Unsere Wahrnehmung und Interkation mit unserer Umwelt beruht auf der Sinnesinformation aller unserer Sinne. Die Tatsache, dass unser Gehirn sich auf verschiedene Sinnessysteme berufen kann macht unsere Wahrnehmung robust und flexibel zugleich, da wir - je nach Situation - die Information einzelner Sinne kombinieren oder ignorieren können. Zum Beispiel lässt uns das "Lesen von Lippenbewegung" in geräuschvollen Umgebungen besser Hören, während akustische Reize uns im Nebel besser "Sehen" lassen. Das korrekte Zusammenspiel unserer Sinne ist entscheidend für ein kohärentes Bild unserer Umwelt, und Defizite in der sensorischen Integration werden mit kognitiven Störungen und erschwerter sensorisch-motorischer Steuerung im Alter in Zusammenhang gebracht. Wir untersuchen die Frage, wie multisensorische Information unsere Wahrnehmung und Handlungen beeinflusst, von verschiedenen Richtungen. Mittels Methoden der Verhaltensforschung untersuchen wir den Kreislauf Wahrnehmung - Entscheidungsfindung - Handlung. Mittels Methoden der Bildgebenden Verfahren und Hirnstrommessung untersuchen wir, welche Rolle bestimmte neuronale Prozesse und Areale dabei spielen. Und Mittels statistischer Methoden modellieren wir die zu Grunde liegenden neuronalen Prozesse und Berechnungen.