Hauptarbeitsgebiet ist die Verhaltensökologie mit Bezug zu Natur- und
Artenschutzaspekten.
Im Vordergrund stehen die Auswirkungen menschenverursachter Faktoren
auf freilebende Tiere (Schwerpunkt Vogelarten).
Solche Faktoren sind längerfristige Lebensraumveränderungen
verschiedenster Art, z.B. Heckenrodung, Straßenbau, Landwirtschafts-
Effekte, z.B. Mahdregime auf Grünland, oder kurzzeitige Reize
ausgehend von z.B. Verkehrsstrassen oder Besuchern.
Auswirkungen werden gemessen als Bestandsveränderungen oder
Verhaltensreaktionen. Besonders Fluchtreaktionen werden quantitativ
untersucht. Daraus können Voraussagen über "störende" und Bestands-
bedrohende Einwirkungen geschlossen und entsprechende Abhilfen
empfohlen werden.
Untersuchte Arten der letzten Jahre waren Sperlinge, Wildhühner,
Ringelgänse, Bläss- und Saatgänse sowie Igel, Heuschrecken und
Laufkäfer.
In einem weiteren Arbeitsgebiet werden humanethologische Aspekte
bearbeitet.
Bezüglich des Verhaltens von Menschen wird besonders die
nonverbale Kommunikation betrachtet. Fragen wie Kultur- und
Geschlechtsunterschiede in der Häufigkeit bestimmter Haltungen oder
Ausdrucksbewegungen lassen sich gut erfassen. Die Effekte solcher
Signale werden untersucht.