Immelmann-Vorlesung
Professor Klaus Immelmann gründete die Verhaltensforschung an der Universität Bielefeld und machte nicht nur das eigene Institut, sondern auch die neue Universität Bielefeld international bekannt. Klaus Immelmann hat hier in Bielefeld eine in Deutschland einmalige Verhaltensforschung aufgebaut, die sich zu seinen Zeiten intensiv und erfolgreich um die Erforschung der Ontogenese von Verhalten bemüht hat. Sein Modelltier war der Zebrafink und seine zentrale Fragestellung die nach Mechanismen und Auswirkungen der sexuellen Prägung. Hier hat er seinerzeit u.a. durch das Forschungsjahr im ZIF, 1977/78, Bielefeld international bekannt gemacht und auch durch die Ausrichtung des Internationalen Ethologenkongress (1977) die neu gegründete Universität Bielefeld auf die Karte der wichtigen zoologischen Forschungsstätten in Deutschland eingetragen.
In Erinnerung an den ersten Professor für Verhaltensforschung an der Universität Bielefeld, Klaus Immelmann (1935-1987) wurde im Jahr 2001 mit Unterstützung der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft die Immelmann-Vorlesung ins Leben gerufen. Jedes Jahr im November wird ein weltweit führender Verhaltensforscher eingeladen, die Immelmann-Vorlesung zu halten. Frühere Referenten der Immelmann-Vorlesung waren:
2001: Prof. Nick Davies, University of Cambridge
2002: Prof. Eberhard Gwinner, Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie, Seewiesen
2003: Prof. Nicola Clayton, University of Cambridge
2004: Keine Vorlesung
2005: Prof. Michael Tomasello, Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie, Leipzig
2006: Prof. Stephen Nowicki, Duke University
2007: Prof. Peter & Rosemary Grant, Princeton University
2008: Prof. Manfred Gahr, Max-Planck-Institut für Ornithologie, Seewiesen
2009: Prof. Franjo Weissing, Universität Groningen
2010: Prof. Tim Clutton-Brock, University of Cambridge
2011: Prof. Martin Wikelski, Max-Planck-Institut für Ornithologie, Radolfzell
2012: Prof. Mike Ryan, University of Texas at Austin