Biologiedidaktik - Zoologie und Humanbiologie
 
 
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Außerschulische Lernorte

Der hohe Wert außerschulischen Lernens begründet sich in erster Linie durch die Authentizität des Erlebnisses, die Primärerfahrungen der SchülerInnen und Schüler (SuS) und die resultierenden besonders positiven und lernförderlichen motivationalen Qualitäten dieser außergewöhnlichen Lernumgebungen.

Gerade die holistische Erfahrung mit Kopf, Herz und Hand ein Lebewesen in einem authentischen Kontext erleben zu dürfen, kann besonders bedeutsame episodische, aber auch systematische Lernerfolge nach sich ziehen. Das Contextual Model of Learning beschreibt die Faktoren, welche für gelingendes Lernen im Museum gegeben sein müssen. Uns interessieren die Kriterien, die für motivierende und kognitiv aktivierende Unterrichtsgänge in Zoo, Museum, Mitmachausstellung etc. wichtig sind.    

Unsere Mitmachausstellung ist eine 2006 erstmals durchgeführte und immer weiter entwickelte Ausstellung zum Thema Bewegung von Mensch und Tier. Es werden unterschiedlichste Bewegungsarten in der Ausstellung thematisiert. Dabei reicht die Bandbreite von der Bewegung im Wasser, in der Luft und an Land. An den Stationen wird so oft wie möglich mit Primärerfahrungen, d.h. lebenden Tieren (z.B. Feuersalamandern und Zwergmäusen) gearbeitet. Parallel werden Modelle, Laptops, Poster und Infotafeln genutzt. Dieser Ansatz im Sinne eines Blended Learning wird verwendet, um die Arbeitsweisen der Biologie (Beobachten, Betrachten, Untersuchen und Experimentieren) anzuleiten. Die Ausstellung wurde ausgehend von ihrer ersten Durchführung intensiv weiter entwickelt und soll als Teil des Teutolab Biologie etabliert werden. 

Näheres hier: Alexander Eckes 

 

Publikationen zu diesem Thema

Bätz,, K., Wittler, S. & Wilde, M. (2010). Differences between boys and girls in Extracurricular Learning Settings. International Journal of Environmental and Science Education 5(1), 51-64.

Wilde, M. & Urhahne, D. (2008). Museum Learning with Differently Structured Tasks: A Study on Motivation and Achievement. Journal of Biological Education, 42(2), 78-83.

Wilde, M. (2007). Das “Contextual Model of Learning” – ein Theorierahmen zur Erfassung von Lernprozessen in Museen. In H. Vogt & D. Krüger (Hrsg.), Theorien in der biologiedidaktischen Forschung (S. 165-175). Heidelberg: Springer-Verlag.

Wilde, M. & BÄTZ, K. (2006). Einfluss unterrichtlicher Vorbereitung auf das Lernen im Naturkundemuseum. Zeitschrift für Didaktik der Naturwissenschaften, 12, 77-89.

WILDE, M., URHAHNE, D., & KLAUTKE, S. (2003). Unterricht im Naturkundemuseum: Untersuchung über das „richtige“ Maß an Instruktion. Zeitschrift für Didaktik der Naturwissenschaften, 9, 125-134.