegung" in geräuschvollen Umgebungen besser Hören, während akustische Reize uns im Nebel besser "Sehen" lassen. Das korrekte Zusammenspiel unserer Sinne ist entscheidend für ein kohärentes Bild unserer Umwelt, und Defizite in der sensorischen Integration werden mit kognitiven Störungen und erschwerter sensorisch-motorischer Steuerung im Alter in Zusammenhang gebracht.

ERC_CITEC

Unsere Arbeit ist Teil des Exzellenzclusters Kognitive Interaktionstechnologie CITEC, und wird vom European Research Council unterstützt (ERC Consolidator program).

Eine aktuelle Studie von Simon Jetzschke, Norbert Boeddeker und Kollegen legt nahe, dass Menschenn für die visuelle und auditive Navigation ähnliche, optimale, probabilistische Verhaltensstrategien verwenden, um Landmarkeninformation zu integrieren und dabei Homing-Präzision und Richtigkeit ausbalancieren.
Neue Arbeit mit Norbert Boeddeker, in der spezifische Nervenzellen im Gehirn der Honigbiene charakterisiert werden, die nicht nur für die Kontrolle von Fluggeschwindigkeit und Landung, sondern wahrscheinlich auch für den visuellen Streckenzähler der Honigbiene relevant sind.